VITA

Persönliches

Geburtsdatum

13. Oktober 1982

Familienstand

Ledig, 1 Kind (2022)

Staatsangehörigkeiten

Französisch und Deutsch

Sprachen

Französisch (Muttersprache)

Deutsch (verhandlungssicher)

Englisch (gute Kenntnisse)

Akademische Ausbildung

12/2021

Habilitation an der Philosophischen Fakultät der TU Dresden
Verleihung der Lehrbefugnis für das Fach Soziologie

09/2020: Einreichung der Habilitationsschrift Zwischen Wandel und Permanenz. Symbolische Tiefenstrukturen in Erzählungen männlicher Ärzte.

10/2021: Wissenschaftlicher Vortrag und Kolloquium Die Identitätskonstruktionen von Müttern. Ein deutsch-französischer Vergleich.

11/2021: Probevorlesung Die ‘Éducation’ in Émile Durkheims Soziologie.

09/2007-07/2011

Deutsch-französische Promotion für Soziologie (summa cum laude)

Universität Potsdam/Conservatoire National des Arts et Métiers (Paris)

05/2011: Einreichung der Dissertationsschrift Au croisement entre action publique et identité familiale. L’exemple des mères seules célibataires allemandes et françaises (1919-1998).

09/2005-12/2006

Forschungsmaster „ActionsetEspacesPublicsenEurope“

Institut d’Études Politiques de Rennes/Université Rennes 1

01/2006-08/2006: Forschungsaufenthalt im Sonderforschungsbereich 580 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

09/2001-07/2005

Diplom desInstitut dÉtudes Politiques de Rennes“

Fachrichtung: Politik und Gesellschaft

09/2003-07/2004: Studienaufenthalt an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Soziologie, Philosophie, Romanistik)

09/2000-06/2001

Hypokhâgne (philologischeclasse préparatoire)

Vorbereitung zum Aufnahmetest derInstituts d’Études Politiques

07/2000

Baccalauréat für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Beruflicher Werdegang

Seit 05/2022

Privatdozentin an der TU Dresden

Institut für Soziologie

04/2021-09/2025

Vertretungsprofessorin an der TU Dresden

Professur für Mikrosoziologie

Verantwortung von 12 Modulen in Bachelor-, Diplom- und Master-studiengängen

02/2025-09/2025: Mentorin und Hospitierende für zwei Dozierende im Modul „Track Lehrinnovation“ vom Sächsischen Hochschuldidaktik-Zertifikat

10/2023-10/2024: Stellvertreterin der Geschäftsführung des Instituts für Soziologie der TU Dresden

05/2020-03/2021

Honorarkraft an der TU Dresden

Professur für Mikrosoziologie

10/2015-02/2020

Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Dresden

Professur für Mikrosoziologie

10/2009-02/2015

Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Potsdam

02/2012-02/2015: Professur für Theorie der Schule und des Lehrplans

10/2009-02/2012: Professur für Soziologie der Geschlechter-

verhältnisse

10/2008-02/2009

Lehrauftrag an der Universität Erfurt

Institut für Staatswissenschaften

04/2007-07/2007

Vertretung als Gymnasiallehrerin für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (10., 11. und 12. Klasse)

Hauptgymnasium Chevrollier, Angers (Frankreich)

04/2006-07/2006

Lehrauftrag an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Institut für Politikwissenschaft

Kollektive Forschungsprojekte

Seit 01/2021

Leitung, in Zusammenarbeit mit Dr. Alexandra-Kathrin Stanislaw-Kemenah und Christin Engel M.Sc., des Projekts Um die Geschlechter werben. Inszenierung, Hierarchisierung und Sexualisierung von Körpern in der Werbung.

TU Dresden/Gleichstellungsbüro der Landeshauptstadt Dresden

https://geschlechterwerbung.de

03/2012-07/2019

Leitung, in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Elisabeth Flitner (bis 2014) und Prof. Dr. Françoise Lantheaume, des Projektes Im Lehrerberuf standhalten.

Universität Potsdam/Université Lumière Lyon 2

04/2008-09/2011

Mitglied des ANR-DFG-Projektes Die Metamorphosen der Gleichheit: Die soziologische Konstruktion des Geschlechts in Frankreich und Deutschland.

Universität Potsdam/Conservatoire National des Arts et Métiers (Paris)

Wissenschaftliche Mitgliedschaften

Seit 07/2025

Mitglied des GenderGroupConcepts der TU Dresden

Ab 10/2025: Koordinatorin der Ringvorlesung Gender Lectures (mit Prof. Dr. Antonia Kupfer)

Seit 11/2024

Gründungsmitglied und Koordinatorin der Arbeitsgruppe Work, Care & Gender der Sektion „Frauen- und Geschlechterforschung“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

Seit 11/2024

Mitglied der Sektion „Methoden der qualitativen Sozialforschung“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

Seit 03/2023

Mitglied im DFG-Netzwerk „Textuelle Performanz in der qualitativen Forschung“

Seit 09/2012

Mitglied der Sektion „Frauen- und Geschlechterforschung“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

Seit 01/2012

Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

Sektionsmitgliedschaft: Frauen- und Geschlechterforschung

10/2007-09/2017

Mitglied des Centre Marc Bloch, Deutsch-französisches Forschungs-zentrum für Sozialwissenschaften, Berlin

Organisation von wissenschaftlichen Veranstaltungen

24.09.2025

Männlichkeit(en) in Transition(en)? Perspektiven auf männliche Care und Care-Work angesichts der Pluralisierung von Lebensformen, der Transnationalisierung von Sorgearbeit sowie des Wandels von Geschlechter- und Generationenarrangements.

Expert:innengespräch auf der Tagung der DGS

Organisation zusammen mit Louis Lang, M.A.

Vortragende: Prof. Dr. Diana Lengersdorf, Prof. Dr. Sylka Scholz, Dr. Mareike Bünning, Dr. Anna Buschmeyer.

