Energie / Klima


Die Arbeitsgruppe Energie / Klima befasst sich mit dem Wandel der Energiesysteme sowie mit Governanceformen der Klima- und Energiepolitik. In der Verbindung verschiedener Disziplinen (Wirtschaftswissenschaften, Geografie, Geschichtswissenschaften, Philosophie, Politikwissenschaften) beleuchten die Forscher*innen des Centre Marc Bloch die historische Verfasstheit, die territorialen Umbrüche, die sozialen Herausforderungen und die Transformationen staatlicher Politiken im neuen Kontext des Klimawandels.

Kontakt:
Gilles Lepesant, lepesant(at)cmb.hu-berlin.de
Ulrike Zeigermann, zeigermann(at)cmb.hu-berlin.de

Forschungsteam

Claire Gauthier
Doktorandin, Promotionsprojekt: Die soziale Konstruktion der Bürger-Verbraucher in der europäischen Energiewende

Frédéric Graber
Frédéric Graber arbeitet als delegierter CNRS-Forscher im Team des Centre Marc Bloch. Seine Forschung konzentriert sich auf die Umweltgeschichte gegenwärtiger Gesellschaften und insbesondere auf die Verwaltungsinstrumente der industriellen und infrastrukturellen Entwicklung.

Judith Nora Hardt
Judith Nora Hardt ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Centre Marc Bloch und hinterfragt Konzepte von Sicherheit, Konflikt und Gerechtigkeit anhand der zeitgenössischen Beziehungen zwischen Mensch und Natur. Sie konzentriert sich insbesondere auf die sicherheitspolitischen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Seit 2021 leitet sie am CMB das BMBF-Projekt „Multiple Crises: Covid 19 and the Entanglements of Public Health, Ecology and Security in Europe“. Ihre Arbeit wird durch ihr Engagement in der Bewegung Scientists For Future untermauert.

Timothée Haug
Doktorand, Promotionsprojekt: Natur und Gesellschaft in Zeiten der Krise. Eine ökologische Neubeurteilung der Sozialphilosophien von Hegel und Marx

Sophie Lambroschini
Sophie Lambroschini, assoziierte Forscherin, ist Expertin für das zeitgenössische Russland und die Ukraine mit besonderem Fokus auf Elitenetzwerke, gewöhnliche Wirtschaftsakteure und die Wirtschaftssoziologie von Konflikten. Nach einer Studie über die Einflüsse des Kriegs in der Ostukraine auf die lokalen wirtschaftlichen Interaktionen untersucht sie aktuell, wie lokale wirtschaftliche und politische Dynamiken in Mittel- und Osteuropa von transnationalen Infrastrukturprojekten und der eurasischen Vernetzung, insbesondere von den russischen Gas- und Ölexportnetzwerken, beeinflusst werden.

Gilles Lepesant
Die Forschung von Gilles Lepesant (CNRS-Forschungsdirektor am CMB) beschäftigt sich mit der Geografie der Energie im Kontext des Aufkommens der erneuerbaren Energien. Ziel ist zu verdeutlichen, welche Herausforderungen die Dezentralisierung der Produktionssysteme und die Stärkung der europäischen Politik den bestehenden nationalen Systemen stellen. Die Analyse der Situation in Deutschland, Dänemark und Frankreich untermauert eine Reflexion über die Konzepte der Multi-Level-Governance, der Europäisierung und der sozio-technischen Systeme.

Antonin Pottier
Antonin Pottier ist Maître de conférences an der École des Hautes Études en Sciences Sociales, Mitglied des Verbunds « Chair Energy&Prosperity » und seit 2020 Inhaber der Chaire Marc Bloch am CMB. Er beschäftigt sich mit den sozio-ökologischen Aspekten des Klimawandels, der Bedeutung der Wirtschaftswissenschaften in der öffentlich-staatlichen Entscheidungsfindung sowie mit der Integration von Umweltfragen in die Wirtschaftswissenschaften. Derzeit forscht er zur Verknüpfung von ökologischem Wandel und sozialer Gerechtigkeit.

Elsa Tulmets
Elsa Tulmets ist assoziierte Forscherin am CMB. Sie widmet sich der Art und Weise, wie politische und administrative Eliten in den Hauptstädten europäische Politiken mitgestalten und tagtäglich verwalten – insbesondere in jenen Fällen, bei denen die Politik an ihre Grenzen stößt. Sie untersucht Krisen im Bereich der Außenpolitik (Krisen in der EU-Nachbarschaft), Krisen innerhalb der EU (Krisen der Lebensmittelsicherheit) sowie Krisen, die Innen- und Außenpolitik betreffen (Migrationskrise).

Helge Wendt
Helge Wendt ist Research Scholar am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIW) und assoziierter Forscher am CMB. Im Rahmen seines Projekts „Zirkulation von Wissen und Transformationen von Energiesystemen in Spanisch-Amerika und Europa (18. und 19. Jahrhundert)“ erforscht er Transformationen der Energiesysteme im Hinblick auf Wissen, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Zeitraum von 1700 bis 1920.

Ulrike Zeigermann
Ulrike Zeigermann (Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Magdeburg und assoziierte Forscherin am CMB) beschäftigt sich mit neuen Formen der Governance und Wissenszirkulation im Kontext nachhaltiger Entwicklungspolitiken. Ihre Forschungsfelder liegen in Großbritannien, Frankreich und Deutschland, wo sie die auf infrastaatlicher Ebene ergriffenen politischen Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel untersucht. Ihre Arbeiten sind ein Beitrag zur Erneuerung der theoretischen Reflexionen zu staatlicher Policy und zum Zusammenspiel verschiedener Akteure.


