Staatliches Handeln und Wissenszirkulation

Wissenschaftliche Leitung: Fabien Jobard und Ulrike Zeigermann

Die Forschungsgruppe schreibt sich in die seit gut zehn Jahren am Centre Marc Bloch bestehende Tradition der Analyse des Aufkommens und der Konsolidierung staatlichen Wissens ein. Diese nahm ab dem 18. Jahrhundert die Form der Kameral- bzw. Policeywissenschaften an und findet seit dem 20. Jahrhundert als Expertenwissen in Think Tanks und Universitäten seinen Ausdruck.

Wir wollen insbesondere über die Konzepte und Doktrinen staatlichen Handelns nachdenken. Dabei interessieren uns die sozialen und politischen Bedingungen, unter denen diese entstehen, sowie die Art und Weise, in der sich staatliche Institutionen und politische KontrahentInnen diese aneignen und sie einsetzen. Konkret wollen wir spezifische Formen der Wissensorganisation durch Institutionen und staatliche Akteure untersuchen, wobei Begriffe wie Rassifizierung, „Risikogruppen“, nachhaltige Entwicklung und Laizismus im Zentrum unserer Aufmerksamkeit stehen.

Das Programm der Forschungsgruppe aus dem Wintersemester 2016/17 finden Sie hier.