Dr. Dominik Rigoll | Chercheur associé

Ancien Membre
Centre Marc Bloch, Friedrichstraße 191, D-10117 Berlin
Email: rigoll  ( at )  zzf-pdm.de Tél: +49-(0)30-2093-70-713

Institution principale : Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam | Position : Centre Marc Bloch, Raum 20, Friedrichstraße 191, 10117 Berlin | Discipline : Histoire | former Départment : Historisches Institut

Bourse

Bourses/Activités au Centre, Coordinateur scientifique (6 mois) à compter du 15 fév. 2009, Bourse de courte durée (3 mois) à compter du 1er oct. 2009

 

Sujet de recherche

Droits de l'Homme, Communisme, Nazisme, Histoire croisée RFA/RDA, Histoire franco-allemande, Politiques des archives, Politiques de l'information, Politiques de sécurité intérieure

 

Titre de la thèse

Staatsschutz in Westdeutschland. Von der Entnazifizierung zur Extremistenabwehr

Institution de la thèse

Friedrich-Schiller-Universität Jena

Directeur de thèse

Peter Schöttler und Paul Nolte

Projets

Avant la réconciliation. Victor Basch, Friedrich Grimm, Klara Marie Faßbinder, Pierre Kaldor: rapprochements franco-allemands dans un siècle des extrêmes

Staatsschutz in Westdeutschland

28 février 2013

Dominik Rigoll

Edition: Wallstein Verlag Göttingen
Collection: Beiträge zur Geschichte des 20. Jahrhunderts (Hg. von Norbert Frei) Bandnummer: 13
ISBN: 978-3-8353-1076-6

Die Geschichte der »freiheitlich-demokratischen Grundordnung« in ungewohntem Licht.

Die Geschichte der »inneren Sicherheit« beginnt nicht erst in den siebziger Jahren mit dem Terrorismus der RAF und dem »langen Marsch durch die Institutionen«. Wer die Problematik der »streitbaren Demokratie« und der »Extremistenabwehr« verstehen will, muss den Bogen viel weiter spannen: von den rund 200 000 Berufsverboten, die im Zuge der Entnazifizierung gegen NS-Funktionäre und Militärs ausgesprochen wurden, über das KPD-Verbot von 1956 und die 125 000 politischen Strafverfahren der Adenauer-Ära bis zum Radikalenbeschluss von 1972 und zum Oktoberfest-Attentat 1980.
Dominik Rigoll interessiert sich nicht nur für die Genese des Konzepts der »streitbaren Demokratie« und für die Erfahrungshorizonte der daran mitwirkenden Politiker und Juristen, sondern auch für die konkrete Behördenpraxis und das Selbstverständnis der vom Staatsschutz betroffenen Personen und Organisationen. Er legt damit die erste quellennahe Untersuchung zu diesem Themenkomplex vor - und lässt die Geschichte der »freiheitlich-demokratischen Grundordnung« in bisweilen ungewohntem Licht erscheinen.

»Dominik Rigoll hat eine ungemein anregende Archäologie der streitbaren Demokratie vorgelegt, die durch ihre stupende Gelehrsamkeit besticht.«
Paul Nolte

Dominik Rigoll, geb. 1975, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena und assoziiert am Centre Marc Bloch in Berlin. Er lehrt und forscht zu Themen der deutschen und der westeuropäischen Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert.