Marc Bloch : Vergleichende Geschichte(n) und deutsch-französisches Engagement

28.05.2026
9:00 – 18:00

Centre Marc Bloch, Germaine Tillion Saal & Online

Zur Anmeldung

 

Veranstaltung mit Simultanübersetzung Französisch/Deutsch

 

Programm

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9:00–9:30 Uhr – Empfang und Eröffnung

Begrüßungsworte: Jay Rowell (Centre Marc Bloch), Christian Stertz (BMFTR), Thomas Michelon (Botschaft/IFA), Silvia von Steinsdorff (HU)

Eröffnung: Florian Mazel (Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne), Fabien Théofilakis (CMB)

 

09:30–10:30 – Panel 1

Marc Bloch zwischen Territorien und Zugehörigkeiten: Lyon und das Elsass im Vergleich
Moderation: tbc

Einleitende Lesung
Lesung aus Texten von Marc Bloch (auf Französisch und Deutsch)

Vorträge

Andreas Girbig (emlyon business school), „Der Historiker Marc Bloch und die Stadt Lyon – Ort des Schicksals und der Erinnerung“

Catherine Maurer (Université de Strasbourg), „La place de l’Alsace dans la biographie et l’œuvre de Marc Bloch“

 

10:30–11:30 – Panel 2

Marc Bloch zwischen wissenschaftlichen Netzwerken und der Internationalisierung der Geschichtswissenschaft: Zeitschriften, intellektuelle Zirkulationen und wissenschaftliche Projekte auf europäischer Ebene
Moderation: tbc

Einleitende Lesung
Lesung aus Texten von Marc Bloch (auf Französisch und Deutsch)

Vorträge

Agnès Graceffa (Université libre de Bruxelles), „Restaurer une histoire européenne après le traumatisme de la Première Guerre mondiale : Bloch, Febvre, Pirenne et le projet de revue internationale d’histoire économique et sociale“

Frank Müller (Université Paris-Nanterre / CMB), „Drei Zeitschriften der 1930er Jahre: Annales d’histoire économique et sociale, Annales sociologiques, Zeitschrift für Sozialforschung“

 

11:30–12:30 – Panel 3

Marc Bloch als Mediävist heute – deutsch-französische Perspektiven
Moderation: tbc

Einleitende Lesung
Lesung aus Texten von Marc Bloch (auf Französisch und Deutsch)

Vorträge

Florian Mazel (Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne), „Entre révérence et référence. Marc Bloch dans les travaux des médiévistes français de Georges Duby à nos jours“

Klaus Oschema (DHI Paris), „Verschwiegen, vermieden, verehrt? Wahrnehmung und Rezeption Marc Blochs in der deutschen Mediävistik“

 

12:30–13:30 – Mittagspause

 

13:30–14:30 – Panel 4

Marc Bloch zwischen historischen Methoden und Analyseebenen: zur Frage der Erneuerung historiographischen Schreibens
Moderation: tbc

Einleitende Lesung
Briefe und Notizen Marc Blochs (1939–1941)

Vorträge

François-Olivier Touati (Université de Tours), „Marc Bloch et l’Europe“

Moritz Neuffer (EHESS Paris / CMB), „Der Wert des Gewöhnlichen. Marc Bloch und die Alltagsgeschichtsschreibung im 20. Jahrhundert“

 

14:30–15:30 – Panel 5

Marc Bloch zwischen Politik und Nachwirkungen: Résistance, Engagement und historiographische Verwendungen Marc Blochs
Moderation: tbc

Einleitende Lesung
Lesung aus Texten von Marc Bloch (auf Französisch und Deutsch)

Vorträge

Isabelle Lacoue-Labarthe (Sciences Po Toulouse), „Marc Bloch au Panthéon… des historiens. Variations et récurrences de la référence à Marc Bloch dans les écrits autobiographiques d’historien.ne.s français.es“

Eva Raynal (Université de Mayotte), „Marc Bloch lu par Jorge Semprún : entre résistance et engagement exemplaires“

 

15:30–16:00 – Pause

 

16:00–17:00 – Panel 6

Marc Bloch zwischen Engagement und Vermittlung: Der Intellektuelle in der Gesellschaft
Moderation: tbc

