Resilienz im interdisziplinären Dialog
12.05.2023
9:00
Organisator:innen: Gabriel Bartl, Sabine Ries, Anja Röcke, Elsa Tulmets Der Workshop verfolgt das Ziel, einen interdisziplinären Dialog zwischen Soziologie, Internationale Beziehungen, Rechtswissenschaften, Ökonomie und Psychologie zu initiieren und die vorhandenen Herangehensweisen und Perspektiven auf Resilienz miteinander zu vergleichen. Aus diesem Dialog möchten wir auch Anregungen für eine kritische Diskussion des Konzepts erhalten. Dies halten wir gerade in Anbetracht der aktuellen Relevanz des Resilienz-Themas im öffentlichen Diskurs für bedeutsam, da in diesem Diskurs die verschiedenen möglichen Bedeutungen und damit verbundenen Implikationen des Themas in der Regel nicht reflektiert werden. Folgende Fragen sollen im Rahmen des Workshops aufgegriffen werden: Was ist Resilienz? Gibt es Unterschiede von Resilienz je nachdem, ob es auf der Mikro-, der Meso- oder auf der Makro-Ebene zur Anwendung kommt? Welche unterschiedlichen theoretischen und disziplinären Zugänge gibt es zum Thema Resilienz? Welche Rolle spielt Resilienz als Paradigma im Kontext von Krisen und inwieweit basieren entsprechende Strategien auf „techno fixes“ in Opposition zu sozialen Resilienzkonzepten? Welche politischen Implikationen hat Resilienz? Welche Rolle spielt Resilienz in aktuellen sicherheitspolitischen Fragen? Inwiefern unterliegt Resilienz einer sicherheitspolitischen Präventionslogik? Was ist die normative Dimension von Resilienz, etwa im Rahmen rechtlicher Konzeptionen? Welche Rolle spielt Resilienz im Recht und welchen Mehrwert liefert es gegenüber anderen Konzepten? Welche alltagspraktische Bedeutung und Relevanz hat Resilienz heute? Welche Wahrnehmungen von Resilienz gibt es? Kann man Resilienz üben? Welche Kritik kann oder sollte man am Resilienz-Konzept äußern? Lenkt individuelle Resilienzkompetenz beispielsweise von gesellschaftlichen Lösungsstrategien ab Weitere Fragen, die den interdisziplinären Dialog und die kritische Diskussion bereichern, sind willkommen!
Programm
09.00 Uhr – 09.15 Uhr Thematische Einführung durch die Organisator:innen – 09.15 Uhr – 10.15 Uhr Martin Endreß (Universität Trier): Resilienz – Soziologische Überlegungen hinsichtlich eines Begriffs im interdisziplinären Diskurs Kommentar: Frédéric Graber (Centre Marc Bloch) —– Diskussion —– Moderation: Elsa Tulmets – 10.15 Uhr – 11.15 Uhr Antonia Bendau, Eva Asselmann (HMU Health and Medical University, Potsdam): Psychologische Perspektiven auf Resilienz Kommentar: Elsa Tulmets (Centre Marc Bloch) —– Diskussion —– Moderation: Anja Röcke – 11.15 – 11.45 Uhr Kaffeepause – 11.45 Uhr – 12.45 Uhr Reimund Schwarze (Helmholtz Zentrum für Umweltforschung Leipzig): Resilienzplanung aus ökonomischer Sicht Kommentar: Vincent August (Humboldt-Universität zu Berlin) —– Diskussion —– Moderation: Elsa Tulmets – 12.45 – 14.00 Uhr Mittagspause – 14.00 Uhr – 15.00 Uhr Anne Dienelt (Universität Hamburg): Klima, Resilienz und Recht Kommentar: Sabine Ries (Europa-Universität Viadrina/CMB) —– Diskussion —– Moderation: Gabriel Bartl – 15.00 Uhr – 16.00 Uhr Jens Zinn (University of Melbourne): Ambivalenzen der Resilienz in der “Risk-Taking Society” Kommentar: Gabriel Bartl (Centre Marc Bloch) —– Diskussion —– Moderation: Anja Röcke – 16:00 Uhr – 16:30 Uhr Kaffeepause – 16:30 Uhr – 17:30 Uhr Stefan May (LMU München): Rechtsformenwandel und Unbestimmtheit. Anmerkungen zu einem Recht der Gesellschaft der Gegenwarten. Kommentar: Anja Röcke (Humboldt-Universität Berlin/CMB) —– Diskussion —– Moderation: Sabine Ries – 17:30 – 18:00 Uhr Abschluss-Diskussion – 18:00 Uhr Ende der Veranstaltung –