„Geschichte sucht ihren Ort“ (Anaëlle Vanel)
Vernissage und Podiumsdiskussion mit Carlo Ginzburg, Yaëlle Biro, Jan Hüsgen, Mary-Ann Middelkoop und Anaëlle Vanel
29.04.2026
16:30 – 20:00
Centre Marc Bloch
Der Ausgangspunkt ist ein Nicht-Ort der Erinnerung, der Ort, an dem das Manuskript von Marc Blochs L’Étrange défaite vergraben wurde. Es handelt sich um einen Nicht-Ort, der sich naturgemäß der Sichtbarkeit sowie jeglicher Bestimmung entzieht und eine Spannung zwischen Wahrgenommenem und dessen Bedeutungskonstruktion herstellt. Anhand einer Reihe von Fotografien, deren Motive sich am Rande des Sichtbaren bewegen, die sich dominanten Erzählungen oder eindeutigen Interpretationen entziehen, geht es darum, Abstände zu bemessen: den Abstand zwischen Geschichte und ihrem Ort; zwischen dem, was uns erreicht, und dem, was gewesen ist; zwischen Möglichen und Wahrscheinlichen. In dieser Distanz entsteht das Bild.
Anaëlle Vanel ist Künstlerin. Nach ihrem Diplom an der École nationale supérieure des beaux-arts (ENSBA) Lyon im Jahr 2014 war sie 2018 Gaststudentin in der Klasse von Christopher Williams an der Kunstakademie Düsseldorf. Sie hat in in Frankreich und im Ausland ausgestellt (IAC, Villeurbanne/Rhône-Alpes; Galerie Michèle Didier, Paris; Villa Médicis, Rom; Centre de la Photographie, Genf; Kunsthalle der Sparkasse, Leipzig; Naturkundemuseum, Florenz) und ihre Werke sind in mehreren öffentlichen (Cnap; IAC, Villeurbanne/Rhône-Alpes; Frac Île-de-France) und privaten Sammlungen vertreten.
♦ Anmeldung ♦
Programm
16:30-17:30 : Führungen der Ausstellung mit der Künstlerin (16:30 Uhr auf Französisch, 17:00 Uhr auf Englisch)
17:45–18:00 : Begrüßungsworte (Deutsch-französischer Kulturrat, Ambassade de France en Allemagne, Centre Marc Bloch, Provenienzforschungsfonds)
18:00–19:30 : Spuren, Erinnerungen und Hinweise – von Marc Bloch bis zur Provenienzforschung.
Gespräch mit Carlo Ginzburg
Podiumsdiskussion « Spuren, Erinnerungen und Hinweise. Provenienzforschung, Fotografie und historiografische Methoden » mit Yaëlle Biro (Institut National d’Histoire de l’Art), Jan Hüsgen (Deutsches Zentrum Kulturgutverluste), Mary-Ann Middelkoop (Université de Cambridge) und Anaëlle Vanel.
19:30 Uhr: Einweihung der dauerhaften Installation von Anaëlle Vanel, Vernissage der Ausstellung „L’histoire cherche son lieu“, Rundgang durch die Ausstellung mit der Künstlerin und geselliges Beisammensein
Partner:
Fonds franco-allemand de recherche sur la provenance des objets d’Afrique subsaharienne / Deutsch-französischer Provenienzforschungfonds zu Kulturgütern aus Subsahara-Afrika
École normale supérieure de Lyon (ENS Lyon)
Haut conseil culturel franco-allemand/ Deutsch-französischer Kulturrat
Direction de la mémoire, de la culture et des archives (DMCA), ministère des Armées
Institut français d’Allemagne (IFA)
Fonds régional d’art contemporain d’Île-de-France (Frac Île-de-France)
Sciences du Patrimoine : Héritage, Innovation, enjeuX (SPHINX), Sorbonne Université