Einleitende Lesung
Lesung aus Texten von Marc Bloch (auf Französisch und Deutsch)

Vorträge

Charlotte Jacq (Sciences Po Paris), „Marc Bloch sur l’éducation. L’engagement du savant dans la cité et le programme de grands travaux éducatifs pour la promotion de l’intelligence critique“

Matis Bloch (Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne), „Marc Bloch contre le politique ? Retour sur l’interprétation historiographique du rapport au politique des Annales“

 

17:00–18:00 – Podiumsdiskussion

Marc Bloch heute: Was bedeutet kritische Geschichte für junge Generationen?

Mit:

ausgewählten Forscher*innen des Tages

einer Delegation von Berliner Schüler*innen

Moderation tbc

 


 

18:30–20:00 Uhr – Rückgabezermonie in der französischen Botschaft in Berlin (in Zusammenarbeit mit der CIVS)

Zwischen 1941 und 1944 wurde die Pariser Bibliothek von Marc Bloch von den Nazis geraubt.
Sieben der von den Nazis entwendeten Werke werden der Familie zum Abschluss des Kolloquiums zurückgegeben.

 

Musikalische Einleitung – Lebensmelodien

 

Begrüßungsworte

 

Marie-Bénédicte Vincent (Universität Besançon), „Die geraubte und teilweise zurückgegebenen Bibliothek von Marc Bloch“

 

Musikalisches Intermezzo – Lebensmelodien

 

Übergabe der sieben Werke an Matis Bloch (Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne)

 

Musikalischer Ausklang – Lebensmelodien

 

 

Zwischen 1933 und 1945 entstanden, wurden die Lebensmelodien in Zeiten der Verfolgung angesichts des Todes gesungen oder gespielt und oft nur im Gedächtnis bewahrt. Hinter jeder Melodie steht die Lebensgeschichte eines jüdischen Schicksals. Die Musik half, in den Ghettos und Lagern zu überleben oder auch von dieser Welt Abschied zu nehmen.
Viele dieser Werke wären beinahe verloren gegangen. Heute, rund achtzig Jahre später, erklingen sie wieder. Das Projekt Lebensmelodien bringt diese Musik zurück auf die Bühne. Manche Stücke werden erstmals aufgeführt, nachdem sie von Holocaust Überlebenden und deren Nachkommen zur Verfügung gestellt wurden. Andere, die ursprünglich als Lieder entstanden, wurden neu für ein klassisches Ensemble bearbeitet. Die Lebensmelodien erklingen in Konzertsälen, Schulen, Synagogen, Kirchen und Moscheen an Orten, an denen Erinnerung lebendig wird. Auf diese Weise bleibt ein bedeutendes Stück jüdischer Kultur erhalten und wird vor dem Vergessen bewahrt.
Gegründet wurde das Projekt 2019 von dem Klarinettisten und künstlerischen Leiter Nur Ben Shalom sowie dem evangelischen Superintendenten Michael Raddatz im Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg. Das Ensemble besteht aus herausragenden Musikerinnen und Musikern, darunter Mitglieder der Berliner Philharmoniker sowie renommierte internationale Solistinnen und Solisten. Gemeinsam bringen sie die Melodien und die Geschichten dahinter auf Bühnen in aller Welt. Seit 2022 gehört auch ein Bildungsprogramm zum Projekt. In Workshops lernen Schülerinnen und Schüler die Musik kennen und erfahren die Lebensgeschichten, die sich hinter den Kompositionen verbergen.

 


 

Organisationskomitee: Camille Colleu (CMB), Florian Mazel (Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne), Chloé Risbourque (CMB), Fabien Théofilakis (CMB).

 

Wissenschaftlicher Beirat: Michael Goebel (Freie Universität, Berlin), Paul Gradvohl (Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne), Nelssy Kinzonzi (Universität Straßburg / Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, CMB), Nathalie Moine (CNRS, CMB), Pierre Monnet (EHESS), Steffen Patzold (Universität Tübingen), Jay Rowell (CMB)

 

Centre Marc Bloch, Friedrichstraße 191, 10117 Berlin

 

Kontakt: pantheonisation@cmb.hu-berlin.de

 

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