Ringvorlesung „80 Jahre danach…“

„Die Fragen, die wir an die Vergangenheit stellen, werden von unseren gegenwärtigen Anliegen bestimmt.“ (Marc Bloch)

Die Ringvorlesung bietet eine interdisziplinäre Reflexion über das Erbe der Weltordnung, die 1945 entstanden ist – zu einem Zeitpunkt, an dem ihre rechtlichen, politischen und moralischen Grundlagen zunehmend in Frage gestellt werden. Jede Sitzung folgt einem regressiven Ansatz: Ausgehend von aktuellen Herausforderungen – Konflikten, internationaler Justiz, geopolitischen Neuordnungen, umkämpften Erinnerungen usw. – wird danach gefragt, was heute noch von 1945 bleibt. Inspiriert von der Methode Marc Blochs lädt dieser Zugang dazu ein, Perspektiven aus Geschichtswissenschaft, Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft und Soziologie miteinander zu verbinden – mit Blick auf einen sich unter Druck wandelnden europäischen Raum.

Kann uns die Vergangenheit noch helfen, die Welt, in der wir leben, zu verstehen?

Ermöglicht uns die Gegenwart, das Erbe der Vergangenheit besser einzuschätzen?