Jacqueline Lichtenstein, Christian Michel: Die Vorträge an der Königlichen Akademie für Malerei und Bildhauerei Paris 1648-1681

7.02.2008 – 29.02.2008
11:00

Jacqueline Lichtenstein und Christian Michel Jacqueline Lichtenstein ist seit 2004 Professorin für Kunstphilosophie an der Universität Paris IV Sorbonne. Seit 1996 arbeitet sie mit Christian Michel an der Herausgabe der Konferenzen der königlichen Akademie für Malerei und Bildhauerei. Zuvor war sie Professorin für Ästhetik an der Universität Berkeley und ab 1991 an der Universität Paris X Nanterre. Nachdem sie zur Farbtheorie und dem Verhältnis von Malerei und Bildhauerkunst gearbeitet hat, verfolgt sie derzeit Forschungen zu den Veränderungen in der Kunsttheorie zum Zeitpunkt der Geburt der Ästhetik und der Kunstkritik.Christian Michel ist Dozent für Kunstgeschichte an der Universität von Lausanne. Nach dem Studium der Geschichtswissenschaft habilitierte er in Kunstgeschichte. Er ist ehemaliges Mitglied der Ecole française in Rom und zwischen 1992 und 2003 war er Professor an der Universität von Paris X – Nanterre. Sein Interesse gilt den Bedingungen und internalisierten Einschränkungen künstlerischen Schaffens in Europa im 17. und 18. Jahrhundert. Hierbei widmet er sich insbesondere historischen Konventionen zur Unterscheidung zwischen künstlerischen und anderen handwerklich erstellten Objekten. Für diese Normierungen spielten in Frankreich die Konferenzen an der Académie royale de Peinture et de Sculpture eine entscheidende Rolle.PublikationLichtenstein, Jacqueline; Michel, Christian (Hg.): Conférences de l’Académie royale de Peinture et de Sculpture 1648-1681. Édition critique intégrale, Tome I, Vol. 1-2: Les Conférences au temps d’Henry Testelin, École Nationale Supérieure des Beaux-Arts, Paris 2007.Die Conférences, kunsttheoretische Vorträge und Diskussionen an der Pariser Académie Royale de Peinture et de Sculpture, wurden unter Ludwig XIV. (1648–1715) initiiert und hatten bis über die Französische Revolution hinaus Bestand. Die bisher zum größten Teil unbekannten und unveröffentlichten Vorträge, Protokolle oder Mitschriften, Schlüsseldokumente der französischen und europäischen Kunsttheorie, werden im Rahmen des deutsch-französischen Forschungsprojektes in einer kritischen und im Ansatz historischen Ausgabe ediert und kommentiert.Der Vortrag findet in französischer Sprache mit Simultanübersetzung ins Deutsche statt.