Teresa Koloma Beck: „Das Körpergedächtnis von Gewaltkonflikten“
13.05.2013
8:00
Am kommenden Montag, 13. Mai 2013, spricht Teresa Koloma Beck im Forschungsseminar am Centre Marc Bloch über „Das Körpergedächtnis von Gewaltkonflikten“. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Körperstrukturen angesichts wiederholter Gewalterfahrungen – sei es als Gewaltausübender oder Gewalterleidender – verändern und welche Auswirkungen diese Veränderungen auf soziale Strukturen haben. Die theoretische Grundlage bilden phänomenologische und pragmatistische Theorien von Leiblichkeit, Habitualisierung und Gedächtnis. Der Vortrag geht zurück auf ihre früheren Arbeiten über Normalisierungsprozesse in Bürgerkriegen. Doch auch für ihre gegenwärtige Forschung zu Gewalträumen ist das Thema hochrelevant, da es einen neuen Blick auf die mittel- und langfristigen sozialen Folgen verstetigter Gewalterfahrungen ermöglicht.