Workshop

„Time-triangulation" - Atelier zur Zeitgeschichte

January 10, 2017 02:00 PM - 04:00 PM

Seit zehn Jahren schwebt das Thema „Was ist le contemporain?“ durch den Raum. Verweist sie auch nicht auf die Herausbildung einer historischen Identität, signalisiert diese immer wiederkehrende Frage doch eine allgemein präsente und möglicherweise konfliktbehaftete Reflexion über Zeit, Geschichte, Raum sowie die Art und Weise, sich diese Begriffe anzueignen und, darauf basierend, Subjektivitäten und Gemeinschaften zu bilden, über Repräsentationen, Techniken und Vorstellungswelten. Der Vortrag versucht, die wesentlichen Problemstellungen dieser breit angelegten Kritik der globalisierten Gegenwart zu fassen. Er beschäftigt sich insbesondere damit, wie sich innerhalb der zeitgenössischen künstlerischen Praxis eine zeitliche Triangulation Bahn bricht, die die Geradlinigkeit der Moderne hinter sich lässt.

Lionel Ruffel ist Professor für Allgemeine und Vergleichende Literatur an der Université Paris 8. Von 2011 bis 2016 forschte er als Mitglied des Institut Universitaire de France zum Thema „Archéologie du contemporain: littératures, cultures, savoirs“. Er ist der Autor dreier Essays – Le Dénouement (Verdier, 2005), Volodine post-exotique (Cécile Defaut, 2010), Brouhaha, les mondes du contemporain (Verdier, 2016) – und von mehr als 40 Artikeln, die in fünf Sprachen übersetzt wurden. Er ist Mitbegründer verschiedener Literaturforen, der Revue Chaoïd, der Reihe gleichen Namens bei Verdier, des Kollektivs „L’école de littérature“ und des Masters „Création littéraire“ an der Université Paris 8. Der ehemalige Humboldt-Stipendiat an der Freien Universität Berlin und Leverhulme Gastprofessor an der University of St Andrews hält regelmäßige Vorträge an verschiedenen Kunsthochschulen.



Organizer:

In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Geschichte Westeuropas und der transatlantischen Beziehungen der HU zu Berlin


Contact:

Emmanuel Droit


Location:
Georg-Simmel Saal
Friedrichstraße 191

10117
Berlin
Deutschland