{"id":22879,"date":"2025-08-04T15:57:02","date_gmt":"2025-08-04T13:57:02","guid":{"rendered":"https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/Drittmittelprojekte\/realismus\/"},"modified":"2025-08-04T15:57:02","modified_gmt":"2025-08-04T13:57:02","slug":"realismus","status":"publish","type":"dm_projekte","link":"https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/fr\/Drittmittelprojekte\/realismus\/","title":{"rendered":"REALISMUS!"},"content":{"rendered":"<section class=\"header-section\">\n    <h1 class=\"block-headline\">REALISMUS!<\/h1>\n\n<\/section>\n\n\n\t<section class=\"subheadline_section\">\n\t    <h2 class=\"block-subheadline\">Max Lingner-Projekt<\/h2>\n\t<\/section>\n\n\n\n<section class=\"one-box-text-section\">\n    \n    <div class=\"box-container cut\">\n                    <div class=\"text-box\">\n                <p class=\"text-justify\"><strong>Projektleitung:<\/strong>\u00a0Franck Hofmann (CMB),\u00a0Rahel Melis (Lingner-Stiftung)<br \/>\n<strong>F\u00f6rdermittelgeber:<\/strong>\u00a0Max-Lingner-Stiftung, CMB<br \/>\n<strong>Projektpartner:\u00a0<\/strong>Max-Lingner-Stiftung\n<\/p>\n<p class=\"text-justify\"><em>Eine Ausstellung der Max Lingner Stiftung in Kooperation mit dem Centre Marc Bloch und dem Institut francais. Kuratiert von Franck Hofmann (CMB) und Rahel Melis (Lingner-Stiftung).<\/em><\/p>\n<p class=\"text-justify\">Die in Kooperation mit der Max-Lingner-Stiftung eingerichtete Lingner-Forschungsstelle am CMB ist ein Ort der Debatte. Ihre Aufgabe ist eine doppelte: Sie b\u00fcndelt Forschung zu Leben und Werk Max Lingners. Und sie verbindet die Auseinandersetzung mit Lingners k\u00fcnstlerischer und politischer Arbeit mit der Frage nach einer Gegenw\u00e4rtigkeit von Realismus. Mit Blick auf eine europ\u00e4ische Intellektuellengeschichte gilt die Aufmerksamkeit Lingner als einer Figur des Kulturtransfers zwischen Frankreich und Deutschland, wohin er 1949 nach seiner Zeit in Paris, in der R\u00e9sistance \u00a0und in franz\u00f6sischen Lagern zur\u00fcckkehrt. In seinen Arbeiten \u2013 Typologien eines proletarischen Menschen und urbane Landschaften der Moderne \u2013 entwirft Lingner ein kommunistisches Weltbild. Dieses gewinnt seine Konturen gerade auch in Bl\u00e4ttern, die Lingner als Pressezeichner f\u00fcr Zeitungen wie\u00a0<em>Monde, Avant-Garde\u00a0<\/em>oder\u00a0<em>L&rsquo;Humanit\u00e9<\/em>\u00a0vorlegt. Das so auch an Tagespolitik gebundene franz\u00f6sische Werk des Zeichners Lingners\u00a0 wird nach seiner R\u00fcckkehr nach Berlin um st\u00e4rker ideologisch motivierte Arbeiten erg\u00e4nzt: Mit einem gro\u00dfformatigen \u201eBauernkrieg\u201c, dem die Bewunderung Bertolt Brechts galt, begleitet Lingner die Gr\u00fcndung der DDR in den f\u00fcnfziger Jahren ebenso, wie mit dem Porzellan-Wandbild \u201eAufbau der Republik\u201c am Haus der Ministerien.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"text-justify\">In einer Perspektive der Einflussforschung wird die Bedeutung der westlichen Avantgarden auf das Werk eines K\u00fcnstlers thematisiert, der in der DDR als Nationalpreistr\u00e4ger hoch anerkannt war und doch auch rasch unter Formalismus-Verdacht geraten ist. Dabei ist der Themenkreis des komparatistisch orientierten Lingner-Projekts am CMB nicht auf dessen Arbeiten beschr\u00e4nkt: Sein Ziel ist es, \u00e4sthetische und politische Debatten der Moderne auf ihr zu aktualisierendes Potential hin zu pr\u00fcfen und sie mit den gegenw\u00e4rtigen philosophischen Diskussionen um Welthaltigkeit ebenso zu verbinden wie mit den sich in Europa derzeit abzeichnenden K\u00e4mpfen um die kulturelle Hegemonie. Es gilt, eine alte zeitlose und universelle Frage neu zu stellen: Wie wollen, wie k\u00f6nnen wir leben? Antworten auf diese Frage werden gerade auch in den Literaturen und K\u00fcnsten formuliert, die ihnen spezifische Haltungen zur Wirklichkeit entwickeln. Eine besondere Aufmerksamkeit gilt hierbei \u00e4sthetischen Positionen und Arbeiten, die den Menschen als einen durch Krieg und Diktatur, Flucht und Internierung herausgeforderten zum Gegenstand haben, die eine condition humain formulieren, f\u00fcr die Max Lingners Leben als ein paradigmatisches gelesen werden kann.\u00a0<em>Realismus !<\/em>\u00a0ist hier bewusst nicht nur als ein an das Werk Lingners gebundener Gegenstand, sondern als Parole aufgerufen. Diese verweist auf zwei weitere Begriffe die unsere Arbeit strukturieren: auf Engagement und Anerkennung.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\n<p class=\"bodytext\">Kontakt: Franck Hofmann (hofmann@cmb.hu-berlin.de)<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Link:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.max-lingner-stiftung.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Max Lingner-Stiftung<\/a><\/p>\n            <\/div>\n              \n    <\/div>\n<\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":true},"categories":[187,185],"class_list":["post-22879","dm_projekte","type-dm_projekte","status-publish","hentry","category-ehemalige-drittmittelprojekte","category-nationale-mittel"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/dm_projekte\/22879","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/dm_projekte"}],"about":[{"href":"https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/dm_projekte"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22879"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22879"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}