Congrès

Zwischen Anerkennung und Manipulation: Russland, die Nation und das Erbe des kommunistischen Völkergefängnisses

28 mars, 2017 18h00

Im Rahmen der Vortragsreihe: "Nach dem Ende der Illusion: Was bleibt vom Kommunismus im 21. Jahrhundert"

Zwischen Anerkennung und Manipulation: Russland, die Nation und das Erbe des kommunistischen Völkergefängnisses

Der Zusammenbruch der Sowjetunion lässt sich auf einen doppelläufigen Prozess zurückführen: einerseits die Explosion der Volksrepubliken innerhalb der Föderation, andererseits die Implosion der Kommunistischen Partei als dem politischen Herzen des Zentralstaats. Hatten die Sowjetrepubliken einen Grad der Emanzipation erreicht, dass sie die dominierende Vision der UdSSR als „Gefängnis der Völker“ de facto widerlegen konnten? Wie ist die historische Entwicklung der Sowjetischen Föderation 25 Jahre nach ihrem Verschwinden und nach zwei Jahrzehnten, in denen sich Russland als größter Nachfolgestaat der UdSSR durch vermehrte Einmischung in die nationalen Konflikte an seinen Grenzen hervorgetan hat, zu lesen?

 

Catherine Gousseff, Historikerin. Direktorin am Centre Marc Bloch Berlin. Arbeitsgebiete: Migrationsforschung des 20. Jahrhunderts in Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion. Publikationen u.a.: Échanger les peuples. Le déplacement des minorités aux confins polono-soviétiques, 1944-1947, Fayard: Paris 2015; (g. m. Rita Aldenhoff-Hübinger und Thomas Serrier) Europa vertikal. Zur Ost-West-Gliederung im 19. und 20 Jahrhundert, Wallstein: Göttingen 2016. 

 

Moderation: Dr. Patrice Poutrus (Universität Wien)



Organisateur:

Centre Marc Bloch, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam


Contact:

Catherine Gousseff


Lieu:
Salle Germaine Tillion
Friedrichstrasse 191

10117
Berlin
Deutschland