Bahar Sen | Doktorandin

Staat, Recht und politischer Konflikt
Centre Marc Bloch, Friedrichstraße 191, D-10117 Berlin
E-Mail: sen  ( at )  cmb.hu-berlin.de Tel: +49(0) 30 / 20 93 70700 or 70707
Website: http://http://

Position : Wissenschaftliche Mitarbeiterin | Fachbereich : Philosophie |

Biographie

Bahar Şen ist seit 2016 angegliederte Doktorandin (Philosophie) und seit 2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Centre Marc Bloch. Sie ist Mitglied des Forschungsschwerpunktes „Staat, Recht und politischer Konflikt“ und hier mitverantwortlich tätig in der Seminarleitung. Von 2016 bis 2017 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Bundestag und von 2012 bis 2015 Stipendiatin im DFG-Graduiertenkolleg „Topologie der Technik“ an der Technischen Universität Darmstadt. 2014 erfolgte ein DFG-finanzierter Forschungsaufenthalt am Central-European Institute of Philosophy der Karls-Universität in Prag, Tschechien mit Schwerpunkt Phänomenologie.

Sie studierte, nach einem Abschluss als Diplom-Wirtschaftsingenieurin, den binationalen und von der Deutsch-Französischen Hochschule geförderten Studiengang „Praxisorientierten Kulturphilosophie“ (Philosophie de la culture et de la praxis culturelle) der Universitäten Paris VIII und Stuttgart, welchen sie 2010 als Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung mit Auszeichnung abschloss.

Forschungsthema

  •     Zentralität als anthropologische Kategorie im Kontext globaler Urbanisierung
  •     Kulturphilosophie und Theorien der Moderne sowie urbanistische Theoretisierung der Moderne
  •     Der Staat und seine lebensweltliche Wirksamkeit

Titel der Dissertation

M Zentralität und Auflösung – Eine Philosophie der globalen Verstädterung im Ausgang von Henri Lefebvre, Georg Simmel und Helmuth Plessner

Institution der Dissertation

Stiftung Universität Hildesheim

Betreuer

Prof. Dr. Andreas Hetzel / PD Dr. Gregor Fitzi

M Zentralität und Auflösung – Eine Philosophie der globalen Verstädterung im Ausgang von Henri Lefebvre, Georg Simmel und Helmuth Plessner

Ausgehend vom Leitbegriff der Zentralität von Henri Lefebvre und den Überlegungen zur Moderne (insbesondere zur Philosophie des Geldes) von Georg Simmel widmet sich das Dissertationsprojekt dem „Phänomen der weltweiten Urbanisierung“ aus einer begrifflich-theoretischen Perspektive. Jenseits der Einzelerscheinungen von Verstädterung und in Überschreitung ökonomischer und technischer Zusammenhänge versucht es insbesondere die lebensweltlichen Konsequenzen dieses Prozesses zu beschreiben und Antwort auf die Fragen zu finden, was Urbanität eigentlich ist und warum sich die Weltgesellschaft überhaupt verstädtert. Der städtischen Ebene - von Lefebvre als "M" bezeichnet - wird dabei eine Vermittlungskompetenz zugewiesen, die das Prozessuale mit dem alltags- und lebensweltlichen Moment verbindet. Das Dissertationsprojekt liefert auch einen theoretischen Beitrag zur aktuellen Stadtforschung, der bis heute der philosophische Blick auf das oben genannte Phänomen fehlt. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass sich das Vorhaben aus der Philosophie kommend der Frage der Urbanität widmet und nicht aus der Urbanistik heraus philosophischer Ansätze bedient.


An-Institut

© Centre Marc Bloch 2018 - Deutsch-Französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften, Berlin

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