Anne Gräfe
VITA
Anne Gräfe studierte an der Viadrina in Brandenburg und an der UC Berkeley in Kalifornien Kulturwissenschaften, Philosophie und Ästhetik und promovierte zur ästhetischen Erfahrung der Langweile in der Gegenwartskunst bei Juliane Rebentisch und Andreas Reckwitz an der HFG Offenbach am Main. Von 2012 – 2017 baute Sie als Wissenschaftliche Koordinatorin das Partnerprogramm „Pensées Françaises Contemporaines“ zwischen der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne und der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) auf. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin arbeitete Sie von 2016 – 2019 bei Juliane Rebentisch am Lehrstuhl für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, von 2019 – 2021 bei Maria Muhle am Lehrstuhle für Philosophie / Ästhetische Theorie an der Akademie der Künste München und seit 2021 bei Erich Hörl an der Professur für Medienkultur und Medienphilosophie an der Leuphana Universität Lüneburg. Von Oktober 2024 bis Oktober 2025 verwaltete sie die Professur für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.
Mutterinstitut:
Leuphana Universität Lüneburg
Forschung
Forschungsthemen
Materialistische Ästhetik
Berliner Ästhetik (DDR)
Kritische Theorie
French Theory
Rezeptionsästhetik
Subjekttheorie
Politische Theorie
Wissenskulturen
Forschungsprojekt
Die Narration der Disruption – Autopoietische Selbstsubjektivierung in der zeitgenössischen Kunst und Literatur
Titel der Dissertation:
Die Dialektik der ästhetischen Langeweile in der Gegenwartskunst
Betreuer*in
Prof. Dr. Juliane Rebentisch, Prof. Dr. Andreas Reckwitz
Publikationen
Auswahl (bis 2021)
Monografien
2024 Langeweile Aushalten – Kontingenzerfahrungen in der Gegenwartskunst, Berlin 2024 (Kadmos). (Rezension in: Zeitschrift für Medienwissenschaften 04/24)
Als Herausgeberin
2017 Un/Ordnungen Denken – Beiträge zu den Historischen Kulturwissenschaften, hrsg. gemeinsam mit Johannes Menzel, Berlin 2017.
2012 Oder/Denken – Stimmen aus dem Chor. Eine kritische Denkschrift zu 20 Jahren Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder) 2012.
DoppeltBegutachtete Artikel
2026 “Making Petrified Relations Dance: Aesthetics, Terror, and the Emergence of a Critical Collective Subject“, in: Mythos. Journal für Ästhetik, Imaginging the Apocalypse, 04/2026. (I.E.)
2025 „Über die allmähliche Verfertigung des Selbst beim Schreiben“, in: Zeitschrift für Kulturwissenschaften 02/2025. OPEN ACESS
2021 „Kritik als Urteilskraft – wenn Trolle postkritisch nachahmen“ (mit Ellen Wagner), in: Future(s) of critique. Theorising governmentality and power in the digital age, Sonderausgabe Behemoth. A Journal on Civilisation, 09/2021. OPEN ACESS
Aufsätze in Sammelbänden
2026 „Der Chock-Moment des Erwachens in der autopoietischen Erfahrung der Disruption“, in Riccarda Biemüller, Thomas Barth, u.a. (Hrsg.), „Subjekte der ökologischen Verwüstung – Beiträge zur Aktualisierung der Kritischen Theorie, Frankfurt am Main 2026. (IE)
„Das revolutionäre Potential im Wiederholungszwang der Nostalgie“, in: Jan Loheit, Stephan Pabst (Hrsg.), Transformationsangst und Nostalgie, Bielefeld 2026. OPEN ACESS
2025 „Der philosophische Knotenpunkt der ästhetischen Langenweile – Alva Noe und die Langeweile“, in: Fatma Kargin, Manuel Zahn (Hrsg.), Ästhetik der Reorganisation, in der Zeitschrift für Kunst, Medien und Bildung (ZKMB), Köln Januar 2025. OPEN ACESS
2024 „Übung im Denken – Der Moment des Dazwischen in Manon de Boers ‚An Experiment in Leisure‘“, in: Jörg Sternagel, Eva Schürmann (Hg.), Denken des Dazwischen, Berlin 2023, S. 137-152. OPEN ACESS
2022 „Das Lego-Ornament der Masse“, in: Felix Trautmann, Leonie Hunter (Hg.), Im Sinne der Materialität. Film und Gesellschaft nach Siegfried Kracauer, Berlin 2022.
2021 „Making Crisis Visible: Kunst kann Krisen visualisieren – muss sie aber nicht“ (mit Ellen Wagner), in: Felix Kosok, Stefan Kroll, Verena Kuni (Hg.), Krisen sichtbar machen, Heidelberg 2021, S. 58-67.