21./22.03.2025

Das Erzählte, das Bildliche, das Filmische. Mit Roland Barthes soziologisch arbeiten.

Frühjahrstagung der DGS-Sektion für Kultursoziologie

Organisation zusammen mit Dr. Stephan Hein, Dipl. Soz. Pauline Dunkel und Dipl. Soz. Mirjam Gräbner

TU Dresden

30./31.05.2024

Produzieren und Publizieren

Treffen des DFG-Netzwerks „Textuelle Performanz in der qualitativen Forschung“

Organisation zusammen mit Prof. Oliver Berli, Dr. Laura Behrmann und Patrick Dahl, MSc.

TU Dresden

11./13.07.2023

Happy families? Inszenierungen von Familienbeziehungen in französischen und deutschen Filmen

Deutsch-französischer Workshop

TU Dresden

10/2017-02/2020

Dresdner Soziologischer Interpretationskreis

Initiierung und Organisation zusammen mit Dr. Tinon Schlinzig und Dr. Romy Simon

TU Dresden

04/2018-07/2018

Inszenierung der Geschlechter in der Werbung

Konzeptualisierung, Gestaltung und Organisation einer Ausstellung für die „Lange Nacht der Wissenschaften“ in Mitarbeit mit Student:innen aus dem Bachelor für Soziologie

TU Dresden

04/2017-10/2020

Geschlecht und Empowerment an der Universität, Kritischer Umgang mit Männlichkeit(en) an der Universität

Ansprechpartnerin für die Finanzierung und die Organisation von Workshops für Student:innen

TU Dresden

Stipendien und Gastdozentur

09/2018

Gastdozentin in Institut d’Études Politiques de Rennes (Rennes, Frankreich)

10/2007-09/2009

Promotionsstipendium des französischen Außenministeriums für einen Forschungsaufenthalt im Centre Marc Bloch (Berlin)

01/2006-09/2006

Forschungsstipendium der École Nationale de la Santé Publique (Rennes, Frankreich)

01/2006-08/2006

DAAD-Forschungsstipendium für einen Aufenthalt im Sonderforschungsbereich 580 an der Friedrich-Schiller-Universität (Jena)

Gutachter:intätigkeiten

2025

Textpraxis. Digitales Journal für Philologie

2022

The European Journal of Social Science Research

2019

Promotionspreis des Institut du Genre (Paris, Frankreich)

Mutterinstitut:

Technische Universität Dresden

Forschung

Forschungsthemen

Soziologie der Geschlechterverhätnisse
Soziologie der Mutterschaft
Familienpolitik in Deutschland und Frankreich
Soziologie der Männlichkeit
Vergleichende Soziologie
Strukturale Analyse von Interviews

Forschungsprojekt

Zur Hochschulkarriere berufen? Ver- und Entgeschlechtlichung von Idealfiguren, Entmaskulinisierung von erwarteten Kompetenzen und Hierarchisierung von Lebensaufgaben in Frankreich und Deutschland.

Ausgehend von der Feststellung einer „Dominanz der Gleichberechtigungsnorm und Persistenz der Segregation“ (Wetterer 2007: 192) in Universitäten soll sich das Beharrungs- und Wandlungsvermögen auf der Ebene der symbolischen Tiefenstrukturen in Erzählungen von promovierten Hochschulangehörigen untersucht werden. Schon vor Jahrzehnten wurden die Zugehörigkeit zu einer Klasse (Bourdieu/Passeron 1964) und zu einem Geschlecht (Bourdieu 1984) als Merkmale genannt, die im akademischen Feld trotz dessen Orientierung an den Idealen der Chancengleichheit und der Meritokratie im Verborgenen auf Eintritt und Aufstieg in der Karriere wirken.Nach wie vor sind die Beschäftigungs- und Geschlechterverhältnisse relevante Hintergründe zur Analyse der Integration bzw. des Verbleibs von Akteur:innen als Arbeitnehmer:innen an Universitäten nach Erlangen eines Doktortitels. Denn der Glaube an die eigene Begabung, der eng mit Geschlechts- und Klassenhabitus zusammenhängt, und der Glaube an die genuin männlich codierten Regeln prägen die Spiele des Wettbewerbs (Bourdieu 1990), in welchen sich Wissenschaftler:innen miteinander messen. Sie fördern die Hierarchisierungen zwischen „große[n] und kleine[n] wissenschaftliche[n] Persönlichkeiten“ (Engler 2001: 139) und tragen stillschweigend zur (Selbst-)Selektion der Feldangehörigen bei.

Vor diesem Hintergrund stützt sich das Vorhaben auf eine umfassende Bestandsaufnahme der Forschung zu Veränderungen im Geschlechterverhältnis und zur Prekarisierung der Beschäftigungsverhältnisse an deutschen und französischen Universitäten. Trotz des bei Hochschulangehörigen tief verankerten Glaubens an universalistischen Gleichbehandlung und der Meritokratie sind Universitäten nach wie vor mit Blick auf Rekrutierungsprozesse, Kriterien zur Erlangung von Positionen sowie Verteilung von Ressourcen durch und durch vergeschlechtlichte Organisationen (Acker 1990). So ergibt sich, dass trotz des Strebens nach Gleichberechtigung in Wissenschaft und Hochschule auf der Ebene von Diskursen weiterhin ein kontinuierlicher Verlust von Frauen beim Übergang von einer Statusgruppe in die nächsthöhere festgestellt wird (leaky pipeline). 2021 waren in Frankreich 45% der maîtres de conférences aller Fächergruppen und 29% der professeur.e.s des universités Frauen (MESR 2023: 42), in der Bundesrepublik waren es 2023 46% der wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen und 29% der Professor:innen (Destatis 2023). Das heißt, dass trotz weitreichender Unterschiede in der Familienpolitik in Frankreich und Deutschland (Garcia 2013), welche die alltäglichen Vereinbarung von Work und Care für Eltern junger Kinder bekanntlich stark beeinflussen, die Geschlechteranteile und damit auch der Verlust an Frauen beim Erhalt einer Professur äußerst ähnlich sind. Die Dominanz des Männlichen an Universitäten ist jedoch keineswegs nur eine Frage der Quantität. Es ist ein grundlegendes Ordnungsprinzip innerhalb eines Feldes, welches sich als „world without women“ (Noble 1992) herausgebildet hat, das sich heute noch u. a. in der alltäglich ausgeübten Praxis, in den Erwartungen an ‚gute‘ Wissenschaftler:innen oder der Idealvorstellung der Wissenschaft als Lebensform niederschlägt (u. a. Beaufaÿs/Krais 2007, Beaufaÿs 2015).

