Berlin, 1989
Pascale Laborier (Université Paris Nanterre), Boris Grésillon (Lycée français de Berlin/CMB), Hartmut Kaelble (HU). Moderation: Antje Dietze (CMB)
9.11.2026
18:00 – 20:00
Germaine Tillion Saal & Online
Sprache: DE / FR
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Mit Simultanübersetzung
Berlin war 1989 und in den darauffolgenden Jahren ein einzigartiges Experimentierfeld für die Erforschung der politischen, sozialen, städtebaulichen und kulturellen Umbrüche, die mit dem Ende der DDR und der deutschen Wiedervereinigung einhergingen. Ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen und Forschungsarbeiten blicken Pascale Laborier, Boris Grésillon, Hartmut Kaelble und Antje Dietze auf die Fragen zurück, die diese Zeit aufgeworfen hat. Wie hat der Dialog zwischen französischen und deutschen Wissenschaftstraditionen ihre Perspektiven bereichert? Und welchen Beitrag konnte das CMB zur Entwicklung der Forschung zu Osteuropa und zu postsozialistischen Transformationsprozessen im Bereich der Stadtsoziologie leisten.
Die Podiumsdiskussion bietet zugleich Gelegenheit, auf die Gründung des CMB in Berlin zurückzublicken, das im Zuge des Mauerfalls als Beobachtungspunkt für die Umbrüche in Mittel- und Osteuropa konzipiert wurde. Im Mittelpunkt stehen dabei auch seine Entwicklung von einem französischen Forschungszentrum im Ausland zu einer genuin deutsch-französischen Forschungseinrichtung sowie die Rolle, die es in den kommenden Jahren dabei spielen kann, unterschiedliche Disziplinen, Wissenschaftstraditionen und europäische Perspektiven miteinander zu verbinden.