Dynamiken und Erfahrungen der Globalisierung

Verantwortlich: Patricia Hertel, Nazan Maksudyan, Andreas Mayer

Co-Organisation: Léa Renard

Ziel des Forschungsschwerpunkts ist es, Phänomene des „Globalen“ in der Geschichte und Gegenwart zu identifizieren und untersuchen. Ziel ist es, sowohl die vielfältigen und komplexen Prozesse der globalen Vernetzung und Zirkulation zu analysieren als auch ihre Bedeutung als Maßstab von Erfahrungen und Begriffen für Lebensformen, Theorien und epistemische Objekte zu hinterfragen.
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Der Forschungsschwerpunkt „Dynamiken und Erfahrungen der Globalisierung“ möchte die theoretischen und empirisch-praktischen Grundlagen unserer Sicht auf weltweite Vernetzungsprozesse hinterfragen und auf dieser Grundlage einen kritischen Begriffsapparat zum Verständnis der „Globalisierung“ und ihrer Dynamiken entwickeln.

Der geographische Schwerpunkt der Forschung liegt auf Europa in seinen globalen Bezügen, dem Mittelmeerraum und auf Afrika. In der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen theoretischen Ansätzen (vornehmlich aus der Globalgeschichte, connected history, Mikrogeschichte, Wissens- und Wissenschaftsgeschichte, Postkoloniale Studien), widmet sich der Schwerpunkt im interdisziplinären Austausch der Untersuchung relevanter empirischer Forschungsfelder. Dabei geht es um die Verknüpfung von drei thematischen Ebenen: Erstens um eine Reflexion über die Möglichkeiten und Bedingungen einer Kritik am Begriff des Universalismus, zweitens um epistemologische Fragen, die mit den vielfältigen, mitunter widersprüchlichen Erfahrungen von globalen bzw. transnationalen Prozessen zusammenhängen, und drittens die Analyse der tiefgreifenden Verwerfungen und Machtbeziehungen, die sich durch die imperialistische und koloniale Strukturen ergeben. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Wissensinstrumenten, Technologien, und deren Zirkulation.