Dr. Christine Ludl

Dr. Christine Ludl

Assoziierte Forschende

Forschungsschwerpunkt:

Zirkulationen und sozio-politische Räume

Disziplin

Sozialwissenschaften, Geschichte

E-Mail

chludel@zedat.fu-berlin.de

Website

http://

VITA

Christine Ludl hat an der Freien Universität Berlin und an Sciences Po Paris (co-tutelle) zu Repäsentationen von Mobilität und sozialem Prestige von Migranten und Migrantinnen aus dem Senegalgebiet in Frankreich promoviert. Als Postdoktorandin an der University of the Witwatersrand und am Institut Français d’Afrique du Sud in Johannesburg, Südafrika sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bayreuth International Graduate School of African Studies, hat sie zu Migration, Mobilität und Stadtentwicklung in Südafrika geforscht. Ausgehend von ihrer Beschäftigung mit dem Begriff der (Sozialen) Repräsentationen in ihrer Dissertation und ihrem Interesse für die Geschichte von Methoden, Theoriebildung und Wissensproduktion in den Sozialwissenschaften arbeitet sie aktuell an einem Forschungsprojekt zur Geschichte der Psychologie an der TH Dresden (1920 – 1970).

Mutterinstitut:

Technische Universität Dresden

Forschung

Forschungsthemen

Geschichte der (Sozial)Psychologie / Geschichte und Methodologie des Repräsentationsbegriffs. Methodologie und Wissensproduktion in den Sozial- und Kulturwissenschaften. Mobilität und Stadtentwicklung im Globalen Süden (Johannesburg, Südafrika). Migration aus Westafrika (Senegal, Mali, Mauretanien) nach Frankreich und Südafrika.

Forschungsprojekt

Zwischen Grundlagenforschung und Anwendungsorientierung. Geschichte psychologischer Forschung an der Technischen Hochschule / Universität Dresden (1918 – 1967)

Das Projekt untersucht die Geschichte der Produktion, Zirkulation und Anwendung psychologischen Wissens an der TH/TU Dresden in der Zeit von 1920 bis 1970. Der Schwerpunkt der Analyse liegt dabei auf der Zeit des Nationalsozialismus. Im Zentrum der Untersuchung steht die Artikulation von Grundlagenforschung und Anwendungsorientierung. Das Projekt fragt, wie sich innerhalb komplexer Wechselbeziehungen zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die Produktion von psychologischem Wissen und seine Anwendung in Bildung, Militär und Industrie gegenseitig bedingten. Es fragt, wie sich psychologische Wissensbestände und Forschungspraktiken an der TH/TU Dresden etablieren konnten oder marginal blieben, wie sie sich über die Zirkulation zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Teilbereichen veränderten, und welche (Dis-)Kontinuitäten sich über politische und gesellschaftliche Wechsel hinweg feststellen lassen. Ausgangspunkt der Untersuchung sind die Arbeiten und Karrierewege von Dresdener Psycholog:innen und ihre Einbindung in wissenschaftliche, politische, gesellschaftliche und ökonomische Kontexte, Institutionen und Netzwerke. Der Vortrag zeigt exemplarisch einige dieser Leben- und Karrierewege und die Entwicklung zentraler psychologischer Wissensbestände an der TH/TU Dresden – aber auch darüber hinaus – auf.

Das Projekt ist Teil eines Forschungsprojekts und Graduiertenkollegs zur Geschichte der TH Dresden im 20. Jahrhundert, das zur Zeit an der TU Dresden eingerichtet wird. Vor diesem Hintergrund zielt das Projekt darauf ab, die komplexen Zusammenhänge zwischen Wissenschaft und Politik einerseits und der Produktion und Anwendung von Wissen andererseits näher auszuleuchten und einen Beitrag zu einer Wissensgeschichte der Psychologie an der TH/TU Dresden und zur Rolle von Technischen Hochschulen im Nationalsozialismus zu leisten. Zentrale Quellen sind Nachlässe, Personal- und Forschungsakten, Publikationen und Vorträge von Dresdener Psycholog:innen, Korrespondenzen, Bestände von Universitäts-, Staats- und Stadtarchiven, von Stiftungs- und Firmenarchiven sowie des Bundesarchivs.

Titel der Dissertation:

La (les) Représentation(s) de la migration, entre pouvoir et réussite : La mobilité des migrant(e)s originaires de la Vallée du fleuve Sénégal entre leurs pays d'origine et la France.

Institution der Dissertation:

Freie Universität Berlin / Sciences Po Paris

Betreuer*in

Prof. Dr. Nils Diederich (Freie Universität Berlin) / Prof. Dr. Denis-Constant Martin (CERI-Sciences Po Paris)

Publikationen

Zeitschriftenartikel (mit wissenschaftlicher Qualitätssicherung):

Beiträge in Sammelbänden:

  • (2014) “Ambivalent Cosmopolitans? Representation(s) of Senegalese and Malian Migrants in Johannesburg”, in Mamadou Diouf, Rosalind Fredericks (eds.): The Arts of Citizenship in African Cities. Infrastructures and Spaces of Belonging, New York: Palgrave MacMillan, p. 231-252 (peer-reviewed).
  • (mit Gonin, Patrick) (2007) „Générations de la migration. Introduction“, in Emmanuel Ma Mung, Cédric Audebert (eds.) Les migrations internationales: enjeux contemporains et questions nouvelles, Bilbao: Publications de l’Université de Deusto, p. 177-181 (editor reviewed).

Rezensionen:

  • (2014) Dominique Vidal: Migrants du Mozambique dans le Johannesburg de l’après-apartheid. Travail, frontières, altérité, Paris, Johannesburg, Karthala-IFAS, 2014, in: Politique africaine (135), p. 230-232.