Dr. Sabine von Löwis
VITA
Biografie
Sabine von Löwis studierte Wirtschafts- und Sozialgeographie an der Technischen Universität Dresden und promovierte an der HafenCity Universität Hamburg. In unterschiedlichen universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen beschäftigte sie sich in Projekten mit Stabilität und Wandel sozialräumlicher Strukturen in ländlichen und städtischen Räumen. Von 2011 bis 2017 forschte sie als Postdoktorandin im BMBF-Verbundprojekt „Phantomgrenzen in Ostmitteleuropa“ im Centre Marc Bloch und untersuchte die Konstruktion und Rekonstruktion sozialräumlicher Ordnungen in der westlichen Ukraine und legt nun den Fokus ihrer Forschungen auf den postsowjetischen Raum. Seit Dezember 2017 ist Sabine von Löwis wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZOiS, wo sie ein Projekt zu Mikrogeographien von Konfliktkonstellationen im südwestlichen postsowjetischen Raum entwickelt.;
Sabine v. Löwis est géographe et travaille depuis Mai 2011 dans le réseau de recherche "Phantomgrenzen in Ostmitteleuropa" (Frontières fantômes en Europe centrale et orientale) financé par le Ministère Allemand de la Recherche. Elle a précédemment mené ses recherches sucessivement au Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) à Dresde, à la Technische Universität Dresde, à la HafenCity Universität Hambourg et au Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) à Erkner. Elle a travaillé au sein de differents projets sur des questions d'urbanisme et d'aménagement du territoire. Elle s'intéresse notamment à la géographie sociale, et plus particulièrement pour les processus de transformation des structures spatiales. Après des études de géographie à la Technische Universität de Dresde elle a soutenu sa thèse à HafenCity Universität Hambourg en 2010 sur la transformation de la gouvernance spatiale et territoriale dans la region urbaine de Hambourg entre 1989 et 2009. Elle travaille maintenant sur la persistence des espaces et frontaliers historiques à l'Ouest de l'Ukraine, persistance qui s'exprime dans la géographie politique du vote / géographie électorale.;
Sabine v. Löwis is a geographer and working since Mai 2011 in the joint research project “Phantomgrenzen in Ostmitteleuropa” (Phantom borders in East and Eastern Central Europe) funded by the German Ministry for Research. Before she was scientist at the Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) (Leibniz-Institute for Regional Development and Structural Planning), the HafenCity University Hamburg, the Technical University Dresden and the Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (Leibniz-Institute for Ecological Regional Development) in Dresden. She has been working in different projects on urban and regional development and planning. Her interest lies in the field of social geography of space and place. She is especially interested in questions of transformations and change of spatial structures. After her studies of geography at the Technical University of Dresden she defended her PhD thesis on change and stability of the spatial and territorial regional governance in the city region of Hamburg between 1989 and 2009. She is currently working about the persistance and dissolution of historical borders and regions in Western Ukraine based on the territorial patterns of election results.
Mutterinstitut:
Zentrum für Osteuropa und internationale Studien (ZOiS)
Forschung
Forschungsthemen
Soziale Konstruktion von Raum Transformation, Wandel Mikrogeographien Grenzen Konfliktforschung;
La persistence des espaces et frontaliers historiques à l'Ukraine Urbanisme et amenagement territoire dans regions urbaine d'Allemange, d'Europe, d'Europe Central et Est, de les Etats Unis, Gouvernance Processus de transformation des structures spatiales
Publikationen
Performing Space across time. A 520-year anniversary in a Western Ukrainian village, in: European Review of History, Revue Européene d’histoire, 2018 (forthcoming).
Frontières fantômes et ambivalence des espaces d’identification en Ukraine, in: L’Espace géographique, 2017/2 (Tome 46), pp. 126-142.
Einführung: Lebenswirklichkeiten ländlicher Gesellschaften im Wandel – Fallbeispiele aus Deutschland, Osteuropa und Russland, in: Berichte. Geographie und Landeskunde. H. 4/2016 (2017), S. 261-264.
DisKontinuitäten und Neuordnungen lokaler ländlicher Wirtschaftsweisen in der global vernetzten Ukraine, in: Berichte. Geographie und Landeskunde. Bd. 90, H. 4/2016 (2017), S. 305-326.
