Dr Gilles Lepesant | Forscher

Mobilität, Migration und räumliche Neuordnung
Centre Marc Bloch, Friedrichstraße 191, D-10117 Berlin
E-Mail: lepesant  ( at )  cmb.hu-berlin.de Tel: +49(0) 30 / 20 93 70700 or 70707
Website: http://http://

Mutterinstitut : CNRS | Position : Forschungsdirektor | Fachbereich : Geographie |

Biographie

Dr Lepesant ist Forschungsdirektor am französischen CNRS (Nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung) im Bereich Geographie und Associate Researcher am Asian Energy Studies Center (Hong Kong Baptist University). Er lehrt am CIFE (Centre international de formation européenne - Master in Global Energy Transition and Governance - Nice/Berlin). Vor seine​r Tätigkeit am ​CNRS ​arbeitete​ Dr Lepesant 3 Jahre in Berlin (am WZB-Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung), 18 Monate in Prag als Doktorand (am CEFRES, Centre français de recherche en sciences sociales) und 2 Jahre in Warschau (am College of Europe, Natolin).

Projekte

Forschungsprojekte (Auswahl)​

•         2017-2019. Projektleiter für das Projekt : “Erneuerbare Energie: ​Ausgestaltung und Wandel ​der ​Wertschöpfungsketten auf lokale​r Ebene ​: ​Europäische Fallbeispiele​”. ​Projekt i​​m Auftrag ​der CDC (Caisse des dépôts et consignations). Leite​nde​ Institution : CERI (Centre de recherches internationales - Sciences-Po/CNRS).

•         2017-2018. Défi OASIC, AAP 2017, Projekt MINECO (« Prospective pour les usages, à long terme, des ressources non renouvelables et critiques pour les semi-conducteurs »). Leitende Institution : LIED (CNRS/Université Paris Diderot).

•         2014-2018. Projektleiter für das Projekt CITÉ (Cohésion et Identité sur le Territoire Européen/Kohesion und Identität in Europa), Forschungsprogramm Sociétés plurielles (Université Sorbonne-Paris-Cité). Forschungsfeld : Energiewende in europäischen Städten.

•         2015-2016. Projekt “The implementation of the EU renewable energy policy at the subnational level: How to navigate between conflicting interests ?” Forschungsprogramm "The political economy of clean energy transitions" initiert von dem United Nations University World Institute for Development Economics Research (UNU-WIDER) und dem National Renewable Energy Laboratory (NREL).

Räumliche Neuordnungen in der Europäischen Energiewende

In der Studie wird die ​räumliche Neuordnung des Energiesektors in Europa untersucht, insbesondere die Auswirkungen und Herausforderungen für Städte und Regionen ​durch den A​n​​stieg erneuerbarer Energien.

Weltweit ist die Raumordnung der Energieversorgung geopolitisch noch mit Öl und Gas verbunden, aber eine räumliche Umverteilung entsprechend der Versorgung mit kritischen Metallen und Rohstoffen für Elektromobilität, Solar-und Windanlagen gewinnt an Bedeutung. Auf europäischer Ebene tragen erneuerbare Energien, die Öffnung der Märkte, die Er​schließung regionaler Märkte (Nordpool) und die neuen Vernetzungen zwischen den Mitgliedstaaten dazu bei, dass das europäische System auf verschiedenen Ebenen betrachtet werden muss.

Auf nationaler Ebene tragen regulatorische Änderungen und erneuerbare Energien dazu bei, neue lokal organisierte Formen der Energieversorgung enstehen zu lassen, die die hergebrachten Netzwerkstrukturen sowie die Rolle der Staaten in Frage stellen.

Im Rahmen des Aufenthaltes im Marc Bloch Center konzentriert sich das Projekt insbesondere auf zwei Aspekte.

Zum einen fokussiert das Projekt auf die Bedingungen, unter denen sich ein neues industrielles Umfeld der Wind- und Photovoltaikbranche entwickeln kann. Ziel ist es, die Faktoren zu beleuchten, die auf verschiedenen Ebenen zum erfolgreichem Ausbau von „clusters” in diesen Bereichen führen können. Spezifische Gebiete in Frankreich, Deutschland (Hafenstädte und Solar Valley) sowie in Dänemark werden in diesem Zusammenhang untersucht.

Zum anderen tragen die europäischen und nationalen Rechtsvorschriften in Bezug auf erneuerbare Energien sowie lokale Initiativen zu einer Dezentralisierung der Energieerzeugung bei, die auch zu einer räumlicher Neuordnung in den Mitgliedstaaten führt. Das Projekt untersucht die Herausforderungen und die Bedingungen für neue lokale Energie Strategien anhand folgender spezifischer Aspekte : die Raumplanung bei Wind und Solar Energie, die mit sozialer Akzeptanz verbundenen Konflikte und die Energiewende in durch Nuklearenergie und Kohle geprägten Gebiete.

Die durchgeführte Forschung bezieht sich auf verschiedene theoretische Bezüge (Multi-Level-Governance, Europäisierung, Sozio-technische Regime, industrielle Geographie) und strebt einen Beitrag zur Literatur an, die sich mit dem Wechselspiel zwischen Raum und Energiesystem befasst.

Publikationen

Werke (Auswahl):

  • Gilles Lepesant (Dir.) (2018), Énergies nouvelles, territoires autonomes ?, Presses de l’INALCO, Paris. http://www.inalco.fr/publication/energies-nouvelles-territoires-autonomes.

Beiträge in Sammelbänden (Auswahl):

 

  • Gilles Lepesant (2017), « Implementing EU renewable energy policy at the subnational level - Navigating between conflicting interests », in Douglas Arent, Channing Arndt, Mackay Miller, Finn Tarp, and Owen Zinaman (eds), The Political Economy of Clean Energy Transitions, Oxford University Press.

Artikel (Auswahl):

  • Gilles Lepesant (2018), La transition énergétique face au défi des métaux critiques, Études de l’IFRI (Institut français de relations internationales), Paris, janvier.

 

  • Marianne Cohen, Gilles Lepesant, Farida Lamari, Clelia Bilodeau, Petra Benyei, Stéphane Angles, Julien Bouillon, Kevin Bourrand, Ramla Landoulsi, Delphine Jaboeuf, Maria Alonso-Roldán, Isidro Espadas-Tormo, Veronica Belandria, Philippe Silar, Moussa Dicko (2017), « Biomolecules from olive pruning waste in Sierra Mágina – Engaging the energy transition by multi-actor and multidisciplinary analyses », Journal of Environmental Management. Publication en ligne : 12 avril 2017. http://authors.elsevier.com/sd/article/S0301479717302827

 

 

  • Gilles Lepesant (2016), « Entre Russie et Union européenne, un "entre-deux" énergétique ». In: Regards sur l'Eurasie. L'année politique 2015, Les Études du CERI, (Sous la direction de Anne de Tinguy), n°219-220.

An-Institut

© Centre Marc Bloch 2018 - Deutsch-Französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften, Berlin

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