In Deutschland wie in Frankreich sind die Jahre nach dem Abschluss der Promotion in hohem Maße von Unsicherheit geprägt. Es herrscht für die meisten Postdocs Unklarheit darüber, ob sie Zugang zu einer angemessenen beruflichen Position erhalten werden. Der „Mehrdimensionalität akademischer Prekarität“ (Dörre/Rackwitz 2018: 190) ist in beiden Ländern zwar gemeinsam, dass das Rennen um Stipendien bzw. Fellowships, um befristete Verträge sowie um entfristete Positionen und Professuren ein hohes Maß an Flexibilität und eine tiefe Hingabe an die Wissenschaft erfordert, sowie mit regelmäßigen Ressourcenschwankungen und häufigen Ortswechseln einhergeht. Für diejenigen, die nicht über eigene finanzielle Reserven verfügen oder mindestens übergangsweise auf die Versorgung durch Familienangehörige oder Lebenspartner:innen zählen können, sind die Risiken einer solchen möglicherweise mehrjährigen Prekarität besonders groß, sodass die „Prekarisierung der Beschäftigungsverhältnisse […] als ein stiller Modus gesehen [wird], Personen auszufiltern“ (Metz-Göckel et al. 2014: 161).

Jedoch bestehen große Unterschiede zwischen beiden Ländern, was Dauer und Umfang der Prekarisierung des Wissenschaftspersonals betrifft. In Deutschland ist die befristete Beschäftigung häufig bis in das fünfte Lebensjahrzehnt „mittlerweile zum konstitutiven Beschäftigungsmerkmal geworden“ (Heusgen et al. 2010: 179). Die gesetzlich verankerte Begrenzung der befristeten Arbeitsverträge bedeutet ein striktes Zeitregime für die Karrierestufen und bringt riskante Übergangssituationen bis nach der Habilitation mit sich, dies sogar bis nach Erhalt einer Professur, wenn es sich um eine ‚Berufung auf Zeit‘ oder ‚auf Probe‘ handelt. Die wenigen für promovierte Mitarbeiter:innen zugänglichen unbefristeten Stellen sind sehr lehrintensiv und können den Zutritt zu forschungsorientierten ‚premier league jobs‘ erschweren. Frankreich wird oft als Gegenbeispiel genannt (u. a. Heusgen et al. 2010: 181), da innerhalb des wissenschaftlichen Universitätspersonals ein sehr hoher Anteil an verbeamteten maîtres de conférence und professeur.e.s besteht. Jedoch entsteht durch die feste Besetzung dieser Stellen ein starker Engpass in der Postdoc-Phase. Bis zur potenziellen Erlangung des Status maître de conférence, was im Durchschnitt im Alter von 34,5 Jahren geschieht (MENJ-MESR-DGRH 2020), finanzieren sich die Postdocs mit Stipendien, Fellowships im Ausland oder hoch prekären Stellen als chargé.e.s d’enseignement vacataires, attaché.e.s temporaires d’éducation et de recherches (ATER) oder lecteur.e.s. Dies führt dazu, dass das Ausscheiden aus der Wissenschaft in Frankreich vermehrt in der Anfangsphase der Hochschulkarriere erfolgt. Mit Blick auf die oben schon angesprochenen äußerst ähnlichen Geschlechteranteile in den verschiedenen Statusgruppen in Deutschland und Frankreich bedeutet dies, dass eine Verkürzung der Phase der Prekarität in der Biografie von promovierten Wissenschaftler:innen mittels einer Vorverlegung der Selektion mit keiner Reduzierung der leaky pipeline einhergehen muss.

Das Projekt schließt an Veröffentlichungen zum Verschwinden von Frauen entlang der Positionshierarchie an. Mit Blick auf den Forschungsstand scheint die leaky pipeline vor der Habilitation bzw. der Erlangung einer Professur eng mit den fünf folgenden Elementen gekoppelt: (a) vergeschlechtlichten Zuschreibungsprozessen bezüglich der Vereinbarkeit wissenschaftlicher Tätigkeiten und außerberuflicher Interessen, Ziele und Verpflichtungen, (b) einer männlichen Prägung des hoch kompetitiven Arbeitsumfelds, (c) dem Einfluss von vergeschlechtlichten Organisationsstrukturen und -prozessen auf Karriereentwicklungen, (d) Verfahren zur Messung der Leistungserbringung, wobei Messbarkeit als vermeintlich faires Kriterium in Verfahren akademischer Personalrekrutierung gilt (z. B. kontinuierliche Erwerbstätigkeit, Höhe der erworbenen Drittmittel, Anzahl der Publikationen in hoch gerankten Zeitschriften oder Gesamtdauer der internationalen Forschungsaufenthalten) sowie (e) Geschlechterstereotypen über potenzielle Abweichungen der Überstundenkultur bzw. Entsprechung der Norm der Anwesenheit in Natur- und Ingenieurswissenschaften sowie in der Humanmedizin (u. a. Carrère et al. 2006, Latour/Le Feuvre 2006, Sabatier et al. 2011, Graf/Schmid 2011, Beaufaÿs/Engels/Kahlert 2012, Metz-Göckel et al. 2014).

