Die Doktorand:innenausbildung am Centre Marc Bloch
Eine deutsch-französische und interdisziplinäre Ausbildung
Die Doktorand:innenausbildung ist Teil des deutsch-französisches, interdisziplinäres und internationales Forschungsumfelds des Centre Marc Bloch (CMB). Sie hat zum Ziel, die Promovierenden in ihrer wissenschaftlichen Arbeit zu begleiten und zugleich ihre Integration in die wissenschaftlichen Netzwerke sowie ihre Berufsqualifizierung zu fördern. Sie stützt sich auf verschiedene Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, die Promovierenden auszubilden, sie in ein internationales wissenschaftliches Umfeld einzuführen und sie während ihres gesamten Aufenthalts am Centre auf ihrem beruflichen Werdegang zu begleiten. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf Maßnahmen, die die Integration der Promovierenden fördern, vor allem durch eine Auftaktveranstaltung zu Semesterbeginn sowie das Doktorand:innenseminar.
Die Säulen der Promovierendenausbildung am Centre Marc Bloch
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Mentorat
Die Promovierenden haben während ihres Aufenthalts am Centre Marc Bloch Anspruch auf Betreuung durch eine:n Mentor:in. Das Mentorat bildet ein zentrales Element der Doktorand:innenausbildung am CMB – als Maßnahme der Integration, der wissenschaftlichen Begleitung und der Vorbereitung auf die Zeit nach der Promotion. Jede:r Promovierende kann das Mentorat einer:s Forschenden des CMB in Anspruch nehmen. Das Mentorat besteht als Ergänzung zur universitären Betreuung der Dissertation und ersetzt diese nicht. Es dient der Einbindung in die Forschung am CMB, unterstützt den Austausch zwischen unterschiedlichen Wissenschaftskulturen und die berufliche Eingliederung. Die Wahl des:r Mentors:in liegt bei dem:der Promovierenden und erfolgt in Absprache mit der:dem jeweiligen Forschenden. Für Stipendiat:innen mit einer Aufenthaltsdauer von weniger als sechs Monaten übernimmt ein Mitglied der Leitung das Mentorat.
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Einstieg in die Forschung
Die Promovierenden haben Zugang zu einer Vielzahl an Seminaren, die Gelegenheit zu Forschungspraxis und zum Austausch über Forschung und Forschungstransfer bieten. Neben dem zweimal im Monat stattfindenden Institutskolloquium organisieren die Forschungsschwerpunkte, denen die Promovierenden angehören, ihre jeweiligen Seminare. Darüber hinaus finden schwerpunktübergreifende und gemeinsame CMB-Veranstaltungen statt. Am Ende des Aufenthalts kann das CMB eine Bescheinigung über die Doktorand:innenausbildung ausstellen, in der alle Ausbildungsaktivitäten zusammengefasst sind, an denen der:die Promovierende teilgenommen hat. Das Centre unterstützt die Promovierenden zudem bei praktischen Aspekten (Open-Access-Publikation, digitale Tools, Informationsaustausch), unter anderem durch die Bereitstellung von Ressourcen.
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Doktorand:innenseminar
Das Doktorand:innenseminar, organisiert von Promovierenden für Promovierende, findet in Form von halbtätigen Themenworkshops statt, die konkreten Anforderungen auf dem Weg zur Promotion gewidmet sind – wie etwa Publikation, Finanzierung oder Karriereperspektiven – und dabei an die bestehenden Begleitmaßnahmen anknüpfen. Es steht auch Promovierenden von außerhalb des CMB offen und fördert den Austausch mit Promovierenden und Wissenschaftler:innen der Berliner Universitäten und trägt so zu einer besseren Integration in die lokale Wissenschaftslandschaft bei. Das Seminar ist zudem ein Ort des Informationsaustauschs (über Ausschreibungen, Finanzierungs- und Vernetzungsmöglichkeiten), und Erfahrungsweitergabe (Publikation, Postdoc, internationale Karrierewege) und für die Rückmeldung von Bedarfen im Bereich der Berufsqualifizierung. Es fügt sich schließlich in eine breitere Integrationsdynamik ein, in Verbindung mit der Organisation einer halbtägigen Auftaktveranstaltung für die Promovierenden zu Beginn jedes Semesters.
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Lehrmöglichkeiten und „Marc Bloch Seminare“
Das Centre Marc Bloch ermutigt seine Promovierenden, Lehrkompetenzen zu entwickeln, die für den weiteren Berufsweg in der Wissenschaft wichtig sind. Sie können insbesondere „Marc Bloch Seminare“ an den Partneruniversitäten des CMB vorschlagen und durchführen, oft im Tandem und mit interdisziplinären sowie internationalen Perspektiven. Diese Erfahrungen ermöglichen es, Lehrerfahrung zu erwerben, sich in der lokalen Universitätslandschaft zu vernetzen und die eigene Forschung sichtbar zu machen. Das Centre begleitet diese Initiativen sowohl organisatorisch als auch wissenschaftlich und fördert ihre Anerkennung im akademischen Lebenslauf.
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Wissenschaftliche Initiativen und „Marc Bloch Foren“
Die Promovierenden werden ermutigt, wissenschaftliche Veranstaltungen zu organisieren, u.a. im Rahmen des Programms „Marc Bloch Forum“. Sie werden ferner eingeladen, sich an der Koordination des Seminars ihres Forschungsschwerpunkts sowie des Institutskolloquiums zu beteiligen und aktiv am Leben des Centre mitzuwirken, indem sie den verschiedenen Gremien beitreten (Institutsrat, AG Klimaschutz u.a.).
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Finanzierung
Das Centre Marc Bloch vergibt dreijährige Promotionsstellen. Es bietet zudem jedes Jahr drei- bis sechsmonatige Abschlussstipendien zur Fertigstellung der Dissertation an. Es bemüht sich um die Einwerbung drittmittelfinanzierter Promotionsstellen und unterstützt darüber hinaus die Einreichung von Drittmittelprojekten bei externen Förderern. Promovierende am Ende ihrer Promotion können eine Beratung zur weiteren Karriereplanung in Anspruch nehmen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Vorbereitung auf die Zeit nach der Promotion und der Vielfalt möglicher Berufswege.
