Alexandre Iagodkine
VITA
Ehemaliger Schüler der École normale supérieure de Lyon und Agrégé im Fach Philosophie bin ich zurzeit Doktorand der Philosophie an der Université Bordeaux Montaigne, wo ich unter der Betreuung von Étienne Bimbenet (Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne) und in Mitbetreuung von Gerald Hartung (Bergische Universität Wuppertal) promoviere.
Neben meiner Forschungstätigkeit war ich zunächst im Rahmen meines Doktorandenvertrags und anschließend als ATER (Attaché temporaire d’enseignement et de recherche – Befristeter Lehr- und Forschungsbeauftragter) an der Université Bordeaux Montaigne in der Lehre tätig. Darüber hinaus habe ich als Gymnasiallehrer in Frankreich Philosophie unterrichtet.
Im akademischen Jahr 2026/2027 bin ich Stipendiat der Studienstiftung des Abgeordnetenhauses von Berlin am Centre Marc Bloch. Dort bin ich dem Forschungsschwerpunkt „Die Kunst der Kritik“ zugeordnet und setze meine Arbeit an meiner Dissertation fort.
Mutterinstitut:
Université Bordeaux Montaigne
Forschung
Forschungsthemen
Deutsche Philosophie des 20. Jahrhunderts
Phänomenologie und philosophische Anthropologie
Philosophie der Biologie und der Ethologie
Tierphilosophie und Tierethik
Umweltethik
Forschungsprojekt
Mein Forschungsprojekt gliedert sich in zwei Hauptthemen. Einerseits untersuche ich den Begriff der „anthropologischen Differenz“ (die Unterscheidung zwischen Mensch und Tier) in der Geschichte der Philosophie und insbesondere seine Behandlung in der deutschen Philosophischen Anthropologie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Andererseits bezieht sich meine Fragestellung auf das Forschungsfeld der Biologie und der Verhaltensforschung.
Inwiefern kann der Denkansatz der Philosophischen Anthropologie für unser heutiges Verständnis der anthropologischen Differenz im Lichte der neuesten Forschungen zum Tierverhalten fruchtbar gemacht werden? Welche ethischen Konsequenzen für das Verhältnis des Menschen zur Natur lassen sich daraus ziehen? Wie wäre eine anthropologische Differenz ohne Anthropozentrismus zu denken? In diesem Zusammenhang befasse ich mich vor allem mit dem Werk des Philosophen und Soziologen Helmuth Plessner (1892-1985).
Stipendium
Stipendium der Studienstiftung des Abgeordnetenhauses von Berlin (2026-2027)
Titel der Dissertation:
Die anthropologische Differenz in der philosophischen Anthropologie Helmuth Plessners
Institution der Dissertation:
Université Bordeaux Montaigne
Betreuer*in
Étienne Bimbenet - Gerald Hartung
Publikationen
Buch
- L’Animal, Ellipses, collection « La philosophie pas à pas », 2024.
Aufsätze
- „Les animaux peuvent-ils être des sujets de droit ? De la technique juridique aux droits fondamentaux et relationnels“, Droit et Philosophie, no 17 : Métamorphoses du (sujet) de droit, 2026.
- „La différence dans la continuité : apports et limites du modèle des “degrés de l’organique” en philosophie“, Essais – Revue interdisciplinaire d’Humanités, no 25, 2026.
- „Les agentivités plurielles : l’hybridation comme objet et méthode dans la pensée de l’altérité animale“, Essais – Revue interdisciplinaire d’humanités, nº 24, 2025.
Rezensionen
- „Ted Toadvine, The Memory of the World: Deep Time, Animality, and Eschatology“, ALTER – Revue de phénoménologie, no 33, 2025, p. 354-373.
- Rezensionen für die Zeitschrift Lectures, online: https://journals.openedition.org/lectures/22720. Letzte Rezension: „Emilie Dardenne, Penser la condition animale. Outils critiques„, Lectures, September 2026: https://journals.openedition.org/lectures/72593