Sara Minelli | Assoziierte Doktorandin

Kritisches Denken im Plural. Begriffliche Wege der Sozialforschung
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Mutterinstitut : EHESS | Position : Doktorandin | Fachbereich : Philosophie , Politikwissenschaft |

Biographie

Nach dem Studium der Philosophie und klassischen Philologie und einer Masterarbeit über die Geschichtsphilosophie von Ernst Bloch habe ich eine Dissertation an der EHESS (Paris) angefangen. Ich bin seit Januar 2017 am Centre Marc Bloch angegliedert. 

Lebenslauf als Datei
Titel der Dissertation

Der politische Mythos und seine historischen Erscheinungen, zwischen Heteronomie und Emanzipation

Zusammenfassung der Dissertation

Das Projekt zielt darauf ab, den Begriff des "politischen Mythos" zu hinterfragen.

Indem ich die Geschichte des Interesses an Mythos im Europa des 19. Jahrhunderts und die Entwicklung einer "Mythologie" als Wissenschaft erforsche, stelle ich die Hypothese auf, dass der "politische Mythos" keine anhistorische Realität ist, keine Form des "kollektiven Imaginäres", die für jede politische Gemeinschaft notwendig ist - wie es in der zeitgenössischen Politikwissenschaft oft vertreten wird. Im Gegenteil: der "politische Mythos" ist ein spezifisch modernes Phänomen, das erst am Anfang des 20. Jahrhundert als solches bezeichnet wird.

Daher setzte ich mich mit der Debatte der Zwischenkriegszeit über die Mythen des Faschismus, die konservative Ideologie und die Thesen von G. Sorel auseinander, um den Begriff "politischer Mythos" in seiner Entstehung zu rekonstruiren. Ausgehend von den Schriften von Denkern wie E. Bloch, G. Lukács, W. Benjamin aber auch T. Mann, K. Kerényi, T.-W. Adorno und M. Horkheimer oder E. Cassirer und H. Blumenberg, untersuche ich, wie Archaismus und Modernität, Massen und Individuum, Rationalität und Irrationale, Imaginäre und Handlung, Heteronomie und Autonomie sich in den Überlegungen über "politischen Mythos" gestalten.

Institution der Dissertation

EHESS

Betreuer

Pierre Bouretz

Der politische Mythos und seine historischen Erscheinungen, zwischen Heteronomie und Emanzipation

Das Projekt zielt darauf ab, den Begriff des "politischen Mythos" zu hinterfragen.

Indem ich die Geschichte des Interesses an Mythos im Europa des 19. Jahrhunderts und die Entwicklung einer "Mythologie" als Wissenschaft erforsche, stelle ich die Hypothese auf, dass der "politische Mythos" keine anhistorische Realität ist, keine Form des "kollektiven Imaginäres", die für jede politische Gemeinschaft notwendig ist - wie es in der zeitgenössischen Politikwissenschaft oft vertreten wird. Im Gegenteil: der "politische Mythos" ist ein spezifisch modernes Phänomen, das erst am Anfang des 20. Jahrhundert als solches bezeichnet wird.

Daher setzte ich mich mit der Debatte der Zwischenkriegszeit über die Mythen des Faschismus, die konservative Ideologie und die Thesen von G. Sorel auseinander, um den Begriff "politischer Mythos" in seiner Entstehung zu rekonstruiren. Ausgehend von den Schriften von Denkern wie E. Bloch, G. Lukács, W. Benjamin aber auch T. Mann, K. Kerényi, T.-W. Adorno und M. Horkheimer oder E. Cassirer und H. Blumenberg, untersuche ich, wie Archaismus und Modernität, Massen und Individuum, Rationalität und Irrationale, Imaginäre und Handlung, Heteronomie und Autonomie sich in den Überlegungen über "politischen Mythos" gestalten.


An-Institut

© Centre Marc Bloch 2018 - Deutsch-Französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften, Berlin

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