Begegnungen zu verknüpften Machtverhältnissen. Klasse, Geschlecht, Rassialisierung, und Sexualität

26.05.2016
14:00

No. 3 – Feminismen  und Staatskritik mit Kristina Schulz, Universität Bern, und Emeline Fourment,  Sciences Po. Paris, CMB. In dieser dritten Sitzung der Begegnungen geht es um das Spannungsfeld von Staat und feministischer Kritik. Wie Kristina Schulz es in ihrem Buch „Der lange Atem der Provokation“ gezeigt hat, entwickelte sich die sogenannte zweite Welle der Frauenbewegung aus der Neuen Linken aber auch in Abgrenzung zu ihr. Dies schlägt sich auch in ihrer Theorieproduktion nieder. Während die eigenen Begriffe zum Teil an marxistischen Argumentationsweisen entwickelt wurden, sind durch Selbsterfahrungsgruppen und aus dem Teilen gemachter Erfahrungen auch Ansätze entstanden, die marxistischen Anschauungen entgegen stehen. Gerade was das sehr komplexe Verhältnis des Feminismus zum Staat betrifft haben sich Fragen gestellt, die auch den Feminismus heute noch prägen. Wie analysierten damals und analysieren heute Feministinnen den Zusammenhang von Staat und Geschlechterverhältnissen? Welches Staatsverständnis liegt den verschiedenen Strategien, wie z.B. Gegeninstitutionen, zugrunde? Wie schlug und schlägt sich eine Auseinandersetzung mit der Neuen Linken im feministischen Denken nieder ? Diesen Fragen wollen wir mit Kristina Schulz und Emeline Fourment nachgehen.