{"id":22850,"date":"2025-08-06T11:44:41","date_gmt":"2025-08-06T09:44:41","guid":{"rendered":"https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/Drittmittelprojekte\/fimemo\/"},"modified":"2026-02-23T16:31:46","modified_gmt":"2026-02-23T15:31:46","slug":"fimemo","status":"publish","type":"dm_projekte","link":"https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/fr\/Drittmittelprojekte\/fimemo\/","title":{"rendered":"FIMEMO"},"content":{"rendered":"<section class=\"header-section\">\n    <h1 class=\"block-headline\">FIMEMO<\/h1>\n\n<\/section>\n\n\n\t<section class=\"subheadline_section\">\n\t    <h2 class=\"block-subheadline\">First Memories and Forms of Knowledge: Vergleichende Studie \u00fcber die unmittelbare Folgenzeit von V\u00f6lkermorden und die ersten Erinnerungen, Dokumentationsprojekte, Gedenkst\u00e4tten und materielle Praktiken sowie Formen des Wissens im Fall der Shoah und des V\u00f6lkermords an den Tutsi in Ruanda<\/h2>\n\t<\/section>\n\n\n\n<section class=\"one-box-text-section\">\n    \n    <div class=\"box-container full\">\n                    <div class=\"text-box\">\n                <p><strong>Projektleitung:<\/strong> Aur\u00e9lia Kalisky (CMB Berlin)<br \/>\n<strong>F\u00f6rdermittelgeber: <\/strong>ANR-DFG<br \/>\n<strong>Projektpartner:<\/strong> Zuzanna Dziuba (Zentrum f\u00fcr Antisemitismusforschung der TU Berlin, ZfA)<br \/>\n<strong>Laufzeit:<\/strong> 2025 \u2013 2028<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das FIMEMO-Projekt untersucht das \u201efr\u00fche Wissen\u201c, das von \u00dcberlebenden und betroffenen Gemeinschaften, einschlie\u00dflich der Diaspora, unmittelbar nach einem V\u00f6lkermord produziert wurde. Das Projekt konzentriert sich auf die ersten beiden Jahrzehnte nach dem Holocaust (1944-1964) und dem V\u00f6lkermord an den Tutsi in Ruanda (1994-2014) sowie auf die (materiellen) Erinnerungspraktiken, die in diesem Zeitraum entstanden sind. Ziel ist es, den heuristischen Wert eines interdisziplin\u00e4ren Ansatzes zu erforschen, indem die j\u00fcngsten Forschungen zur Folgezeit des Holocaust (\u201eAftermath Studies\u201c) und das noch wenig erforschte Feld, das sich mit den unmittelbaren Nachwirkungen des V\u00f6lkermords an den Tutsi befasst, zusammengef\u00fchrt werden. Das Projekt befasst sich mit den fr\u00fchen Erinnerungen der \u00dcberlebenden, ihren Initiativen, die Verbrechen zu dokumentieren, ihre Toten zu begraben und ihrer zu gedenken und erste Wissensformen zu schaffen. Das Projekt soll blinde Flecken in der Forschung zu den beiden V\u00f6lkermorden in Bezug auf die Wissens- und Erinnerungsformen der betroffenen Gemeinschaften und ihrer manchmal konfliktbeladenen Beziehung zum Staat aufzeigen. Es versucht, die bestehenden Begriffsbestimmungen des V\u00f6lkermords zu erneuern, indem es den Schwerpunkt auf die unmittelbare Folgezeit legt und eine Neubewertung der aktivistischen und verorteten Formen der Erinnerung und der Wissensproduktion durch das Konzept der minorit\u00e4ren Epistemologien vorschl\u00e4gt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Angesichts der aktuellen Debatten \u00fcber die Herausforderungen komparatistischer Ans\u00e4tze geht das Projekt FIMEMO einen anderen Weg, indem es die Praktiken von \u00dcberlebenden in zwei post-genozidalen Kontexten empirisch miteinander in Dialog bringt und so eine vergleichende Perspektive einf\u00fchrt, die sich auf die Zeit nach dem V\u00f6lkermord konzentriert. Der innovative Charakter des Projekts liegt in seiner methodischen Ausrichtung auf einen klar definierten Untersuchungsgegenstand, um eine interdisziplin\u00e4re und komparative Analyse zu entwickeln. Die gemeinsame Untersuchung der Erinnerungs- und materiellen Praktiken und der Prozesse der Wissensproduktion in der Zeit nach dem V\u00f6lkermord soll die empirischen Grundlagen f\u00fcr das Teilgebiet der \u201ekomparatistischen Aftermath Studies\u201c schaffen. Durch die Verbindung deutscher und franz\u00f6sischer Ans\u00e4tze und deren \u00d6ffnung f\u00fcr die Forschung, die in den L\u00e4ndern, in denen V\u00f6lkermorde stattgefunden haben (Ruanda, Polen und Osteuropa im Allgemeinen), produziert wird, zielt das Projekt darauf ab, ein transnationales Konsortium f\u00fcr \u201eComparative Aftermath Studies\u201c zu schaffen. Die gemeinsame Arbeit von europ\u00e4ischen und ruandischen Forscher:innen an bisher kaum untersuchten Fallstudien stellt eines der ersten Projekte dieser Art dar.<\/p>\n            <\/div>\n              \n    <\/div>\n<\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"categories":[181,159],"class_list":["post-22850","dm_projekte","type-dm_projekte","status-publish","hentry","category-aktuelle-drittmittelprojekte","category-deutsch-franzoesische-mittel"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/dm_projekte\/22850","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/dm_projekte"}],"about":[{"href":"https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/dm_projekte"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22850"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22850"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}