Dr. Daniela Heimpel
VITA
Daniela Heimpel ist Max Weber Fellow am European University Institute (EUI) und assoziierte Forscherin am Centre Marc Bloch (CMB). Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die EU und die europäische Integration, Europapolitik, EU-Bildungspolitik und Europäischer Bildungsraum, politische Bildung, Bürgerschaft, transnationale Demokratie, Bürgerbeteiligung in Europa, deliberative und partizipative Demokratie, demokratische Innovationen und die Zukunft der Demokratie, sowie Pluralismus.
Im Jahr 2021 promovierte sie in politischer Theorie über die Idee einer politischen Europa-Bildung (European citizenship education) sowie über EU-Bildungspolitiken und -diskurse. Darüber hinaus war sie Co-Leiterin eines internationalen und kollaborativen Forschungsprojekts über ‚Herausforderungen des Pluralismus“‘ in zeitgenössischen liberalen Gesellschaften, das sich vergleichend mit Europa und Nordamerika beschäftigte (‚Les défis du pluralisme‘, 2014-2018).
In ihrem aktuellen Forschungsprojekt konzentriert sie sich auf Bürgerbeteiligung in Europa, insbesondere auf demokratische Innovationen. Sie beschäftigt sich vor allem mit EU-Experimenten in deliberativer und partizipativer Demokratie, darunter die Konferenz zur Zukunft Europas (2021-2022), die europäischen Bürgerforen, die die Europäische Kommission seit 2022 organisiert und die Jugendbürgerversammlung zu Bestäubern (2025-2026). Sie ist außerdem Mitglied im Constituent Network des Projektes Democratic Odyssey. Darüber hinaus engagiert sie sich regelmäßig in Projekten an der Schnittstelle zu Politik und Gesellschaft, ob im Wissenstransfer, in der Politikberatung oder in transdisziplinären Projekten.
Bevor sie im September 2024 als Max Weber Fellow ans EUI ging, war sie fast drei Jahre als Postdoktorandin am CMB und in diesem Zusammenhang mitverantwortlich für den damaligen Forschungsschwerpunkt 1 ‚Staat, Recht und politischer Konflikt‘. 2021 arbeitete sie zudem als Postdoktorandin am Montreal Centre for International Studies (CÉRIUM) und als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institute for Advanced Sustainability Studies (Projekt ‚Deutsch-französisches Zukunftswerk‘). Sie hat einen Doktortitel in Politikwissenschaft von der Université de Montréal und der Université de Nantes (2021), einen Master-Abschluss in Europastudien von der Université libre de Bruxelles (2013) und einen Bachelor in Interkulturelle Europa- und Amerikastudien / Politikwissenschaft von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (2011), der auch ein Austauschjahr am IEP de Paris miteinschloss. Parallel zu ihrem Studium arbeitete sie als freiberufliche Journalistin für verschiedene deutsche Print- und Onlinemedien.
Arbeitssprachen: Französisch (fließend), Deutsch (Muttersprache), Englisch (fließend), Italienisch (fließend).
Mutterinstitut:
European University Institute
Forschung
Forschungsthemen
Europäische Union, europäische Integration, Europapolitik, EU-Bildungspolitik, Europäischer Bildungsraum, politische Bildung, Bürgerschaft, Unionsbürgerschaft, transnationale Demokratie, Bürgerbeteiligung in Europa, deliberative und partizipative Demokratie, demokratische Innovationen und die Zukunft der Demokratie, sowie Pluralismus in liberalen Gesellschaften.
