Naomi Truan | Assoziierte Doktorandin

Staat, Recht und politischer Konflikt
Centre Marc Bloch, Friedrichstraße 191, D-10117 Berlin
E-Mail: Naomi.Truan  ( at )  paris-sorbonne.fr Tel: +49(0) 30 / 20 93 70700 or 70707

Mutterinstitut : Sorbonne Université / Freie Universität Berlin | Position : Promotionsstudierende mit Lehrtätigkeit | Fachbereich : Germanistik , Sprachwissenschaft |

Biographie

Ich promoviere im Cotutelle-Verfahren in Sprachwissenschaft zwischen der Sorbonne Université und der Freien Universität Berlin und werde Anfang 2019 verteidigen. 

Ich bin urprünglich Germanistin, forsche aber seit dem Master im Bereich der kontrastiven Linguistik (Deutsch, Englisch, Französisch) über Personalpronomina, Quantifikatoren, (Person-)Referenz sowie Höflichkeit an der Schnittstelle zwischen Pragmatik und Semantik anhand eines von mir annotierten Korpus von Parlamentsdebatten. 

Ich habe mehrere Forschungsaufenthalte im Ausland absolviert. Von meiner Erfahrung an der University of Oxford (Großbritannien) 2015 und an der State University of New York (USA) 2018 war ich sehr geprägt.

Ich teile meine Eindrücke auf Französisch und English auf meinem Forschungsblog: „Ici et là. Contours et détours d'une recherche transnationale“. 

Forschungsthema

  • Pragmatik
  • Semantik
  • Referenz
  • Diskursanalyse
  • Korpuslinguistik
  • Kontrastive Linguistik

(cotutelle)
Titel der Dissertation

„Aber von wem sprechen Sie denn?“ Eine pragmatische Untersuchung personenbezogener Ausdrücke der dritten Person. Eine kontrastive korpusbasierte Analyse deutscher, französischer und britischer Parlamentsdebatten

Zusammenfassung der Dissertation

In dieser Arbeit präsentiere ich eine umfassende Analyse der Funktionsweisen von englischen, französischen und deutschen Ausdrücken der dritten Person zur Bezeichnung menschlicher Referenten, an die eine Äußerung gerichtet ist. Zu den Formen der dritten Person gehören alle sprachlichen Elemente, die in Bezug auf die grammatischen Kategorien Person und Numerus mit Verben in der dritten Person verwendet werden: Personalpronomen (er, sie, man im Deutschen, he, she, they, one im Englischen, il(s), elle(s), im Französischen), Interrogativ- oder Indefinitpronomen (wer, whoever, qui, quiconque), Quantifikatoren (alle, jeder, viele, manche, all, every, many, some, anyone, tous, chacun, beaucoup, certains), Relativsätze (diejenigen, die, ceux qui, those who), und Nominalsyntagmen, die ein Substantiv enthalten, das einen menschlichen Referenten bezeichnet (Volk, Leute, Menschen, Bürger, people, citizen, peuple, personnes, citoyen, etc.).

Anhand eines Korpus britischer, französischer und deutscher Parlamentsdebatten kombiniere ich ein sprachkontrastives Forschungsdesign mit einer qualitativen Diskursanalyse und einer quantitativen korpusbasierten Perspektive, um zu bestimmen, wie der Bezug auf die gemeinten Referenten erfolgt. Bisher hat sich die Forschung auf Formen der ersten und zweiten Person konzentriert und die dritte Person vernachlässigt, obwohl explizite, funktionale Bezüge auf den intendierten Referenten einer Äußerung in der dritten Person allgegenwärtig sind und im gesamten politischen Spektrum vorkommen.

Schlüsselwörter: Referenz; dritte Person Sg./Pl.; Quantifikatoren; Personalpronomina; Indefinitpronomina; Vagheit; gemeinter Referent; Adressat; Angesprochener; Gesprächsrolle; politischer Diskurs; Parlamentsdebatten; Pragmatik; Höflichkeit; Diskursanalyse, kontrastive Linguistik; Korpuslinguistik 

Institution der Dissertation

Sorbonne Université / Freie Universität Berlin

Betreuer

Prof. Dr. Elise Mignot / Prof. Dr. Anatol Stefanowitsch


An-Institut

© Centre Marc Bloch 2018 - Deutsch-Französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften, Berlin

© Centre Marc Bloch 2018 - Deutsch-Französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften, Berlin