Das Vorhaben, das sowohl weibliche wie auch männliche Akteur:innen einbezieht, schließt insbesondere an Arbeiten an, die Universitäten nach Bourdieu als kompetitives soziales Feld konzipieren (u. a. Engler 2001;

Beaufaÿs 2003, 2015;

Beaufaÿs/Krais 2005;

Kamphans 2010). Die Eintrittskarte in diesen ‚Mikrokosmos‘ ist demnach weder die Anzahl und die Qualität der Abschlüsse noch die Relevanz von Ersterfahrungen in Forschung und Lehre, „sondern die innere Haltung, die auch von den anderen erkannt wird“ (Beaufaÿs 2015: 55). Ich will Aspekte, die zu den Selbstverständlichkeiten dieses Feldes gehören und daher weitgehend auf der impliziten, präreflexiven Ebene verortet sind, in den Mittelpunkt der soziologischen Analyse rücken. Im Erzählten einzelner promovierter Hochschulangehörigen aus Frankreich und Deutschland werden demnach Komplexe von miteinander verknüpften kognitiven Elementen – die ich in Anlehnung an die strukturale Semiotik der École de Paris als symbolische Tiefenstrukturen bezeichnet habe (Garcia 2022) – herausgearbeitet, um tief verinnerlichte Kategorisierungen und Hierarchisierungen bezüglich der Hochschulkarriere zu analysieren. Die symbolischen Tiefenstrukturen sind gleichzeitig stabil und dennoch beweglich. Auf dieser Ebene lässt sich Wandel durch (1) die Eröffnung von neuen axiomatischen Matrizen zur Deutung von außergewöhnlichen bzw. neuartigen Konfigurationen, (2) Verschiebungen auf der Ebene von Charakteristika einzelner kognitiver Elemente sowie (3) den langfristigen Verlust an Zentralität von einigen kognitiven Elementen erkennen. Trotz dieser Spielräume sind habituell geprägte Kategorisierungen und Hierarchisierungen durch eine Trägheit charakterisiert, denn (1) binär-hierarchisch strukturierte Relationen zwischen kognitiven Elementen sind hoch stabil, (2) Umdeutungen und Ausblendungen führen teilweise zur Nicht-Wahrnehmung von ‚realen‘ Metamorphosen, und (3) die Entstehung von neuen Kategorien zur Deutung von Sonderfiguren oder neuen Konfigurationen bringen nicht per se eine Infragestellung von früheren Kategorien sowie Hierarchien mit sich (ibid.: 230f.).

Hierfür werden drei Schwerpunkte verfolgt, die eng miteinander gekoppelt sind:

(1) Ver- und Entgeschlechtlichung von Idealfiguren

Das Motiv der Berufung ist Teil der seit Jahrhunderten im westlichen Raum herrschenden Idealvorstellung der „Wissenschaft als Lebensform“ (Mittelstraß 1982). Zum Kern dieses Verständnisses gehört die Idee, dass die wissenschaftliche Arbeit eine „volle zeitliche, emotionale und intellektuelle Verfügbarkeit“ (Aulenbacher et al. 2010: 142) der ganzen Person erfordere. Dies bedeutet, dass kein hohes Engagement in anderen Bereichen betrieben werden kann und Handlungen in diesen als nachrangig gedeutet werden. Eine solche „Einheit von Wissen und Leben“ (Mittelstraß 1982: 49) geht mit einem Partnerschafts- und Familienmodell einher, das implizit die für die bürgerliche Gesellschaft charakteristische Geschlechterordnung voraussetzt. Die aufgrund dieser Idealvorstellung im universitären Feld erwartete spezifische Lebenspraxis kann als ein selektiver Mechanismus in Hochschulkarrieren verstanden werden (u. a. Sabatier et al. 2011, Metz-Göckel et al. 2014: 178;

Beaufaÿs 2015: 41), der vergeschlechtlichte Elemente in sich trägt. Denn sich unbelastet von praktischen alltäglichen Beschäftigungen und mit stetiger hoher Hingabe der wissenschaftlichen Arbeit widmen zu können, bedeutet eine Allzeit-Verfügbarkeit und geographische Mobilität. Die Teilnahme an abendlichen oder weit entfernten Arbeitsgesprächen, das Reisen zu Tagungen an Wochenenden und in Ferienzeiten oder Auslandsaufenthalte in angesehenen Wissenschaftseinrichtungen gelten als notwendig, um Reputation innerhalb der Universität sowie des Wissenschaftszweigs aufzubauen, sind aber mit der Übernahme alltäglicher Care-Aufgaben nicht vereinbar.

Diese traditionell männlich kodierte Idealvorstellung wissenschaftlicher Praxis sollte u. a. vor dem Hintergrund der normativen Neuverhandlungen der Teilung zwischen Work und Care in Zweierbeziehungen, der Prekarisierung der Beschäftigungsverhältnisse sowie der leaky pipelines vor der Habilitation bzw. der Erlangung einer Professur untersucht werden. Geplant ist unter Berücksichtigung der Disziplinen, Geschlechter, Statuspositionen sowie Wohn- und Arbeitsort in Frankreich und Deutschland herauszuarbeiten, welche Denklogiken, Aktivitäten, Lebenspraxen und Persönlichkeitsattribute auf der Ebene der symbolischen Tiefenstrukturen als charakteristisch für ‚erfolgreiche‘ Wissenschaftler:innen kategorisiert werden und wie sie untereinander hierarchisiert werden. Dies soll Aufschluss über die Trägheit der oben geschilderten Idealfigur, Verschiebung ihrer Inhalte sowie Entstehung neuer Idealfiguren geben.

