Kevin Lenk

VITA

Biografie

Kevin Lenk ist Doktorand an der Humboldt-Universität zu Berlin und von März bis einschließlich Mai 2021 Stipendiat am Centre Marc Bloch. Zuvor hat er einen B.A. in Geschichte und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und University of Exeter erworben sowie einen Master in Moderner Europäischer Geschichte an der HU. Seine Promotion wurde vor seinem Aufenthalt am CMB durch Stipendien der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Fazit-Stiftung gefördert.

Mutterinstitut:

Humboldt-Universität zu Berlin

Forschung

Forschungsthemen

In seinem Dissertationsprojekt „Die politische Instrumentalisierung von Toten im Kontext des deutschen „Linksterrorismus“, 1970-1977“ untersucht Kevin Lenk, wie sowohl bundesrepublikanische Politiker:innen und Medien als auch die radikale Linke und die sogenannte „Stadtguerilla“ selbst die Deutung und Inszenierung der Toten des Konfliktes zwischen dem bundesrepublikanischen Staat und linken Gewaltnetzwerken wie der RAF strategisch nutzten. Dabei handelten sie immer wieder Grenzen politischer Zugehörigkeit und sich daraus vermeintlich ableitende Handlungsimperative neu aus, um Machtpositionen und symbolisches Kapital zu gewinnen. Er fragt dabei auch, welche Rolle diese Instrumentalisierungspraktiken langfristig in der Geschichte sich wandelnder Staatlichkeit der Bundesrepublik und der Transformationsgeschichte der Neuen Linken spielten und was uns dies über den historischen Ort des deutschen „Linksterrorismus“ sagt.

Titel der Dissertation:

Die politische Instrumentalisierung von Toten im Kontext des deutschen „Linksterrorismus“, 1970-1977

Institution der Dissertation:

Humboldt-Universität zu Berlin

Betreuer*in

Prof. Dr. Gabriele Metzler

Fachbereich

LS für Geschichte Westeuropas und der transatlantischen Beziehungen

Publikationen

Aufsätze

Keine andere Geschichte. Die politische Aneignung von Toten im Kontext des Linksterrorismus der 1970er Jahre – Das Beispiel Siegfried Buback. In: Heger, Martin u. Petzsche, Anneke (Hrsg.): Terrorismusbekämpfung in Europa im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit – historische Erfahrungen und aktuelle Herausforderungen, Baden-Baden 2019, S. 85-108.

Burying the Dead — Reimagining the State. State Funerals for Victims of West German Left-Wing Terrorism, 1974–1977. German Studies Review 44 Heft 1. (im Erscheinen, Mai 2021)

 

Rezensionen und Tagungsberichte

(mit Lisa Esser) – Tagungsbericht: Quo vadis Zeitgeschichte? / L’histoire du temps présent et ses défis au XXIe siècle, 01.10.2014 – 02.10.2014 Paris, in: H-Soz-Kult, 21.02.2015.

Rezension zu: Terhoeven, Petra, Die Rote Armee Fraktion. Eine Geschichte terroristischer Gewalt, München 2017, in: H-Soz-Kult, 28.11.2017.

Rezension zu: Hänni, Adrian, Terrorismus als Konstrukt. Schwarze Propaganda, politische Bedrohungsängste und der Krieg gegen den Terrorismus in Reagans Amerika, Essen 2018, in: H-Soz-Kult, 13.06.2018.

Tagungsbericht: Terrorismusbekämpfung in Europa im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit – historische Erfahrungen und aktuelle Herausforderungen, 11.07.2018 – 13.07.2018 Berlin, in: H-Soz-Kult, 11.09.2018.

(mit Sophie Strasser) – Tagungsbericht: Terrorismusbekämpfung in Europa im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit – historische Erfahrungen und aktuelle Herausforderungen, 11.07.2018 – 13.07.2018 Berlin, in: Martin Heger u. Anneke Petzsche (Hrsg.), Terrorismusbekämpfung in Europa im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit – historische Erfahrungen und aktuelle Herausforderungen, Baden-Baden 2019, S. 327-340.

Rezension zu: Scolari, Baldassare, State Martyr. Representation and Performativity of Political Violence, Baden-Baden 2019, in: H-Soz-Kult, 12.12.2019.