Atelier Formation-Recherche: Formen des Wissens: Die Legitimität der Kunst

2.07.2010 – 3.07.2010
10:00

Kunst entsteht nicht allein schon im und durch den Akt des Produzierens – ebenso wenig wie Wissensproduktion allein schon eine Wissenschaft konstituiert. Beide – Kunstwerke wie Wissensbereiche – müssen zudem bestimmte öffentliche Legitimationsprozesse durchlaufen. Dabei spielen nicht allein die Kriterien des Marktes (Kritik, Ökonomie, öffentliche Meinung und ‚Geschmack’) und bestimmter institutioneller Rahmenbedingungen eine Rolle. Es scheint bei Kunstwerken häufig auch darum zu gehen, daß sie besonders überzeugend Bereich der Episteme freilegen und bewußt machen können. Umgekehrt bedienen sich die Wissenschaften zu ihrer Legitimation häufig Formen der visuellen Präsentation, die offenbar vor einem breiteren Publikum besonders überzeugen kann. Eine zentrale hermeneutische Herausforderung dabei ist, die Spannung von Vorerwartung, Rahmenbedingungen und neuen Formen von Kunst/Wissen und ihren Legitimationsstrategien und –prozessen historisch-kritisch erfassen. Dieses Atelier fragt daher nach solchen komplexen Verschränkungen zwischen Erwartungshorizont, Wissensproduktion, Versuchen und Formen der Legitimation und den sozialen wie institutionellen Rahmenbedingungen. Dabei werden Kunst und Wissenschaft nicht vorab in einem eindeutigen Abhängigkeitsverhältnis gesehen, sondern es soll gerade besonders genau untersucht werden, wo Parallelen und Unterschiede auftreten und in welchen Begründungs-Zusammenhängen gegenseitige Anleihen oder aber bewußte Abgrenzungen vorgenommen werden.

Programm

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