Versöhnung durch Erinnerung: Welchen Beitrag leistet die Provenienzforschung?

Mit Souleymane Bachir Diagne, Marion Ackermann, Yannick Prost und Catherine Morin-Desailly

1.07.2026
17:30 – 20:00

Centre Marc Bloch, salle Germaine Tillion

Sprache: DE / FR

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Der deutsch-französische Provenienzforschungsfonds und das Centre Marc Bloch veranstalten gemeinsam mit dem Zentralarchiv Staatlichen Museen zu Berlin eine Reflexion darüber, wie die Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften zu einer versöhnenden Erinnerungskultur beitragen kann. Am Beispiel der Provenienzforschung, die sich an der Schnittstelle verschiedener Disziplinen befindet und transnationale Fragen der Erinnerung und des Gedenkens aufgreift, bildet diese Veranstaltung den Abschluss der Ausstellung „L’histoire cherche son lieu“ sowie des Programms zu Ehren des Historikers und Widerstandskämpfers Marc Bloch anlässlich seiner Aufnahme in das Panthéon.

In die Finnissage wird eingeführt mit einer Führung und einem kurzen Eröffnungsvortrag der Künstlerin Anaëlle Vanel, der einen Blick auf die Margen der Geschichte präsentiert und so Spuren und Leerstellen der Erinnerung offenbart. Darauf folgt eine Podiumsdiskussion mit Wissenschaftler:innen und wichtigen Akteuren der französischen und deutschen Kulturpolitik, die der Frage nachgeht, wie die deutsch-französische Provenienzforschung zu Kulturgütern aus kolonialen Kontexten zur Versöhnung durch Erinnerung beitragen kann.

Mit: Souleymane Bachir Diagne, Philosoph und emeritierter Professor an der Columbia University (New York), Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Provenienzforschungsfonds; Marion Ackermann, Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), Staatliche Museen zu Berlin; Yannick Prost, gemeinsam mit Isabelle Rome verantwortlich für die Préfiguration de la Maison des droits de l’homme, Direktor des Maison de la francophonie an der Cité internationale universitaire de Paris, und Catherine Morin-Desailly, Senatorin.

Moderation: Ohiniko Toffa, Doktor der Kulturwissenschaften und Provenienzforscher im Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin, und Julie Sissia, Doktorin der Kunstgeschichte und wissenschaftliche Projektleiterin des deutsch-französischen Provenienzforschungsfonds zu Kulturgütern aus Subsahara-Afrika.

Programm

17:30 Uhr: Führung durch die Ausstellung „L’histoire cherche son lieu / Geschichte sucht ihren Ort“

18:00 Uhr: Begrüßung

18:10 Uhr: Einführung durch Christine Howald, stellvertretende Leiterin des Zentralarchivs der Staatlichen Museen zu Berlin, und Julie Sissia, Projektleiterin des deutsch-französischen Provenienzforschungsfonds zu Kulturgütern aus Subsahara-Afrika.

18:20 Uhr: Eröffnungsvortrag von Anaëlle Vanel

18:30 Uhr: Podiumsdiskussion „Versöhnung durch Erinnerung: Welchen Beitrag leistet die Provenienzforschung?“

 

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin, dem deutsch-französischen Provenienzforschungsfonds zu Kulturgütern aus Subsahara-Afrika und dem Centre Marc Bloch. Teil der Veranstaltungsreihe des Centre Marc Bloch anlässlich Panthéonisation von Marc Bloch.