Dr. Ayse Yuva
VITA
Im Studienjahr 2025/2026 bin ich Gastprofessorin an der Europa Universität Viadrina und am CMB und habe den Lehrstuhl „Pensées françaises contemporaines“ inne. Seit September 2020 bin ich „maîtresse de conférences“ (Dozentin oder W1-W2 Professorin) für Philosophie an der Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne. Während der Arbeit an meiner Dissertation, die ich 2010 verteidigte und für die ich den Dissertationspreis des Ciera erhielt, war ich Stipendiatin und Lehrassistentin, später ATER an der Universität Paris 1. Danach war ich als Postdoktorandin in Frankreich und Deutschland tätig. So war ich zwischen 2011 und 2013 am ANR/DFG-Projekt „Aisthesis. Geschichte eines deutsch-französischen Transfers“ unter der Leitung von E. Décultot beteiligt. Ich war unter anderem Stipendiatin des Clemens-Heller-Stipendiums 2013–2014, eines Forschungsstipendiums der Universität Halle sowie der Universität Bordeaux Montaigne und arbeitete von 2014 bis 2016 als ATER an der Université de Lorraine (Nancy, Lothringen). Außerdem war ich 2017 für einen Forschungsaufenthalt am CEFRES in Prag. Als Agrégée de philosophie verfüge ich über Erfahrung im Philosophieunterricht. Schließlich habe ich einen Abschluss von Sciences Po Paris.
Mutterinstitut:
Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne
Forschung
Forschungsthemen
Deusche, französische und türkische Philosophie des 18. und 19. Jahrhunderts insbesondere in diesen Bereichen:
Politische Philosophie
Geschichtsphilosophie
Bildungsphilosophie
Philosophiegeschichte und Geschichte des Materialismus
Forschungsprojekt
In meinem aktuellen Forschungsprojekt möchte ich untersuchen, inwiefern Europa seit dem 19. Jahrhundert zunehmend mit der Aufklärung identifiziert wurde, und ich frage mich, welchen Platz der „Materialismus” in dieser Abgrenzung nimmt.
Umgekehrt frage ich mich, inwieweit der Materialismus in seinen vielfältigen Bedeutungen (ontologisch, politisch, religiös…) als europäisch und im weiteren Sinne als „westlich” definiert wurde. Ich versuche daher, die Anwendung kultureller Grenzen auf die Philosophie zu analysieren und theoretische Geografien zu untersuchen, die als selbstverständlich gelten. Zu diesem Zweck möchte ich Europa nicht nur von seinem „Zentrum” aus betrachten, sondern auch von seinen Grenzen her, und deshalb nehme ich neben meinem Korpus, das hauptsächlich aus französischen, deutschen und englischen Autoren besteht, auch türkische Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts mit auf.
Titel der Dissertation:
L'efficace de la philosophie en temps de révolution: principes de gouvernement, enseignement et opinion publique en France et en Allemagne (1794-1815)
Institution der Dissertation:
Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne
Betreuer*in
Prof. Dr. Bertrand Binoche
Publikationen
2025-2026: Gastprofessorin an der Europa Universität Viadrina und Fellow am Centre Marc Bloch. Lehrstuhl „Pensées françaises contemporaines“.
2021-2023: Stellverstretende Direktorin der philosophischen Fakultät der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne
2020-2022: Associate Fellow bei dem ICI (Institute for Cultural Inquiry), Berlin
Seit dem 1.09.2020: „maîtresse de conférences“ (Dozentin oder W1-W2 Prof.) an der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne.
Verantwortlich für den deutsch-französischen Masterstudiengang „Philosophie und Kulturwissenschaften“.
Verantwortlich für den externalisierten Bachelor-Studiengang Philosophie an der Universität Galatasaray (Istanbul)
2016-2020: Postdoktorandin am Cefres (Prag), IZEA (Halle), Université Bordeaux Montaigne und Philosophielehrerin im Gymnasium (2017-2018)
2014-2016: Wissenscahftliche Mitarbeiterin (ATER) an der Université de Lorraine
2013-2014: Stipendiatin an der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg
2011-2013: Postdoktorandin im ANR-DFG Projekt „Aisthesis“ (Centre Marc Bloch)
2005-2010: Dissertation unter der Betreeung von Prof. Dr. B. Binoche und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne
2005: Master 2 in Philosophie
2004: Agrégation im Fachbereich Philosophie
2000-2002: Diplom von Sciences-Po Paris und Master 1 in Philosophie
1997-2000: „classe préparatoire“ Literatur und Sozialwissenschaften (Lakanal, Sceaux)