Forschungseminar

Gesa Lindemann: Strukturnotwendige Kritik. Theorie der modernen Gesellschaft

26. April | 18:00

Gesa Lindemann zeichnet im vorliegenden ersten Band ihrer Theorie der modernen Gesellschaft die historische Entstehung des menschlichen Körperindividuums und seine Institutionalisierung in den Menschenrechten nach, analysiert die Strukturmerkmale der horizontalen Differenzierung und rückt schließlich die allgemeine Legitimationstheorie des Ethos der Menschenrechte sowie die dadurch ermöglichte und strukturell notwendige Kritik in den Vordergrund. Für die Autorin sind drei Aspekte von besonderer Bedeutung. Erstens: Die moderne Gesellschaft zeichnet sich durch eine moralisch aufgeladene Grenzziehung zwischen Personen und anderen Wesen aus. Zweitens: Eine Analyse der modernen Vergesellschaftung muss die konstitutive Bedeutung von Gewalt für soziale Ordnungsbildung einbeziehen. Drittens: Moderne Vergesellschaftung zeichnet sich durch außerordentlich dynamische technische Entwicklungen aus, die maßgeblich durch die Wirtschaft vorangetrieben werden. Strukturnotwendige Kritik ist der erste Band einer auf drei Bände angelegten umfassenden und grundlegenden »Theorie der modernen Gesellschaft«.

https://www.velbrueck.de/Programm/Strukturnotwendige-Kritik.html

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© Centre Marc Bloch 2018 - Deutsch-Französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften, Berlin

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