Ambivalente Identifikationsräume in der Westukraine: das Phantom der alten Grenze am Zbruč, in: Europa Regional, H. 3-4/2014 (2015), S. 148-162.
Einführung: Zur Zeitlichkeit räumlicher Konstrukte: Grenzen und Regionen in Vergangenheit und Gegenwart, in: Europa Regional, H. 3-4/2014 (2015), S. 83-89.
Einführung zum Themenheft: Special Issue „Phantom Borders in the Political Behaviour and Electoral Geography in East Central Europe“, in: Erdkunde, 2/2015, S. 99-106.
Aufsätze in Sammelbänden/Chapters in edited volumes
Hybride Raumproduktionen. Phantomgrenzen als Konzept zur Erklärung ambivalenter Identifikationsräume in der Ukraine, in: Gefühle im Krieg. Imaginäre und affektive Dimensionen des Ukraine-Konflikts, hrsg. von S. Cwiklinski, R. Dubasevych und M. Schwartz. Berlin: Kadmos-Verlag, im Erscheinen.
„Slava Isusu Chrystu. Dobryj den‘. Zdravstvujte.“ Erinnerung, Aktualisierung und Aufhebung einer Phantomgrenze auf einem ukrainischen Dorffest, in: Wahrnehmen – Erfahren – Gestalten. Phantomgrenzen und soziale Raumproduktion, hrsg. von M. G. Esch und B. v. Hirschhausen. Göttingen: Wallstein-Verlag, 2017, S. 147-186.
Символи соціально-просторового розрізнення та їхнє зняття у Західній Україні (Symbole sozialräumlicher Differenz und ihrer Aufhebung in der Westukraine), in: Євгенії Волощук, Бориса Бігуна (За ред.): Переступи кордонів, прикордонні простори та прикордонні герої в літературі й культурі ХХ-ХХІ ст., Видавничий Дім Дмитра Бураго, Київ, 2017 [Grenzüberschreitungen, Grenzräume und Grenzgänger in der Literatur und Kultur des 20.-21. Jahrhunderts, hrsg. von B. Bigun und I. Voloshchuk. Kiew: Dmytro Burago Verlag, im Erscheinen].
Herausgeberschaften / Editorship
Themenheft „Lebenswirklichkeiten ländlicher Gesellschaften im Wandel – Fallbeispiele aus Deutschland, Osteuropa und Russland, in: Berichte. Geographie und Landeskunde. Bd. 90, H. 4/2016 (2017).
Themenheft: Zur Zeitlichkeit räumlicher Konstrukte: Grenzen und Regionen in Vergangenheit und Gegenwart, in: Europa Regional, Heft 3-4/2014 (2015).
Special Issue: Phantom borders in the political geography of East Central Europe, in: Erdkunde, Heft 2015/2.
Organisation von Veranstaltungen
Am Centre Marc Bloch im Rahmen des Projekts "Phantomgrenzen in Ostmitteleuropa" „Das Phantom der alten Grenze am Zbruč. Kontinuitäten und Brüche sozialräumlicher Strukturen in der Westukraine“ (2011-2015) „‘Basar Europas‘ – Wiederbelebung oder Erfindung von Handelsbeziehungen?“ (2015-2017) Blankensee-Colloquium zum Thema „Von Phantomkarten zu realen Grenzen. Vergleich des postsowjetischen und des postjugoslawischen Kontexts“ (2016) (mit Nenad Stefanov) DAAD Programm „Unterstützung der Demokratie in der Ukraine“: „Zivilgesellschaftliches Engagement und partizipative Stadtentwicklung – deutsch-ukrainische Reflexionen“ (Austausch Fachexperten und Studierende) (2015) (mit dem Institut für Geographie an der Uni Leipzig (Prof. Sebastian Lentz) Aktuelles Projekt am ZOiS: Mikrogeographien von Konfliktkonstellationen im südwestlichen postsowjetischen Raum (am ZOiS) Das Projekt untersucht, wie Konflikte im postsowjetischen Raum, die vorrangig auf der Ebene der internationalen Beziehungen und im geopolitischen Diskurs verhandelt und betrachtet werden, sich im Alltag der betroffenen Menschen wiederspiegeln und welche Rolle sie dort spielen. Die Makro- und Mesoperspektive bilden einen zentralen Zugang und Rahmen für das Verständnis der Konflikte;