(2) Entmaskulinisierung von erwarteten Kompetenzen

Laut Sandra Beaufaÿs und Beate Krais benennen Mitglieder des akademischen Feldes als karrierefördernde Merkmale für Wissenschaftler:innen zwar Haltungen, die „völlig geschlechtsindifferent zu sein schein[en]“ wie z. B. „Ausdauer, Disziplin, Einsatzbereitschaft und Frustrationstoleranz“, jedoch symbolisiere das beschriebene „Durchhaltevermögen“ eine „männliche Potenz“ (2007: 81). Im Anschluss an dieses Ergebnis soll untersucht werden, inwiefern auf der Ebene der symbolischen Tiefenstrukturen die von den Akteur:innen erwarteten Kompetenzen für eine Hochschulkarriere geschlechtlich codiert sind. Aufgrund der ursprünglichen Homosozialität des Feldes sowie der Subspezialisierung in Fachbereiche bietet sich an, hierbei eine konzeptuelle Folie zu verwenden, die ich im Rahmen einer wissenschaftstheoretischen Reflexion über die Erforschung des Wandels der Geschlechterverhältnisse in der Berufssphäre entworfen habe, und die im Rahmen des Projekts eine weitere empirische Fundierung erhalten könnte: Es handelt sich hierbei um die Unterscheidung von drei Formen von Entmaskulinisierungsprozessen (Garcia 2019). Unter (a) Verweiblichung wird demnach verstanden, dass sich die erwarteten Kompetenzen für einen Beruf so ändern, dass sie mit der gesellschaftlichen Doxa der ,Fraueneigenschaften‘ – und nicht mehr mit ,männlichen‘ Charakteristika – übereinstimmen. Von einer (b) Neutralisierung kann die Rede sein, wenn die erwarteten Kompetenzen in einem Beruf nicht (mehr) geschlechtlich normiert sind (Degendering) (Lorber 1994). Im Gegensatz zur Verweiblichung gibt es hier keine Umdeutung innerhalb einer Geschlechterpolarität, sondern eine Aufhebung der geschlechtlichen Prägung des Berufsverständnisses. Wenn sich die Vergeschlechtlichung eines Berufs auf der Ebene der berufsinternen Arbeitsteilung wandelt, kann von (c) Geschlechterverschiebung gesprochen werden. Dies tritt besonders in Berufen auf, die vornehmlich durch Spezialisierungen und Aufgabenteilung geprägt sind – wie dies an der Universität der Fall ist. Mittels einer Gegenüberstellung der eigenen Ergebnisse mit französischen und deutschen Studien aus den 1990ern sowie aus den 2000ern (u. a. Schultz 1991, Engler 2001, Beaufaÿs/Krais 2007, Boukhobza/Delavault/Hermann 2000, Carrère et al. 2006, Latour/Le Feuvre 2006) wird es möglich sein, Fragen nach Veränderungen und Trägheit auf der Ebene der Wahrnehmungs- und Denkschemata zu bearbeiten.

(3) Hierarchisierung von Lebensaufgaben

Trotz der Annahme zahlreicher deutscher Studien, wonach die für die Bundesrepublik spezifischen lang anhaltenden prekären Beschäftigungsverhältnisse und die ungenügenden Kinderbetreuungsangebote zwei Rahmenbedingungen sind, die auf den geschlechtsspezifischen Karriereverlauf von Wissenschaftler:innen wirken (u. a. Heusgen et al. 2010, Lind 2012, Metz-Göckel et al. 2014), sind die Frauen- und Männeranteile auf den Statuen maîtres de conférence und wissenschaftliche Mitarbeiter:innen sowie professeur.e.s des universités und Professor:innen höchst ähnlich. Mit anderen Worten: Eine Verbeamtung mit durchschnittlich Mitte 30, flexible Arbeitszeiten und -orte, sehr breite und öffentlich hoch geförderte Betreuungsangebote in Krippen und bei Tagesmüttern ab dem 3. Lebensmonat, eine Einschulung in écoles maternelles ab 3 Jahren sowie kostengünstige Betreuung innerhalb der Schulen gleich vor und nach dem Unterricht, meistens ab 07:30 und bis 18:30 Uhr, genügen nicht, damit keine auseinanderklaffende Karriereentwicklung stattfindet. Ohne zweigeschlechtliche Erklärungsmuster zu reproduzieren, die diesen Umstand als Folge entweder einer Selbsteliminierung der Frauen oder einer größeren Karriereorientierung von Männern ansehen, soll gefragt werden, inwiefern in Erzählungen der Akteur:innen auf der Ebene der symbolischen Tiefenstrukturen Hierarchisierungen zwischen verschiedenen Lebensaufgaben zu finden sind, die das zwecks Habilitation und Berufung auf eine Professur große Engagement für Forschung und Veröffentlichungen weit über den offiziellen Arbeitszeitumfang hinaus sowie die hohe geographische Mobilität für Tagungen, Auslandsaufenthalte und Stellenübernahmen nicht vorstellbar machen. Mit Blick auf den Wissensstand könnten diese Hierarchisierungen folgende Bereiche betreffen: Übernahme von universitätsinternen nicht-forschungsbezogenen Funktionen, Ausübung außeruniversitärer Tätigkeiten, familiäre Ortsverbundenheit durch Lebenspartner:innen bzw. Angehörige, oder die Orientierung am Ideal einer ausgewogenen Work-Life-Balance.

Die Rekrutierung von Interviewpartner:innen und die Datenerhebung sollen sich über zwei Jahre erstrecken. Gesucht werden in Frankreich oder Deutschland wohnhafte Akademiker:innen zwischen 30 und 45 Jahren, die zum Gesprächszeitpunkt seit mindestens drei Jahren promoviert sind, an einer Universität als wissenschaftliche Mitarbeiter:in, Lehrkraft für besondere Aufgaben, akademische Rätin, Juniorprofessor:in, Vertretungsprofessor:in, ATER oder maître de conférence tätig sind und eine Hochschulkarriere anstreben. Diese Alters- und Statusgruppe entspricht einerseits der Karrierephase, in welcher eine Qualifikation durch das Conseil National des Universités und/oder eine Ernennung als maître de conférences bzw. die Entscheidung für die Weiterqualifikation durch eine Habilitation und/oder den Zugang zum Status Privatdozent:in bzw. Juniorprofessor:in stattfinden, sodass den Interviewten sowohl Fragen nach ihrem Werdegang und ihren beruflichen Erfahrungen als auch nach ihren Projekten und Wünschen für die Zukunft gestellt werden können. Anderseits gewinnt in dieser Altersspanne für viele Akademiker:innen die Auseinandersetzung mit der Familiengründung bzw. -erweiterung an Relevanz, sodass die Themen Elternschaft und Vereinbarkeit von Work und Care angesprochen werden können. Die Auswahl der Interviewpartner:innen wurde auf drei Einzeldisziplinen mit unterschiedlichen fachkulturellen Prägungen und statistischen Geschlechteranteilen beschränkt: Die Physik, die Philosophie sowie die Erziehungs- und Bildungswissenschaften. Von diesen drei Fachgebieten werden für die Untersuchung relevante Ähnlichkeiten und Kontraste erhofft, die es ermöglichen, die vergleichende Gegenüberstellung im Sinne einer reflexiven Strategie als exploratives Instrument für die Generierung von Hypothesen und die Suche nach Erklärungsmustern zu nutzen.

