Phantomgrenzen in Ostmitteleuropa

Wissenschaftliche Leitung: Béatrice von Hirschhausen 

Laufzeit: Februar 2011 - Januar 2017

Ostmitteleuropa ist eine Region, die in besonderer Weise von den Grenzverschiebungen der jüngeren Vergangenheit geprägt ist. Grenzen sind von den politischen Landkarten verschwunden und können doch in aktuellen Praktiken, Diskursen und Infrastrukturen sichtbar werden ‒ Spuren, die die Forscherinnen und Forscher des Projektes als „Phantomgrenzen“ bezeichnen.

Sind es bestehende Strukturen, die diese Phänomene bestimmen, oder werden sie durch politische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Diskurse imaginiert und (re)produziert? Ausgehend von empirischen Fallstudien hinterfragen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Phantomgrenzen-Projekts die Raumbezüge von (historischen) Akteuren und analysieren aus deren Perspektive die Wechselwirkungen zwischen Raumimagination, Raumerfahrung und Raumgestaltung.

Seit 2011 wird das interdisziplinäre Kompetenznetzwerk „Phantomgrenzen in Ostmitteleuropa“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Förderung der Regionalstudien finanziert. Organisiert in vier Teilprojekte ist es außer am Centre Marc Bloch auch am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität, dem Zentrum Moderner Orient in Berlin und dem Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ansässig.

Für weiterführende Informationen und Veranstaltungshinweise besuchen Sie die Homepage des Projekts.

Das Programm der allmonatlichen Werkstattgespräche finden Sie hier.