Dr. Sarah Kiani | Assoziierte Forscherin

Mobilität, Migration und räumliche Neuordnung
Centre Marc Bloch, Friedrichstraße 191, D-10117 Berlin
E-Mail: sarahkianister  ( at )  gmail.com Tel: 0049 152 09 57 15 42
Website: http://http://

Position : Chercheuse associée | Fachbereich : Geschichte |

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Stipendium

Advanced Postdoc.Mobility du FNRS.

Bourse postdoc du Centre Marc Bloch.

Forschungsthema

Histoire du genre, mouvements sociaux, homosexualités, anthropologie visuelle.

Projekte

Homosexualités et surveillance d’Etat en RDA : Ruptures et continuités d’Est en Ouest

« Homosexualités et surveillance d’Etat en RDA : Ruptures et continuités d’Est en Ouest »

Mein Projekt "Homosexualität und Staatsüberwachung in der DDR: Brüche und Kontinuitäten vom Osten nach dem Westen" ist eine Sozialgeschichte der Beziehungen zwischen Staat und Homosexualität in der DDR durch die Überwachungspraktiken der politischen Polizei (Staatssicherheit - Stasi). Ich bereite ein Buch zum Thema mit dem Titel "Surveilled Bodies. State surveillance of Homosexalities after depenalization" (1970-1990) vor, das 2020 bei Berghahn Books (New York) erscheinen wird. Diese Forschung soll vor allem drei Fragen beantworten: die nach den Besonderheiten der DDR bei der Regulierung der Homosexualität seit den 1970er Jahren, die nach dem Bestehen oder Nichtbestehen einer "homosexuellen Politik" der Sozialistischen Einheitspartei Deutschland (SED) und die nach einer homosexuellen "Befreiung" in der DDR in den 1970er Jahren.  Um diese Fragen zu beantworten vergleiche ich homosexuelle Überwachungspraktiken der Stasi in den 1970er und 1980er Jahren mit homosexuellen Überwachungspraktiken in der BRD , aber auch vor der Gründung der beiden deutschen Staaten, was es mir ermöglicht, mögliche Besonderheiten der Überwachung in der DDR zu identifizieren, aber auch die Frage einer "Befreiung" von Sexualitäten in den 1970er Jahren zu überdenken. Meine Arbeit postuliert eine Kontinuität zwischen den Überwachungspraktiken im Osten und Westen und zeigt dass Überwachungspraktiken der Homosexualität in der BRD (insbesondere mit den Rosa Listen) verbreitet sind und schon in der Weimaren Republik erkennbar waren. Abschließend zeige ich, dass die Jahre nach der Entkriminalisierung in der DDR Jahre der "Sichtbarkeit" der Homosexualitäten sind, und dass der Staat zwischen "guter" und "schlechter" Homosexualität unterscheidet.


An-Institut

© Centre Marc Bloch 2018 - Deutsch-Französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften, Berlin

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