[R]omantisierte Bilder von leidenschaftlichen Physikern und passionierten Physikerinnen, die sich 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche mit ihrem Forschungsthema befassen“ (Laufenberg 2018: 299) lassen sich sowohl in sozialwissenschaftlichen Studien als auch in fiktiven Medien finden. In diesem Fachbereich sind ausgedehnte Büro- und Laborzeiten notwendig zur Bewältigung von technisch aufwendigen Experimenten sowie von innerhalb Forschungsteams zu erledigenden wissenschaftlichen Aufgaben. Die Physik ist auch dafür bekannt, dass eine Tätigkeit als Forschende und/oder Lehrende im Ausland nach der Promotion „beinahe als obligatorischer Schritt innerhalb der Wissenschaftskarriere“ (Langfeldt/Mischau 2015: 47) gilt. Innerhalb der Fächergruppe ‚Mathematik und Naturwissenschaften‘ gilt die Physik als besonders männlich geprägt, da sie traditionell mit technischen Kompetenzen in Verbindung gesetzt wird. Dies spiegelt sich auf statistischer Ebene wider: Im Bereich ‚Physik und Astronomie‘ waren in Deutschland 2023 78% der wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen und 86% der Professor:innen dem männlichen Geschlecht angehörig (Destatis 2023), in Frankreich 2021 77% aller enseignants-chercheurs titulaires – d.h. maîtres de conférence und professeur.e.s. des universités – für Physik (MESR 2023: 39). In beiden Ländern lässt sich zwar in den letzten 30 Jahren eine Erhöhung der Partizipation von Frauen auf allen Statusebenen beobachten, jedoch bleibt der Frauenanteil in der Physik deutlich unter dem Durchschnitt aller akademischer Fachgruppen. Potenzielle intradisziplinäre Aufteilungen machen diesen Fachbereich besonders spannend, denn Frauen scheinen in der Festkörperphysik und in der Physikdidaktik stärker repräsentiert als in den „mit Männlichkeit assoziierten Bereichen der theoretischen und mathematischen Physik“ (Laufenberg 2018: 289) zu sein. Als zweiter Fachbereich wurden die Erziehungs- und Bildungswissenschaften ausgewählt, denn dieses Gebiet innerhalb der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften wird durch seine Fokussierung auf Kindheit und Jugend sowie Pädagogik als besonders weiblich codiert eingeordnet. Da sie Gegenstände in der sozialen Welt – und nicht im Labor – untersuchen und meistens sozialwissenschaftliche Methoden verwenden, ist eine flexiblere örtliche Aufteilung der Forschungsarbeit vorstellbar. In diesem Fachbereich waren in der Bundesrepublik 2023 71% der wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen und 55% der Professor:innen weiblich, in Frankreich 50% der maîtres de conférence und 58% der professeur.e.s des universités für „sciences de l’éducation et de la formation“ (MESR 2022: 3). Für den dritten Bereich fiel die Entscheidung auf die Philosophie, da den Angehörigen dieses Fachbereichs eine Aura der Intellektualität verliehen wird, die im 21. Jahrhundert nicht geschlechtlich codiert ist. Die Unabhängigkeit von empirischen Erhebungs- und Auswertungsverfahren ermöglicht ihnen darüber hinaus eine hohe räumliche Flexibilität bei der Durchführung ihrer Forschungen. Mit einem Männeranteil von 66% unter den wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen und 58% unter den Professor:innen lag diese Berufsgruppe in der Bundesrepublik 2022 im mittleren Bereich, was die Geschlechtszugehörigkeit der Fächer angeht. In Frankreich waren 2023 59% der maîtres de conférence für Philosophie und 71% der professeur.e.s des universités Männer (MESR 2024).

Insgesamt werden 30 Gespräche – 10 pro Fachbereich, 15 pro Geschlecht und 15 pro Land – durchgeführt. Bei der Auswahl der Interviewten wird eine Maximierung der Perspektiven auch in Hinblick auf ihre geographische Verortung erfolgen, indem darauf geachtet wird, dass die ‚alten‘ Bundesländer und der Pariser Raum nicht überrepräsentiert werden. In Rückbezug auf die semiotisch geprägte Annahme eines Zusammenhangs zwischen Narrativität und Denkstrukturen erfolgt die Datenerhebung in Form eines erzählgenerierenden leitfadengestützten Gesprächsformats: Das problemzentrierte Interview (Witzel 2000). Dieses Verfahren setzt theoretische und feldspezifische Kenntnisse der Forschenden voraus, da ihr Vorwissen als Rahmen für das Entwerfen von Fragen sowie für die Organisation der verschiedenen Gesprächsphasen dient. Die Transkriptionen der Gespräche werden einer strukturalen Interviewanalyse unterzogen, welche die Offenlegung von Visions und Divisions – kurz (Di-)Visionen – ermöglichen.

