Forschungskolloquium

Véronique Le Ru: La difficile cohabitation dans un milieu vivant

28. November | 10:00

Véronique Le Ru (Université de Reims Champagne-Ardenne, CIRLEP): Das schwere Zusammenleben in einer lebendigen Umwelt

Um die Ökologie als Philosoph*innen zu denken, gilt es, bevor man über das Zusammenleben in einer lebendigen Umwelt spricht, zu analysieren, was das Zusammenleben möglich macht. Unter welchen Bedingungen ist eine Umwelt teilbar? Es muss bewohnbar sein, ein Begriff, der zwei Bedeutungen hat: entweder ist es die Qualität dessen, was ausreichend Platz zum Bewohnen bietet; oder es ist die Qualität der günstigen Bedingungen, die man in einem Raum vorfindet. Nun muss man diese beiden Bedeutungen zusammenhalten, um eine gemeinsam nutzbare lebendige Umwelt zu denken. Die erste Bedeutung impliziert, dass jedes Individuum oder jede Gruppe von Individuen in einer lebenden Umwelt sich einen Platz schaffen kann, um dort bequem zu leben. Diese erste Bedeutung korreliert mit der zweiten: Jedes Individuum oder jede Gruppe von Individuen muss in der lebenden Umwelt genügend Ressourcen finden, um dort bequem leben zu können. Aber es muss eine Regulierung der oder besser gesagt der Populationen geben, sonst ist die Umwelt nicht mehr bewohnbar. Es ist diese Regulierung, die wir bei unseren Überlegungen, was eine Umwelt für Menschen und Tiere bewohnbar macht, weiter hinterfragen müssen.


Kommentar: Andrea Angelini (Univ. Paris 8).

Ort

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