VITA

Mathis Lessau studierte Philosophie und Germanistik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Unterstützt durch die ‚Fulbright-Kommission‘ vertiefte er sein Studium der Philosophie von 2009‒2010 an der University of Wisconsin, Madison. Er arbeitete ebenfalls als Sprachassistent in Frankreich (2008‒2009) und profitierte, im Rahmen der Philosophie, von einem Erasmus-Aufenthalt an der Istanbul universitesi (2010‒2011). Mathis Lessau war als wissenschaftliche Hilfskraft bei Prof. Hasebrink (2006‒2007), sowie als Tutor am Lehrstuhl Prof. Hoehnen (2007‒2009 und 2011‒2013) und am Lehrstuhl Prof. Nückles (2011) tätig. Seit Januar 2014 hat er eine Promotionsstelle im GRK ‚Faktuales und fiktionales Erzählen‘. Im Wintersemester 2015 wird Mathis Lessau im Rahmen eines Forschungsaufenthaltes an das Centre Marc Bloch, Berlin angegliedert.

Mutterinstitut:

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Forschung

Forschungsthemen

Der Prozess des Selbstverständnisses, wie er in der Autobiographie zum Ausdruck kommt, hat für Wilhelm Dilthey Modellfunktion für das geschichtliche Verstehen überhaupt. Es ist daher erstaunlich, dass die Forschung Diltheys Ansätzen zur Selbstbesinnung und Ich-Konstruktion im Medium der Autobiographie wenig Beachtung geschenkt hat. Dies wird in meinem Projekt nachgeholt werden. Dabei soll zum einen historisch rekonstruiert werden, auf welchem Autobiographie-Verständnis Diltheys Konzept des Selbstverständnisses fußt und zum anderen systematisch untersucht werden, inwiefern dieses Konzept für die zeitgenössischen Vorstellungen von ’narrativer Identität‘ fruchtbar gemacht werden kann.

Titel der Dissertation:

Das autobiographische Ich. Diltheys Autobiographiekonzept als Grundlage der Geisteswissenschaften

Betreuer*in

Prof. Hans-Helmuth Gander

Publikationen

  • „From Reflexive Awareness to Autobiographical Identity: Wilhelm Dilthey on the Development of Self-Consciousness“, in: International Yearbook for Hermeneutics. Focus: The Space of  Imagination 14 (2015), S. 305-316.
  • „Wilhelm Dilthey und das Paradoxon der Fiktion“, in: Geschichte der Fiktionalität, Würzburg: Ergon-Verlag [in der Redaktion, erscheint 2016].
  • „Ein Gefühl für das Leben entwickeln – über den Wert der Dichtung im Ausgang von Wilhelm Dilthey“, in: Literatur als epistemologisches Erkenntnismodell, Tübingen [in der Redaktion, erscheint 2016].