Buchpräsentation

ONLINE – Jule Govrin, Luce deLire: "Begehren und Ökonomie"

19. Mai | 18:00

Kritisches Denken im Plural. Begriffliche Wege der Sozialforschung

Begehren und Ökonomie sind feinmaschig ineinander verwoben, darauf macht inmitten der Protestbewegungen von Mai '68 in Paris der Anti-Ödipus. Kapitalismus und Schizophrenievon Gilles Deleuze und Félix Guattari aufmerksam. Ausgehend von dieser begehrenstheoretischen Revolution rund um 1968 folgt Jule Govrins sozialphilosophische Studie den Spuren des Begehrens quer durch die Philosophiegeschichte, um schließlich einen Bogen zur politischen Ökonomie des Begehrens der Gegenwart zu schlagen. Begehren wird dabei als sozialmobilisierende Kraft begriffen, die gesellschaftliche und ökonomische Ordnungen aufrechterhält, und diese zugleich unterwandert. In ihrem gemeinsamen Gespräch unternehmen Luce deLire und Jule Govrin einen Streifzug durch die Philosophiegeschichte sowie gegenwärtige Gesellschaftsgefüge.

Luce deLire ist ein Schiff mit acht Segeln und sie liegt unten am Kai. Kennen die Tage sie als Zeitreisende und Sammlerin schlechter Witze, entpuppt sie sich nachts als Philosophin, Performerin, Medientheoretikerin. Sie wurde mitunter kuratierend, performend, planend, publizierend und zumeist philosophierend beobachtet. Sie arbeitet derzeit transmedial an und mit Verrat, Totalitarismus, Verführung und Spinozas Metaphysik der Unendlichkeit. Für alles weitere, siehe: www.getaphilosopher.com

Jule Govrin forscht an der Schnittstelle von Sozialphilosophie, feministischer politischer Philosophie und Ästhetik. Sie ist Autorin von Begehren und Ökonomie. Eine sozialphilosophische Studie (2020) und Sex, Gott und Kapital. Houellebecqs Unterwerfung zwischen neoreaktionärer Rhetorik und postsäkularen Politiken (2016). Nebenbei ist sie journalistisch tätig, u.a. bei ZEIT Online.

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