Deutsch-französischer Museumsworkshop
17.06.2014 – 20.06.2014
22:00
Vom 18 bis zum 21 Juni 2014 organisieren das deutsche Forum für Kunstgeschichte in Paris, das CIERA und das Centre Marc Bloch ein „Spurenworkshop“ im Rahmen des Themas „Geistes- und Sozialwissenschaften im Museum“. Die Spur ist ein Zeichen vergangener Gegenwart. Der Blick, der sich auf sie richtet, konstituiert sie als Zugang zu bereits Entschwundenem. In ihrer gegenwärtigen Materialität ist die Spur jedoch selbst bereits im Verschwinden begriffen. Dies disponiert sie zum Objekt der Bewahrung. Seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zeigt sich das Bedürfnis oder der Wunsch nach der Erhaltung von Spuren in unserer Auseinandersetzung mit der Vergangenheit auf unterschiedlichen Ebenen. Museen sind als Sammlungsorte zur Aufbewahrung zusammenhängender Spuren immer variablerer Art und Umfangs berufen. Muss jedoch alles aufgehoben werden? Zeugt die Spur, wenn sie ins Museum gelangt, noch immer von jener Vergangenheit, die sie bezeugen soll? Gibt es nicht auch Spuren, die sich der Musealisierung entziehen? Um diese Fragen zu vertiefen – die zugleich grundlegende Themen der Museologie darstellen –, bieten das CIERA, das Centre Marc Bloch und das Deutsche Forum für Kunstgeschichte ein deutsch-französisches Forschungsseminar an, das sich an Nachwuchswissenschaftler/innen der Geschichte, Kunstgeschichte, Philologie, Anthropologie, Geographie, Soziologie, Philosophie und anderer Disziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften richtet. Die Teilnehmer/innen des viertägigen Workshops werden sich mit den Fragekomplexen der Spuren, ihrer Erfassung, ihrer Aufbewahrung und ihrer Inszenierung innerhalb einer Sammlung auseinandersetzen. Der Workshop verbindet verschiedene Arbeitsformate von Einzel- und Gruppenarbeit, Ausstellungsbesuchen, Plenardiskussionen und den Austausch mit externen Referent/innen (Künstler/innen, Wissenschaftler/innen, Museumsmitarbeiter/innen). Zugleich werden die Nachwuchswissenschaftler/innen an die Methoden und Techniken der Ausstellungskonzeption herangeführt. Organisation und Durchführung des Workshops werden von dem Deutschen Forum für Kunstgeschichte (Paris), dem CIERA (Paris) und dem Centre Marc Bloch (Berlin) übernommen. – Praktische Hinweise : Den Teilnehmer/innen werden Texte zur vorbereitenden Lektüre zur Verfügung gestellt. Die Arbeitssprachen sind Deutsch und Französisch. Die aktive Beherrschung mindestens einer der beiden Sprachen und das Verständnis der anderen werden vorausgesetzt. So findet das Workshop vom 18 bis zum 21. Juni 2014 im CIERA, Maison de la recherche, 28 rue Serpente, 75006 Paris. Die Bewerber/innen werden gebeten, ihre Unterlagen bis zum 30. März 2014 per Mail (als PDF) an Anne Seitz (seitz@ciera.fr) zu schicken. Das Bewerbungsdossier enthält einen wissenschaftlichen Lebenslauf (eine Seite), eine Zusammenfassung des laufenden Promotionsvorhabens (maximal zwei Seiten) und ein Motivationsschreiben (eine Seite).Die Bewerber/innen müssen für das Universitätsjahr 2013/14 im CIERA eingeschrieben sein. Die Einschreibung ist kostenlos und erfolgt über die Internetseite: http://www.ciera.fr. Für die Teilnahme an dem Workshop wird eine Gebühr von 50 € erhoben (Beteiligungspauschale für Verpflegung und Organisation). Die Fahrtkosten werden bis 80 € für Inlandsreisen und bis 100 € für Auslandsreisen erstattet. – Kontakt : Anne SeitzCIERA, Maison de la recherche28 rue Serpente, 75006 Parisseitz@ciera.fr+33 1 53 10 57 31 Das Programm dieses Workshops finden Sie nebenan.