Deutschland und Europa nach Merkel: Herausforderungen und Perspektiven
4.11.2021 – 5.11.2021
14:30
4. November 2021: 14:30 bis 18:00 Uhr (Berliner / Pariser Zeit) / 09:30 bis 13:00 Uhr (Montréaler Zeit), online (zoom) 5. November 2021: 14:30 bis 18:00 Uhr (Pariser /Berliner Zeit) / 9:30 bis 13:00 Uhr (Montréaler Zeit), Hybridformat (Université de Montréal / zoom) Am 26. September hat Deutschland die Mitglieder seines Bundestages gewählt. Zur allgemeinen Überraschung angesichts der Umfragen des letzten Frühjahrs ist die SPD zum ersten Mal seit sechzehn Jahren wieder die stärkste Partei im Bundestag. Die CDU/CDU hingegen erreichte ein sehr niedriges Ergebnis. Die Grünen erzielten das beste Ergebnis, das sie jemals auf Bundesebene hatten, auch wenn es weit hinter ihren ursprünglichen Erwartungen zurückblieb. Die FDP konnte ihre Gewinne festigen, die AfD ist zurückgefallen und die Linke hat es nur knapp in den Bundestag geschafft. Wie wirkt sich das Ergebnis auf die aktuelle und zukünftige Politik sowie auf das Parteiensystem und das demokratische Leben in Deutschland aus? Welche Auswirkungen sind in der Außen-, Umwelt- und Migrationspolitik zu erwarten, auch angesichts der voraussichtlichen Juniorpartner in der Koalition, den Grünen und der FDP? Wie haben Deutschlands Partner auf das Wahlergebnis reagiert? Was sind ihre Erwartungen? Welche Folgen haben diese Situation und das Wahlergebnis für die Europäische Union und ein Europa „nach Merkel“? Derzeit scheint die sogenannte Ampelkoalition Rückenwind zu haben. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn auch die SPD als Gewinner ist nicht von inneren Spaltungen gefeit. Die Erfahrungen der Koalitionsverhandlungen 2017 und der Abbruch der Gespräche zur Bildung einer Jamaika-Koalition durch die FDP legen zudem nahe, dass andere Regierungsoptionen nicht völlig ausgeschlossen werden sollten. Zwar ist die CDU/CSU durch die Wahl geschwächt und hat das schlechtestes Ergebnis seit ihrer Gründung eingefahren. Trotzdem können sie auf nationaler sowie europäischer Ebene weiterhin Einfluss nehmen. Man denke hier nicht nur die elf Landesregierungen, in denen die Union vertreten ist, sondern auch an das Gewicht, das sie durch ihre Abgeordneten im Europäischen Parlament hat, sowie an die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen. Diese Konferenz ist aus einer gemeinsamen Initiative des CMB und des CCÉAE heraus entstanden. Als Folgeveranstaltung der Podiumsdiskussion „Quo vadis Deutschland?“ (27. September 2021) ist sie Teil eines transatlantischen Projekts, das sich mit der Bundestagswahl und ihren Folgen beschäftigt. Ziel der Konferenz ist es, an der Podiumsdiskussion anzuknüpfen und die Analysen unter Einbezug laufender Debatten, Sondierungsgespräche und Koalitionsverhandlungen zu vertiefen. Da die Wahl weit über die Grenzen Deutschlands hinaus eine Rolle spielt, werden bei Veranstaltung verschiedene europäische und kanadische Perspektiven berücksichtigt und miteinander konfrontiert. Ort: Hybridformat – online (auf zoom) und an der Université de Montréal, Raum C-2059, Lionel Groulx Pavillon, Carrefour des Arts et des Sciences, Université de Montréal (3150 Rue Jean-Brillant, Montreal) Die Konferenz wird auf Französisch und auf Deutsch abgehalten. Während der gesamten Veranstaltung wird eine Simultanübersetzung Französisch-Deutsch und Deutsch-Französisch angeboten. Die Teilnahme ist kostenlos. Um den Zoom-Link zu erhalten, registrieren Sie sich bitte unter Eventbrite: https://www.eventbrite.ca/e/billets-colloque-lallemagne-et-leurope-apres-merkel-4-et-5-novembre-2021-192472830417?aff=ebdssbonlinesearch Verantwortliche Wissenschaftler*innen: Dr. Laurent Borzillo (CCÉAE, borzillo.laurent@courrier.uqam.ca) Dr. Daniela Heimpel (CMB, daniela.heimpel@cmb.hu-berlin.de)
Programm
Panels am Donnerstag, den 4. November 2021: 14:30 bis 18:00 Uhr (Berliner Zeit) / 09:30 bis 13:00 Uhr (Montréaler Zeit) Panel 1: Die Bundestagswahl 2021: Bedeutung und Auswirkungen auf das Parteiensystem und das demokratische Leben in Deutschland Moderator: Prof. Denis Dumas, PhD (Université d’Ottawa). Gastredner*innen: Prof. Dr. Karim Fertikh (Université de Strasbourg / CIERA), Stefanie John (Heinrich-Böll-Stiftung); Dr. Marcel Lewandowsky (Centre for European Studies, University of Florida); Prof. Dr. Suzanne S. Schüttemeyer (Institut für Parlamentarismusforschung, IParl, Berlin). 16:00 bis 16:30 Uhr (Berliner Zeit) / 11:00 – 11:30 (Montréaler Zeit): Pause Panel 2: Nach der Wahl: Wird die deutsche Politik „grüner“? Moderator: Prof. Dr. Jakob Vogel (CMB) Gastredner*innen: Dr. Laurent Borzillo (Université du Québec à Montréal / CCÉAE), Dr. Judith Nora Hardt (CMB/Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik), Prof. Dr. Gwénola Sebaux (Université catholique de l’Ouest), Prof. Dr. Niko Switek (University of Washington), Dr. Ulrike Zeigermann (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg / CMB). Panels am Freitag, den 5. November 2021: 14:30 bis 18:00 Uhr (Berliner Zeit) / 09:30 bis 13:00 Uhr (Montréaler Zeit) Panel 3: Blicke von außen: Wahrnehmung Deutschlands bei seinen Partnern Moderatorin: Prof. Dr. Maya Jegen (Université du Québec à Montréal). Gastredner*innen: Prof. Magdalena Dembinska, PhD (CÉRIUM, Université de Montréal), Dr. Vladimír Handl (Institute of International Relations (IIR) / Charles University), Sophie Pornschlegel (European Policy Centre), Sabine Sparwasser (Deutsche Botschafterin in Kanada). 16:00 bis 16:30 Uhr (Berliner Zeit) / 11:00 – 11:30 (Montréaler Zeit): Pause Panel 4: Europa nach Merkel Moderatorin: Prof. Deborah Barton, PhD (CCÉAE / Université de Montréal). Gastredner*innen: Prof. Laurie Beaudonnet, PhD (CJMM, Université de Montréal), Dr. Nino Galetti (Konrad Adenauer Stiftung Rom), Elisabeth Humbert-Dorfmüller (EuroCité / SPD Paris), Prof. Frédéric Mérand, PhD (CÉRIUM, Université de Montréal).