Musik(en) und Gesellschaften: Musik in sozialwissenschaftlicher Perspektive

Wissenschaftliche Leitung: Karsten Lichau, Julien Ségol und Patrice Veit

Wie bringen unsere Gesellschaften Musik hervor? Seit 2009 sucht die Forschungsgruppe Antworten auf diese umfassende Frage und eröffnet so neue interdisziplinäre Perspektiven auf die Musik, auf die mit ihr verbundenen Praktiken und auf die Bewegungen, die sie hervorruft. Ihr Anliegen ist es, dadurch Dynamiken und Handlungen, die im Zusammenhang mit der Musik stehen, in das Blickfeld der Sozialwissenschaften zu rücken.

In Auseinandersetzung mit einer Vielzahl von Themen, Forschungsfeldern und Methoden versucht diese Forschungsgruppe die Aufmerksamkeit auf die Wechselwirkungen zwischen den sozialen und ästhetischen Dimensionen des musikalischen Ereignisses, ebenso wie auf die zentrale Rolle der Akteure zu lenken. Als Akteure werden dabei nicht nur die KomponistInnen und MusikerInnen verstanden, sondern auch die ZuhörerInnen und die zahlreichen VermittlerInnen, die auf unterschiedlichen Ebenen und zu unterschiedlichen Zeiten zum Prozess der kulturellen Produktion des musikalischen Ereignisses beitragen.

Die Arbeit der Forschungsgruppe zeichnet sich zum einen dadurch aus, dass sie den Austausch zwischen geistes- und sozialwissenschaftlichen Experten und Akteuren aus unterschiedlichen Bereichen des Musiklebens – KomponistInnen und MusikerInnen, ArchitektInnen und AkustikerInnen, VertreterInnen des Kulturbetriebs – befördert. Zum anderen möchte sie die Öffnung gegenüber den musikalischen Institutionen vorantreiben. Seit 2011 finden die Veranstaltungen der Forschungsgruppe in Zusammenarbeit mit dem Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft der Humboldt-Universität Berlin statt.