Das Unbehagen der area studies. Öffnung neuer Perspektiven durch das Konzept der Phantomgrenzen
19.12.2016
10:00
Dr. Béatrice von Hirschhausen (CNRS) Kommentar: Denis Eckert (Directeur de recherche CNRS – Centre Marc Bloch) Wie sind geo-kulturelle Differenzen angesichts von Globalisierung, postkolonialer Kritik oder des medialen Erfolgs des Kampfes der Kulturen zu behandeln? Inwieweit ist die regionale Ebene für das Verstehen von Gesellschaften von Bedeutung und welcher Status muss ihr im Rahmen unserer Forschung zuerkannt werden? Lange schien diese Frage klar und einstimmig beantwortet. Heute ist sie von starken Widersprüchen geprägt. Das Konzept der „Phantomgrenzen” ist ein theoretischer Erklärungsansatz für eine Reihe spezifischer und ungelöster empirischer Fragen, die sich in Mittel- und Osteuropa beobachten lassen. Die heuristisch reichen Fallbeispiele, um die es geht, gestatten Fortschritte in Bezug auf die langfristige und räumliche Produktion und Reproduktion von Unterschieden zwischen Gesellschaften. Eine Arbeit, die in permanenter Weiterentwicklung begriffen ist und zur Diskussion auffordert.