Marina Martinez Mateo: Politik der Repräsentation
30.05.2018
18:00
Das Centre Marc Bloch lädt ein zur Buchpräsentation „Politik der Repräsentation“ von Marina Martinez Mateo (Goethe-Universität Frankfurt). Kommentieren wird Catherine Colliot-Thélène, Professorin für Philosophie an der Universität Rennes 1 und ehemalige Direktorin des Centre Marc Bloch. Diskutiert werden in der Publikation klassische Theorien politischer Repräsentation von Hobbes bis Mill anhand folgender These: Repräsentation stellt eine fundamentale, aber paradoxe Figur der Begründung staatlicher Souveränität dar. Das ‚Volk‘, das repräsentiert wird, muss zunächst formiert und zugleich als vorgängig vorausgesetzt und abgebildet werden. In dieser Paradoxie liegt allerdings auch die politische Produktivität der Repräsentation. Durch ihre krisenhafte Struktur wird Repräsentation zu einem Instrument der Kritik: sowohl am Staat, den sie begründet, als auch am Volk, das sie repräsentiert. So mündet die Untersuchung in der Verteidigung einer Politik der Repräsentation gegen institutionalisierte Formen politischer Repräsentation. (Quelle: Springer VS Verlag für Sozialwissenschaften) Referentin: Marina Martinez Mateo (Frankfurt) Die Autorin hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Politische Philosophie und Rechtsphilosophie der Goethe-Universität Frankfurt. Forschungsschwerpunkte: Demokratietheorie der Ästhetik, der feministischen Philosophie und der Biopolitik. Kommentar: Catherine Colliot-Thélène (Universität Rennes 1)