gleichwohl – und dies ist zentral für die hier eingenommene Perspektive – sind alle Ebenen interaktiv. Um den Raum und die dort lebenden Menschen besser zu verstehen, ist es wichtig, deren Wissen und Erfahrungen sowie Einstellungen einzubinden und zu analysieren. Im Projekt soll deshalb die Mikroebene, d.h. das Alltagsleben der Konflikte analysiert werden: Wie findet Alltag im Kontext von Konfliktsituationen statt und in welcher Beziehung steht er zu geopolitischen Diskursen um die Konflikte. Dabei soll die Perspektive der Bevölkerung, die mit den politischen Konfliktkonstellationen konfrontiert ist und in diesen lebt, beleuchtet werden. In der Analyse wird ein Fokus auf die Normen, Werte und Praktiken der betroffenen Bevölkerungen gelegt. Von Bedeutung wird sein, die Erfahrungswelten unterschiedlicher Generationen, aber auch ihre alltagsweltlichen Verflechtungen und ihren Wandel aufgrund veränderter staatlicher bzw. de-facto staatlicher Konstellationen zu untersuchen. Schließlich soll aber auch in Betracht gezogen werden, welchen Rahmen diese staatlichen Formen für den Alltag setzen. Erkenntnisleitend ist die Frage, wie und ob die Ergebnisse die Sicht auf diese Konflikte verändern und einen Beitrag zu den Lösungsansätzen leisten können. Empirisch sollen in Fallstudienregionen im südwestlichen postsowjetischen Raum mikrogeographische Analysen durchgeführt werden, d.h. längere Vorortaufenthalte mit teilnehmender Beobachtung, leitfadenbasierten Befragungen, offenen Gesprächen, Experteninterviews und Quellenrecherchen.;
Réseau de recherche "Phantomgrenzen in Ostmitteleuropa" (Frontières fantômes en Europe centrale et orientale) financé par le Ministère Allemand de la Recherche;
BMBF joint research network "Phantomgrenzen in Ostmitteleuropa"
Organisation von Veranstaltungen
Coordination des Werkstattgespräche Phantomgrenzen;
Coordination Workshops "Phantomgrenzen in Ostmitteleuropa"
Organisation von Veranstaltungen
Performing Space across time. A 520-year anniversary in a Western Ukrainian village, in: European Review of History, Revue Européene d’histoire, 2018 (online first). Frontières fantômes et ambivalence des espaces d’identification en Ukraine, in: L’Espace géographique, 2017/2 (Tome 46), pp. 126-142. Einführung: Lebenswirklichkeiten ländlicher Gesellschaften im Wandel - Fallbeispiele aus Deutschland, Osteuropa und Russland, in: Berichte. Geographie und Landeskunde. H. 4/2016 (2017), S. 261-264. DisKontinuitäten und Neuordnungen lokaler ländlicher Wirtschaftsweisen in der global vernetzten Ukraine, in: Berichte. Geographie und Landeskunde. Bd. 90, H. 4/2016 (2017), S. 305-326.;
Aktuelle Veröffentlichung der Dissertation in den Schriften zur Governance-Forschung (Band 25) herausgegeben von Ursula Lehmkuhl, Thomas Risse und Gunnar Folke Schuppert "Governance in Stadtregionen zwischen Stabilität und Wandel. Entwicklung der räumlichen Steuerungsstrukturen in der Metropolregion Hamburg von 1989 bis 2009";
Performing Space across time. A 520-year anniversary in a Western Ukrainian village, in: European Review of History, Revue Européene d’histoire, 2018 (online first). Frontières fantômes et ambivalence des espaces d’identification en Ukraine, in: L’Espace géographique, 2017/2 (Tome 46), pp. 126-142. Einführung: Lebenswirklichkeiten ländlicher Gesellschaften im Wandel - Fallbeispiele aus Deutschland, Osteuropa und Russland, in: Berichte. Geographie und Landeskunde. H. 4/2016 (2017), S. 261-264. DisKontinuitäten und Neuordnungen lokaler ländlicher Wirtschaftsweisen in der global vernetzten Ukraine, in: Berichte. Geographie und Landeskunde. Bd. 90, H. 4/2016 (2017), S. 305-326.