Zitierte Literatur

Acker, J. (1990): Hierarchies, jobs, bodies: A theory of gendered organizations. In: Gender and Society 4(2), S. 139-158. DOI: 10.1177/089124390004002002

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Binner, K.;

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Weber, L. (2010): „Brot und Rosen“. Oder: Der unerhörte Anspruch auf ein gutes Leben innerhalb und außerhalb der Wissenschaft. In: Bauschke-Urban, C.;

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Sachgebiel, F. (Hg.): Subversion und Intervention. Wissenschaft und Geschlechter(un)ordnung. Opladen: Farmington Hills: Barbara Budrich, S. 139-154.

Beaufaÿs, S. (2003): Wie werden Wissenschaftler gemacht? Beobachtungen zur wechselseitigen Konstitution von Geschlecht und Wissenschaft. Bielefeld: Transcript.

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Krais, B. (2005): Doing Science – Doing Gender. Die Produktion von WissenschaftlerInnen und die Reproduktion von Machtverhältnissen im wissenschaftlichen Feld. In: Feministische Studien 23 (1), S. 82-99. DOI: 10.1515/fs-2005-0108

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Krais, B. (2007): Wissenschaftliche Leistung, Universalismus und Objektivität. Professionelles Selbstverständnis und die Kategorie Geschlecht im sozialen Feld Wissenschaft. In: Gildemeister, R.;

Wetterer, A. (Hg.): Erosion oder Reproduktion geschlechtlicher Differenzierung? Widersprüchliche Entwicklungen in professionalisierten Berufsfeldern und Organisationen. Münster: Westfälisches Dampfboot, S. 76-98.

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Stipendium

2007- 2009: Promotionsstipendium des französischen Außenministerium

2006: DAAD-Forschungsstipendium

2005: Forschungsstipendium der „Ecole Nationale de la Santé Publique“ (Rennes)

Titel der Dissertation:

Habilitationsschrift: "Zwischen Wandel und Permanenz. Symbolische Tiefenstrukturen in Erzählungen männlicher Ärzte" Dissertation: "Au croisement entre action publique et identité familiale. L’exemple des mères seules célibataires allemandes et françaises (1919-1998)"

Institution der Dissertation:

Conservatoire national des Arts et Métiers (Paris)/ Universität Postdam [Cotutelle]

Betreuer*in

Prof. Dr Theresa Wobbe,Institut für Soziologie, Universität Potsdam; Prof. Dr Michel Lallement, Conservatoire National des Arts et Métiers (Paris)s

Publikationen

Monographien und Herausgeberschaften

In Vorbereitung

Geschlechtersoziologie: Eine Einführung

Zusammen mit Louis Lang MA (Zweitautor)

Stuttgart: Kohlhammer

In Vorbereitung

(Erscheinung in 06/2026)

Das Erzählte, das Bildliche, das Filmische. Mit Roland Barthes soziologisch arbeiten.

Zusammen mit Dr. Stephan Hein und Dipl. soz. Pauline Dunkel (Hg.)

Weinheim, Basel: Beltz Juventa

2024

Happy families? Inszenierungen von Familienbeziehungen in französischen und deutschen Filmen.

Zusammen mit Dr. habil.Emmanuel Gratton (Hg.)

Leipzig: Leipziger Universitätsverlag

2022

Geschlechterordnung zwischen Wandel und Permanenz. Symbolische Tiefenstrukturen in Erzählungen männlicher Ärzte.

Weinheim, Basel: Beltz Juventa

2022

Paternité et Société. Vaterschaft und Gesellschaft.

Zusammen mit Dr. habil.Emmanuel Gratton und Prof. Dr. Karl Lenz (Hg.)

In: trivium. Revue franco-allemande de sciences humaines et sociales – Deutsch-französische Zeitschrift für Geistes- und Sozialwissenschaften, 34, https://journals.openedition.org/trivium/7750

2021

Von Miniaturen bis Großstrukturen. Mikrosoziologie sozialer Ordnung.

Zusammen mit Dr. Tino Schlinzig und Dr. Romy Simon (Hg.)

Weinheim, Basel: Beltz Juventa

2019

Durer dans le métier d’enseignant. Regards franco-allemands.

Zusammen mit Prof. Dr. Françoise Lantheaume (Hg.)

Louvain-la-Neuve: Academia-L’Harmattan.

2013

Mères seules. Action publique et identité familiale

Rennes: Presses Universitaires de Rennes.

Beiträge in wissenschaftlichen Zeitschriften

2024

De la division genrée du travail. Féminités, masculinités et vocations dans les œuvres de Ferdinand Tönnies, Émile Durkheim et Georg Simmel.

In: L’Année sociologique, 1, 225-250.

2022

Vaterschaft und Gesellschaft. Metamorphosen einer Genderfigur.

Zusammen mit Dr. habil.Emmanuel Gratton und Prof. Dr. Karl Lenz

In: trivium. Deutsch-französische Zeitschrift für Geistes- und Sozialwissenschaften, 34, https://journals.openedition.org/trivium/7838

2019

Von der Feminisierung zur Entmaskulinisierung. Epistemologische Reflexion über das begriffliche Instrumentarium zur soziologischen Erforschung vom Wandel der Geschlechterverhältnisse in der Berufssphäre.

In: Freiburger Zeitschrift für GeschlechterStudien, 25, S. 151165..

2018

Stillen als wissenschaftlicher Gegenstand. Epistemologische Überlegungen zur Untersuchung einer ‚natürlich sozialen Tatsache‘ am Beispiel des medizinischen Diskurses

Zusammen mit Prof. Dr. Ina Dietzsch

In: GENDER, 1, 100-114.

2016

La Protection Maternelle. Regard sociologique sur la signification symbolique d’une notion juridique

In: GLAD! Revue sur le langage, le genre, les sexualités, 1, https://www.revue-glad.org/236

2015

Solitudes maternelles, solidarités publiques et entraides privées. Les mères célibataires dans la France de la fin du vingtième siècle

In: Modern and Contemporary France, 23, 475-490.

2013

Staatliche Ordnung und familiale Identität. Eine Untersuchung über den Zusammenhang zwischen familienpolitischer Rahmung und individuellen Deutungsmustern

In: Sozialer Sinn, 2, 253-276.

