Arbeitsmarkt- und Migrationspolitik – Liberalisierung versus Restriktion. Der Fall Italien
15.05.2006
10:00
Arbeitsmarkt- und Migrationspolitik – Liberalisierung versus Restriktion. Der Fall Italien Vortrag und Diskussion mit Marco Maurino, Experte für Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik bei der italienischen Botschaft, BerlinMontag, 15. Mai, 14-16 Uhr Unter dem konservativen Regierungsbündnis in Italien seit 2001 sind im Bereich der Arbeitsmarkt- und Migrationspolitik einschneidende Gesetze verabschiedet worden. Für den Arbeitmarkt wurden mit dem „legge 30“ von 2003, insbesondere durch die Einführung neuer kurzfristiger und elastischer Arbeitsvertragsformen, bedeutende Schritte in Richtung einer Flexibilisierung getan, wie sie in Europa zunehmend programmatisch ist. Ein Jahr zuvor, 2002, wurde dagegen mit dem „legge Bossi-Fini“ ein Migrationsgesetz beschlossen, das die Einwanderung und den Aufenthalt in Italien unmittelbar an die Bedingung eines langfristigen Beschäftigungsverhältnisses knüpft. Ein biegsamer und immer flexibilisierter Arbeitsmarkt und ein Aufenthaltsrecht nur für die ausländischen Personen, die sich den flexiblen Arbeitsverhältnissen entziehen? Marco Maurino erläutert in dem Vortrag Kontext, Ziele und Umsetzung der jüngsten Arbeits- und Migrationspolitik in Italien. Besonderes Augenmerk widmet er den Konsequenzen, die sich aus den Widersprüchen zwischen einer Liberalisierung des Arbeitsmarktes und einer restriktiven Migrationspolitik ergeben – von Schwierigkeiten der Unternehmer bis hin zur Produktion von Illegalität und Schwarzarbeit unter den MigrantInnen. Neben den Besonderheiten Italiens sollen auch die im europäischen Kontext typischen Tendenzen deutlich werden.
Programm
Arbeitsmarkt- und Migrationspolitik – Liberalisierung versus Restriktion. Der Fall Italien Vortrag und Diskussion mit Marco Maurino, Experte für Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik bei der italienischen Botschaft, BerlinMontag, 15. Mai, 14-16 Uhr Unter dem konservativen Regierungsbündnis in Italien seit 2001 sind im Bereich der Arbeitsmarkt- und Migrationspolitik einschneidende Gesetze verabschiedet worden. Für den Arbeitmarkt wurden mit dem „legge 30“ von 2003, insbesondere durch die Einführung neuer kurzfristiger und elastischer Arbeitsvertragsformen, bedeutende Schritte in Richtung einer Flexibilisierung getan, wie sie in Europa zunehmend programmatisch ist. Ein Jahr zuvor, 2002, wurde dagegen mit dem „legge Bossi-Fini“ ein Migrationsgesetz beschlossen, das die Einwanderung und den Aufenthalt in Italien unmittelbar an die Bedingung eines langfristigen Beschäftigungsverhältnisses knüpft. Ein biegsamer und immer flexibilisierter Arbeitsmarkt und ein Aufenthaltsrecht nur für die ausländischen Personen, die sich den flexiblen Arbeitsverhältnissen entziehen? Marco Maurino erläutert in dem Vortrag Kontext, Ziele und Umsetzung der jüngsten Arbeits- und Migrationspolitik in Italien. Besonderes Augenmerk widmet er den Konsequenzen, die sich aus den Widersprüchen zwischen einer Liberalisierung des Arbeitsmarktes und einer restriktiven Migrationspolitik ergeben – von Schwierigkeiten der Unternehmer bis hin zur Produktion von Illegalität und Schwarzarbeit unter den MigrantInnen. Neben den Besonderheiten Italiens sollen auch die im europäischen Kontext typischen Tendenzen deutlich werden.