Forschungsprojekt
Projekttitel: “Learning Transnational Democracy by Participating in European Citizens’ Panels? Insights from Experiments in Deliberative Democracy at the EU Level”
In ihrem aktuellen Forschungsprojekt konzentriert sie sich auf Bürgerbeteiligung in Europa, insbesondere auf demokratische Innovationen. Dabei interessiert sie sich vor allem für aktuelle Experimente im Bereich der deliberativen und partizipativen Demokratie auf EU-Ebene. Sie untersucht, ob, wie und unter welchen Bedingungen die Teilnahme an solchen transnationalen Experimenten die Fähigkeit der beteiligten Bürger zur Teilhabe an der transnationalen Demokratie Europas stärken und die Bildung zur europäischen Bürgerschaft in der Praxis fördern kann. Das Projekt umfasst drei Fallstudien: die Konferenz zur Zukunft Europas (2021-2022), die Europäischen Bürgerforen, die die Europäische Kommission seit 2022 organisiert und die Jugendbürgerversammlung zu Bestäubern (2025-2026).
Titel der Dissertation:
"Enseigner l'Europe ? Défis, potentiel et limites d'une éducation à la citoyenneté européenne" (einstimmig mit Note "excellent" bewertet). Jury: Laurie Beaudonnet, Kalypso Nicolaïdis, Frédéric Mérand, Jean-Marc Ferry, Magdalena Dembinska, Arnauld Leclerc.
Institution der Dissertation:
Université de Montréal / Université de Nantes (cotutelle-Promotion, d.h. Doppelpromotion)
Betreuer*in
Magdalena Dembinska (Montréal), Jean-Marc Ferry (Nantes), Arnauld Leclerc (Nantes)
Publikationen
Monografien (blind peer-review)
- Heimpel, Former des démocrates transnationaux ? L’UE et l’éducation à la citoyenneté européenne, Bruxelles, Éditions de l’Université de Bruxelles, 2025.
Herausgeberschaft von Sammelbänden (blind peer-review)
- Heimpel und S. Taher (Hrsg.), Les défis du pluralisme : au-delà des frontières de l’altérité, Montréal, Les Presses de l’Université de Montréal, 2018, mit Vorwort von Charles Taylor.
Beiträge in Sammelbänden (blind peer-review)
- Heimpel, „Quelle éducation à la citoyenneté pour l’Europe transnationale ?“, in T. Coignard und C. Spector (Hrsg.), Europe philosophique, Europe politique. L’héritage des Lumières, Paris, Classiques Garnier, 2022, S. 53-73.
- Heimpel und S. Taher, „Introduction : le pluralisme et les démocraties libérales“, in D. Heimpel und S. Taher (Hrsg.), Les défis du pluralisme : au-delà des frontières de l’altérité, Montréal, Les Presses de l’Université de Montréal, 2018, S. 13-44.
Beiträge in Zeitschriften (blind peer-review)
- Heimpel, „Former le citoyen européen ? Réflexions sur le concept d’éducation civique dans le cadre de l’intégration politique transnationale de l’Europe“, Eurostudia, Heft 12, Nr. 1, 2017, S. 1-26.
Beiträge in Zeitschriften (ohne peer-review)
- D. Heimpel, „Mehr Energie für Europa“, Neue Gesellschaft / Frankfurter Hefte, Heft 12, 2011, S. 46-48.
- D. Heimpel, „Mit Sicherheit unsicher. Die Generation flexibel auf dem Arbeitsmarkt“, Neue Gesellschaft / Frankfurter Hefte, Heft 10, 2010, S. 60-62.
- D. Heimpel, „Das Urheberrecht – am Aussterben?“, Neue Gesellschaft / Frankfurter Hefte, Heft 6, 2010, S. 61-63.
Dissertation
- Heimpel, Enseigner l’Europe ? Défis, potentiel et limites d’une éducation à la citoyenneté européenne, verteidigt am August 28, 2020, Université de Montréal / Université de Nantes, 495 Seiten: https://papyrus.bib.umontreal.ca/xmlui/handle/1866/25978.
Policy-Paper
- Co-Autorin des Papers „European Foreign Policy in 2027: Preparing for the unexpected“, Risikoanalyse, Institut français des relations internationales / Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e. V., Februar 2018.