Veranstaltungen

Mittagsseminar: Energiewende / Klima
Das von Gilles Lepesant und Ulrike Zeigermann koordinierte Seminar „Energiewende/Klima“ bringt Vertreter*innen von Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft in den Dialog zu Energie- und Klimathemen.

17. Juni (online)
Titel folgt
Mit: Christian von Hirschhausen (DIW, TU Berlin)

09. Juni (online)
Titel folgt
Mit: Magali Reghezza (ENS)

21. Mai (online)
Titel folgt
Mit: Frédéric Graber (CMB, CNRS) und Helge Wendt (MPIWG, Berlin)

7. Mai 2021 (online)
Climate Diplomacy and Emerging Economies
Mit: Dhanasree Jayaram (Assistant Prof. Department of Geopolitics and International Relations and Co-coordinator at the Centre for Climate Studies, India)
Kommentar: Kirstin Jörgensen(Freie Universität Berlin)

25. März 2021 (online)  
The Electro-Nuclear Switch: Confronting the Crisis of Fossil Capitalism in France, 1969-1974
Mit: Joseph Bohling (Portland State University)

25. Februar 2021 (online)
Climate Policy Expertise in Times of Populism
Mit: Ulrike Zeigermann (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg / CMB)
Kommentar: Florence Faucher (Sciences Po/ CNRS/ Oxford University)

21. Januar 2021 (online)
Hydrogen strategy and the next steps of the german energy transition
Mit: Cyriac Massué (BMWi)

15. Dezember 2020 (online)
Rethinking individual responsibilities for GHG emissions
Mit: Antonin Pottier (CMB / EHESS) und Jessica Nihlén Fahlquist (Uppsala Universitet)

29. Juni 2020 (online)
Nachhaltige Wachstums- und Innovationsstrategie für den Energie- und Industriestandort
Mit: Bernd Weber, Bereichsleiter Industrie, Energie, Umwelt, Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Video online verfügbar: >www.youtube.com/watch?v=-adP-GFmlfI<

20. Februar 2020 
„Urban energy in Berlin, 1920-1990“
Mit: Thimothy Moss (IRI THESys)

24. Januar 2020 
Soft Power und die Energiewende: Die Rolle der bilateralen Energiepartnerschaften
Mit: Rainer Quitzow (IASS Potsdam) und Christina Hülsken (Agentur für Erneuerbare Energien e.V.)
Nachzulesen im Tagesspiegel: <background.tagesspiegel.de/energie-klima/soft-power-der-energie-aussenpolitik-in-gefahr>

11. November 2019
Ein Monat nach dem Klimapaket der Bundesregierung – eine erste Bilanz
Mit: Sabrina Schulz (KfW) und Julie Hamman (DGAP)


Tagungen und Vorträge

11. Januar 2021
Vortrag
Ernst Ulrich von Weizsäcker: „Leider ist das Anthropozän nicht nachhaltig - Können wir das ändern?“

Video online verfügbar: <youtu.be/l3sHFSBN-UI>

Das Anthropozän ist das Zeitalter, in dem die Spezies Homo Sapiens praktisch das ganze Erdgeschehen regiert. Eine Katastrophe für die biologische Vielfalt, das Klima, die Ozeane. Forschungsfragen: wie misst man die Katastrophen? Wieviel Zeit haben wir noch? Was kann man nachhaltiger machen? Wie wichtig ist Bevölkerungsstabilisierung? Welche Politikoptionen müssen ausgebaut werden?

Als kritischer Visionär befasst sich Ernst Ulrich von Weizsäcker, ehemals Professor der Biologie, Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, Vorsitzender des Umweltausschusses und Kopräsident des Club of Rome, in seinem Vortrag mit dem Mensch-Umwelt-Verhältnis im Zeitalter des Anthropozäns und dadurch einmal mehr mit hochaktuellen dringenden gesellschaftlichen Herausforderungen.

Sein Vortrag wird kommentiert von Jörg Niewöhner, Direktor des Integrative Research Institute on Transformations of Human-Environment Systems (IRI THESys) der Humboldt-Universität zu Berlin.

19. Dezember 2019
Tagung
Contested Futures for Coal – Historical and Economic Foundations of the Energy Transition(s).
<https://cmb.hu-berlin.de/kalender/termin/contested-futures-for-coal-historical-and-economic-foundations-of-the-energy-transitions>


Beiträge

2. Februar 2021
Klima-Sicherheit im VN-Sicherheitsrat: Mit mehr Wissen und mehr Glaubwürdigkeit mehr erreichen – Judith Nora Hardt
<https://cmb.hu-berlin.de/zentrum/neuigkeit/klima-sicherheit-im-vn-sicherheitsrat-mit-mehr-wissen-und-mehr-glaubwuerdigkeit-mehrerreichen>

20. September 2020
Scientists for Future (S4F): Aufruf und Statement für eine wirksame Klimapolitik – Judith Nora Hardt
<cmb.hu-berlin.de/zentrum/neuigkeit/scientists-for-future-s4f-aufruf-und-statement-fuer-eine-wirksame-klimapolitik/>

23. April 2020
What crisis? Corona as a socio-ecological shock – Judith Nora Hardt
<cmb.hu-berlin.de/zentrum/blochnotes-newsletter#element-158>17. Juni 2019 
CO2-Steuer: Was lehrt uns die französische Erfahrung? – Gilles Lepesant
<rm2.hypotheses.org/959>