On the concept of genocide
Gerd Hankel (Hamburger Institut für Sozialforschung), Aurélia Kalisky (CMB), Dirk Moses (CUNY)
8.06.2026
18:00 – 20:00
Hybrid : Salle Germaine Tillion, Centre Marc Bloch, Berlin & Online
Zur Anmeldung
Obwohl sich der Begriff des Genozids während der Nürnberger Prozesse (November 1945 – Oktober 1946) nicht als juristische Kategorie durchsetzen konnte, gilt er heute als das „Verbrechen aller Verbrechen“ und erfährt eine mediale Präsenz, die umgekehrt proportional zu seiner tatsächlichen gerichtlichen Anwendung ist. Ausgehend von aktuellen Debatten reflektiert diese Veranstaltung gemeinsam mit drei Referent*innen — einem Historiker, einem Experten für Völkerrecht und Linguistik sowie einer Literaturwissenschaftlerin — über die Verwendungen, Zirkulationen und Grenzen des Begriffs „Genozid“. Die Sitzung fragt danach, inwiefern dieses im Kontext des Zweiten Weltkriegs entstandene begriffliche und juristische Instrument auch heute noch geeignet ist, extreme Gewalt zu verstehen — oder sogar zu bekämpfen —, 80 Jahre nach der Veröffentlichung von Axis Rule in Occupied Europe. Und wenn Raphael Lemkin heute zurückkehren würde — was würde er sagen?
Referent :innen:
- Dirk Moses (CUNY)
- Gerd Hankel (Hamburger Institut für Sozialforschung)
- Aurélia Kalisky (CMB)
Die Veranstaltung findet auf Englisch und Deutsch statt.
Im Rahmen der Ringvorlesung „80 Jahre danach…“