ONLINE – Gaël Giraud : Construire un monde en commun

21.01.2021
10:00

Bitte beachten Sie, dass diese Veranstalltung nur online stattfindet. / Veuillez noter que cet événement se déroule uniquement en ligne. Gaël Giraud (CNRS/Centre d’économie de la Sorbonne) Gaël Giraud wird versuchen zu zeigen, dass verschiedene institutionelle Muster die Wirtschaftsgeschichte des Westens strukturieren, deren Artikulation unterschiedliche politische Konfigurationen zeichnet: das Stämmige, das Öffentliche, das Private und das Gemeinsame.  Um das Wechselspiel ihrer möglichen Artikulation zu verstehen, ist es notwendig, Institutionen aus einer relationalen Anthropologie heraus zu verstehen, die bewusst mit der des homo oeconomicus bricht. Eine gemeinsame Welt zu komponieren bedeutet, in eine kollektive Deliberation einzutreten, um diese Schemata auf eine Weise zu artikulieren, die dem Zusammenleben einen symbolischen Sinn verleiht und ermöglicht. Der Autor wird vorschlagen, dass die westliche Moderne durch eine ausdrückliche, aber unbequeme Zustimmung zu einer solchen Unterscheidung und den Verzicht auf die Sakralisierung einer Konfiguration unter anderen gekennzeichnet ist. Hier wurzelt der moderne demokratische Anspruch. Er wird dann eine Kritik des Post-Liberalismus skizzieren, der als Versuch verstanden wird, durch die Allianz des Privaten und einer den Interessen einer Minderheit unterworfenen Öffentlichkeit mit dem modernen Erbe zu brechen, um zu einer erneuerten Form des Feudalismus zurückzukehren. Er wird letztlich eine politische Erneuerung der westlichen Moderne als Förderung der gemeinen Güter vorschlagen.