Josemaría Becerril Aceves
VITA
Mutterinstitut:
EHESS (Laboratoire d'anthropologie sociale)
Forschung
Forschungsprojekt
Josemaría untersucht die gegenwärtige Entwicklung technowissenschaftlich geprägter Nachhaltigkeitskonzepte, indem er die Einbindung indigener Bevölkerungen tropischer Regionen als Arbeitskräfte analysiert, in Kontexten, in denen entsprechende Projekte einer potenziell unbegrenzten Ausbeutung umgesetzt werden sollen.
Auf der Grundlage einer fünfzehnmonatigen ethnografischen Feldforschung bei den Macehual im Bundesstaat Quintana Roo (Mexiko) sowie von Archivaufenthalten in Deutschland, England und Mexiko untersucht seine Arbeit insbesondere die Transformation des Regenwaldes auf der Halbinsel Yucatán in eine Infrastruktur im Dienste einer marktorientierten Naturschutzpolitik, die durch von Deutschland aus koordinierte Forstprojekte umgesetzt wird.
An der Schnittstelle von Naturanthropologie, politischer Ökologie sowie Science and Technology Studies (STS) analysiert diese Arbeit die Reibungen und Hybridisierungen, die vor Ort aus der erzwungenen Beteiligung indigener Bevölkerungsgruppen an westlichen Strategien zur Bekämpfung des Klimawandels im Kontext der Ausweitung des Kapitalismus und naturalistischer Weltbilder entstehen.