François  Gire

François Gire

Promotionsstipendiatinnen , DAAD

Forschungsschwerpunkt:

Europa und Demokratie unter Druck

Disziplin

Geschichte

E-Mail

francois.gire@cmb.hu-berlin.de

VITA

August 2026–Juli 2027: Doktorand am Marc-Bloch-Zentrum (DAAD)

2025–: Doktorarbeit, EHESS, Centre Alexandre-Koyré, Paris

2019–2024 Masterstudium „Kriegs- und Konfliktforschung“, Universität Potsdam, Potsdam

2015–2019 Bachelorstudium der Rechtswissenschaften, Universität Toulouse Capitole, Toulouse

Mutterinstitut:

EHESS

Forschung

Forschungsthemen

Geschichte der Wissenschaften und des Wissens, Psychologie, Sexologie, Literatur, Politisches und militärisches Denken

Forschungsprojekt

„Roger Martin du Gard, ein Schriftsteller an der Schnittstelle der deutsch-französischen intellektuellen und wissenschaftlichen Welten des frühen 20. Jahrhunderts: Psychologie, Sexologie und Politik“. Unter der Leitung von Andreas Mayer (CNRS, EHESS CAK).

 

 

Roger Martin du Gard, der 1913 durch die Veröffentlichung seines ersten Romans bei Gallimard ins Rampenlicht der französischen Literatur rückte und 1937 den Nobelpreis für Literatur erhielt, ist einer der meistgelesenen und meistübersetzten französischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Ausgehend vor allem von seinem Tagebuch, seinem Briefwechsel und seinen Notizen, die in der Literaturwissenschaft bislang vorrangig zur biografischen Entschlüsselung seiner Romane herangezogen wurden, zielt diese Dissertation darauf ab, das Werk von Roger Martin du Gard in die intellektuellen und wissenschaftlichen Kontexte einzuordnen, aus denen es seine Inspiration bezog. Anhand der Untersuchung der Beziehungen, die der Schriftsteller zu Vertretern der Psychologie, der Sexologie sowie des politischen und militärischen Denkens unterhielt, wird aufgezeigt, wie Martin du Gard in einen ständigen Dialog mit zahlreichen Gelehrten, insbesondere aus dem germanischen Raum, trat. Es geht darum, den Prozess aufzuzeigen, durch den der Schriftsteller ein eigenständiges psychosexuelles Wissen hervorgebracht hat, das wir in den Geisteswissenschaften seiner Zeit verorten wollen.

Publikationen

Übersetzung: Andreas Mayer, Freud à rebrousse-poil. Une autre histoire de la psychanalyse, Paris, Les Belles Lettres, (à paraître en 2027)

Artikel: „Clausewitz and the coup d’oeil, 18th and 19th century military thought through the lens of its cognitive practices“ History of the Human Sciences (erscheint 2026)

Rezension: a réception de la psychanalyse dans les lettres françaises (1900-1930), Paris, Classique Garnier, 2024 », Psychoanalysis and History, vol. 27 (2025), n° 3, p. 349-352

Übersetzung:Andreas Mayer, La Marche. Histoire d’une fascination savante (1770-1914), Paris, Les Belles Lettres, 2025