2012

Au croisement entre action publique et identité familiale. L’exemple des mères seules célibataires allemandes et françaises (1919-1998)

In: Genre et Histoire, 10, http://genrehistoire.revues.org/1606

2011

Au croisement entre action publique et identité familiale. Lexemple des mères seules célibataires allemandes et françaises (1919-1998)

In: Trajectoires, 5, http://trajectoires.revues.org/index707.html

2010

La politique familiale est-allemande: une politique maternelle

In: Revue dAllemagne et des Pays de langue allemande, 42, 89-100

2009

Acte de déviance ou de patriotisme? Les filles-mères françaises et allemandes dans lentre-deux-guerres

In: Interrogations, 8, http://www.revue-interrogations.org/article.php?article=163

Beiträge in Büchern und Handbüchern

In Vorbereitung

(Erscheinung in 06/2026)

Die strukturale Interviewanalyse. Zum Beitrag der Semiotik bei der Herausarbeitung von (Di-)Visionen.

In: Garcia, A.-L./ Hein, S./ Dunkel, P. (Hg): Das Erzählte, das Bildliche, das Filmische. Mit Roland Barthes soziologisch arbeiten. Weinheim, Basel: Beltz Juventa

In Vorbereitung

(Erscheinung in 06/2026)

Semiotik, Psychosoziologie, Sozio-Logik. Zur soziologischen Tragweite der Bartheschen Analysen.

Zusammen mit Dr. Stephan Hein und Dipl. soz. Pauline Dunkel (Hg.)

In: Garcia, A.-L./ Hein, S./ Dunkel, P. (Hg): Das Erzählte, das Bildliche, das Filmische. Mit Roland Barthes soziologisch arbeiten. Weinheim, Basel: Beltz Juventa

2025

The Decline of Marriage in France, Germany, and Sweden

Zusammen mit Prof. Dr. Karl Lenz und Prof. Dr. Marina Adler

In: Adler, M./ Kenz, K. (Hg.): The Sociology of Families: Key Debates and Contending Perspectives. London, New York: Edward Elgar Publishing.

2024

Einleitung – Die Spielfilmanalyse als Erkenntnismittel in der Familien- und Geschlechterforschung

Zusammen mit Dr. habil. Emmanuel Gratton (Hg.)

In: Garcia, A.-L./Gratton, E. (Hg.): Happy families? Inszenierungen von Familienbeziehungen in französischen und deutschen Filmen.Leipzig: Leipziger Universitätsverlag, 7-26.

2023

The (in)visibility of French family diversity in the context of a growing plurality of living arrangements.

In: Adler, M./Lenz, K. (Hg.): The changing faces of families: Doing family in diverse family forms and international policy contexts. London, New York: Routledge, 39-56.

2022

Geschlechterforschung.

In: Lenz, K./Hettlage, R. (Hg.): Goffman-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Stuttgart: Metzler, 505-513.

2019

La persistance professionnelle: un enjeu commun aux enseignants français et allemands.

Zusammen mit Prof. Dr. Françoise Lantheaume

In: Garcia A.-L./Lantheaume F. (Hg.): Durer dans le métier d’enseignant. Regards franco-allemands. Louvain-la-Neuve: Academia-L’Harmattan, 7-31. 

2019

Favoriser la persistance professionnelle des enseignants.

Zusammen mit Prof. Dr. Françoise Lantheaume

In: Garcia A.-L./Lantheaume F. (Hg.): Durer dans le métier d’enseignant. Regards franco-allemands. Louvain-la-Neuve: Academia-L’Harmattan, 235-243.

2019

Maternité et enseignement en Allemagne. Négociations normatives entre deux vocations féminines.

In: Garcia A.-L./Lantheaume F. (Hg.): Durer dans le métier d’enseignant. Regards franco-allemands. Louvain-la-Neuve: Academia-L’Harmattan, 137-155.

2019

Kategorisierung und Hierarchisierung in Rechtstexten. Bourdieuscher Blick auf den Fall der familialen Identitäten am Beispiel von Mutterfiguren.

In: Kretschmann A. (Hg.): Das Rechtsdenken Pierre Bourdieus. Wellerwist: Velbrück Wissenschaft, 186-202.

2012

Die französischen Mütter: eine nationale Angelegenheit mit Geschichte.

In: Weltgebetstag der Frauen: Ideen und Informationen. Arbeitsbuch zum Weltgebetstag 2013 in Frankreich, 12-17.

2011

Maternité, Mutterschaft, Mütterlichkeit: Familienpolitische Codierung im deutschen und französischen Kontext.

Zusammen mit Prof. Dr. T. Wobbe

In: Wobbe T./Berrebi Hoffmann I./Lallement M. (Hg.): Die gesellschaftliche Verortung des Geschlechts. Diskurse der Differenz in der deutschen und französischen Soziologie um 1900, Frankfurt am Main/New York: Campus, 114-141.

Online-Veröffentlichungen

2023

Soziologie und Lehrerschaft. Relevanz und Anwendbarkeit von Émile Durkheims Perspektive in der Lehrer:innenbildung und im Schulalltag.

Zusammen mit Dr. Romy Simon

In: socialnet Materialien.

https://www.socialnet.de/materialien/29973.php

2023

Vergeschlechtlichung von Elternschaften in Reklame. Geschlechterstereotypen bei der Darstellung von erwachsenen Familienmitgliedern in Werbematerialien.

Zusammen mit Dr. Romy Simon

https://geschlechterwerbung.de/elternschaften/

Rezensionen

2015

Seichter S., Erziehung an der Mutterbrust. Eine kritische Kulturgeschichte des Stillens, Weinheim/Basel: Beltz Juventa, http://www.hsozkult.de/

2012

Béhouart B./Steck P., Prestations familiales: une histoire française, Cahier d’histoire de la sécurité sociale, 6, 2012, Paris, http://lectures.revues.org/10037