Forschungskolloquium

Intra-europäische Mobilität und europäische Identifikation von Migrant*innen der zweiten Generation: theoretische Überlegungen und erste Ergebnisse

20. November 2017 10:00 Uhr - 12:00 Uhr

Foschungskolloquium mit Christine Barwick (CMB). Den Kommentar spricht Regina Römhild (Humboldt Universität Berlin).

»Intra-europäische Mobilität und europäische Identifikation von Migrant*innen der zweiten Generation: theoretische Überlegungen und erste Ergebnisse«
 
Grenzüberschreitende Migration und Mobilität stellen eine grundlegende Veränderung von Gesellschaften weltweit dar. In unserer transnationalen Welt ist der Nationalstaat nicht mehr die alleinige Institution für die Alltagsorganisation der Menschen. Sowohl die Forschung zur Transnationalität von MigrantInnen und deren Nachkommen sowie zu horizontaler Europäisierung hat sich mit Art und Ausmaß transnationalen Verhaltens verschiedener gesellschaftlicher Gruppen, dessen Einflussfaktoren und Konsequenzen beschäftigt. Allerdings adressiert keine dieser Forschungstraditionen neue Mobilitäten der europäischen zweiten Generation. Während sich die Migrationsforschung primär auf Verbindungen zwischen dem Wohnsitzland und dem Heimatland der Eltern fokussiert, nutzt die Europa-Forschung eine breitere Definition von Transnationalismus, forscht aber bisher kaum zu Mobilität von MigrantInnen und deren Nachkommen, obwohl diese eine wichtige Bevölkerungsgruppe europäischer Gesellschaften sind. In dem Vortrag zeige ich daher auf, wie wir die Forschung zu Transnationalismus und horizontaler Europäisierung verbinden können, um neue Mobilitäten, deren Motive und Konsequenzen, von Mitgliedern der zweiten Generation in Europa, zu erfassen. Basierend auf ersten Interviews mit Türkisch-Deutschen in Berlin stelle ich deren Mobilitätsverhalten dar, sowie das damit zusammenhängende Zusammenspiel verschiedener Identitäten.

Kontakt:

Fabien Jobard


Ort:
Georg-Simmel Saal
Friedrichstraße 191

10117
Berlin
Deutschland