Daniel Cefaà¯: Warum geht man auf die Straße? Theorien der kollektiven Mobilisierung
28.05.2008
10:00
Daniel CefaïPromotion 1989 an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales (EHESS) in Paris über «Anthropologie et phénoménologie. Sur la constitution du monde vécu». 1994-2007 Maître de conférences an der Université Paris X Nanterre. Gastprofessuren in Montréal, Fribourg (Schweiz) und Chicago. 2007 Habilitation an der EHESS-Paris.PublikationCefaï, Daniel: Pourquoi se mobilise-t-on? Théories de l’action collective, La Découverte, Paris 2007.Warum geht man auf die Straße? Warum engagiert man sich? Eine der Eigenheiten demokratischer Regime besteht darin, dass ihre Bürger ein Recht auf Einsicht in öffentliche Angelegenheiten, sowie ein Recht auf Kritik und Revolte haben. Sie diskutieren und organisieren sich, stellen öffentlich Forderungen auf, schließen Allianzen mit Parteien und Gewerkschaften und treten mit den Institutionen in Konflikt. Aber wer bringt sie dazu? Mobilisierung kostet Energie und birgt Risiken. Warum warten sie nicht, dass andere in Aktion treten? Daniel Cefaï zeichnet die Geschichte der Theorien der kollektiven Mobilisierung vom 19. Jahrhundert bis heute nach. Er bietet damit eine Kartographie des Wissens über die kollektive Mobilisierung, die alles, was bisher zu diesem Thema auf beiden Seiten des Atlantiks geschrieben wurde, zusammenfasst und erweitert.Der Vortrag findet in französischer Sprache mit Simultanübersetzung ins Deutsche statt.