Forschungsseminar

Martin Wrede - Über Grenzen: Die Wege des Carl Friedrich Necker (1686-1762) zwischen Kürstrin und Genf

18. Oktober | 13:00

Mobilität, Migration und räumliche Neuordnung

Über Grenzen: Die Wege des Carl Friedrich Necker (1686-1762) zwischen Küstrin und Genf

Martin Wrede (CMB / Laboratoire de recherche historique Rhône-Alpes (LARHRA)

Lebenslauf, Migration, Reisewege des Carl Friedrich Necker (1686-1762), zwischen Küstrin und Genf (und darüber hinaus), zeigen, welches Maß an räumlicher und sozialer Mobilität auch im Ancien régime möglich war, wenn persönliche Neigungen und Fähigkeiten auf die entsprechenden Rahmenbedingungen trafen. Necker strebte aus Küstrin in die Welt und nutzte die Möglichkeiten, die sich ihm boten, mit Etappen in Hannover, London und Wien. Landesgrenzen waren das geringste Problem, auch die Sprachgrenze leicht zu übersteigen; die konfessionelle Hürde erschien nicht allzu hoch, der Lutheraner konnte stillschweigend zum Calvinisten werden. Und die Aufnahmegesellschaft wußte seine Qualitäten und Qualifikationen offenkundig zu schätzen. Ein Experte für deutsches Staatsrecht, mit Verbindungen in den deutschen wie den britischen Adel war in Genf gefragt. Es ist communis opinio, daß und wie sehr Brandenburg-Preußen von französischer, hugenottischer Einwanderung profitiert hat, für die Genf eine Drehscheibe gewesen war. Hier hatte ein Weg erfolgreich in die Gegenrichtung geführt.

Ort

Hybrid : Germaine-Tillion-Saal & Online